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Im Spitzenspiel der Gebietsliga West trennten sich FC Lankowitz und SVU RB Immo Resch St. Stefan ob Stainz mit 1:1. Nach dem frühen Rückstand durch Sebastian Harald Willburg glich Marco Krauss noch vor der Pause aus. Für Andreas Resch blieb danach vor allem hängen, dass Lankowitz viel investierte, nach dem Seitenwechsel besser war, sich für den Aufwand aber nicht mit drei Punkten belohnte.
Wer nur auf das Ergebnis blickt, sieht ein Remis in einem Spitzenspiel. Andreas Resch schilderte die Partie aber als intensive und enge Angelegenheit, in der beide Seiten viel hineinwarfen. „Es war ein sehr hart umkämpftes Match von beiden Seiten. Beide Seiten haben viel investiert und es war ein kampfbetontes und enges Match“, sagte der sportliche Leiter von Lankowitz. Seine Mannschaft kam nach seiner Einschätzung ordentlich in die Partie, musste aber in der 14. Minute das 0:1 hinnehmen, als Sebastian Harald Willburg für die Gäste traf. Resch sprach in diesem Zusammenhang von einem „dummen Elfer“, der so nicht passieren dürfe. Wichtig aus Sicht der Hausherren war dann, dass die Antwort noch vor dem Seitenwechsel kam. Marco Krauss stellte in der 40. Minute auf 1:1, mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause.
Gerade im zweiten Durchgang sah Resch seine Mannschaft dann im Vorteil. „Sankt Stefan war erste Halbzeit ein bisschen besser. Zweite Halbzeit waren wir besser“, fasste er den Verlauf zusammen. Damit beschrieb er eine Partie, in der die Gewichte nicht durchgehend auf einer Seite lagen, sondern sich immer wieder verschoben. Lankowitz blieb nach seiner Darstellung am Drücker, investierte weiter viel und hatte auch Möglichkeiten, um das Spiel ganz zu drehen. Gleichzeitig wollte Resch aus dem Remis aber keine falsche Geschichte machen. „Jeder hat sein Momentum gehabt im Spiel und es hätte auch auf die eine oder auf die andere Seite kippen können“, sagte er. Deshalb sei das Unentschieden über die gesamten Spielanteile gesehen auch „ein gerechtes X“ gewesen. Dass sich seine Mannschaft nach einer stärkeren zweiten Halbzeit nicht noch belohnte, blieb aus seiner Sicht dennoch der Punkt, der nach dem Schlusspfiff hängen blieb.
Der eigentliche Ärger saß bei Lankowitz vorne drin. Resch machte seiner Mannschaft keinen grundsätzlichen Vorwurf, benannte aber sehr klar, woran es am Ende fehlte. „Die letzte Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor“ habe ebenso gefehlt wie „ein paar Prozent“, um in den gefährlichen Situationen noch entschlossener zu sein. Auch bei den vorhandenen Möglichkeiten sei mehr Überzeugung nötig gewesen. „Wir haben die eine oder andere Chance gehabt, haben sie leider liegen gelassen“, sagte Resch. Genau darin sah er den Unterschied zwischen einem ordentlichen Auftritt und einem Sieg in so einem engen Spiel. „Das Quäntchen Glück fehlt uns ein bisschen, damit wir die Spitzenspiele gewinnen“, erklärte er offen. Trotzdem stellte er sich deutlich vor seine Mannschaft. „Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie haben alles investiert, alles am Platz gelassen“, betonte Resch. Mit etwas mehr Konsequenz und etwas mehr Klarheit im Abschluss, so seine Einschätzung, hätte Lankowitz dieses Spiel auch gewinnen können.
So blieb bei den Lankowitzern am Ende ein Punkt, mit dem man leben kann, der sich aber nicht ganz nach Zufriedenheit anfühlte. Resch hob hervor, dass der Gegner gut eingestellt gewesen sei und St. Stefan über die gesamte Spielzeit dagegengehalten habe. Umso wichtiger war ihm, die Partie sachlich einzuordnen und nicht nur den verpassten Sieg zu sehen. „Es war ein super Spiel für beide Seiten“, sagte er, und verwies zugleich darauf, dass seine Mannschaft aus dem Auftritt auch etwas mitnehmen müsse. „Wir werden aus diesen Fehlern vieles mitnehmen“, so Resch. Viel wichtiger war ihm der Blick nach vorne. „Da heißt es jetzt gut analysieren, gut weiterarbeiten und dann in den nächsten drei Spielen schauen, dass wir das Maximum rausholen.“ Genau darum wird es für Lankowitz nun gehen: den ordentlichen Auftritt bestätigen und aus solchen engen Spielen noch mehr machen.
40
Marco Krauss 1:1
Sebastian Harald Willburg 0:1