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Der Aufstiegskandidat gegen den Aufsteiger: Selten war die Ausgangslage für die Handballer des Northeimer HC in einem Regionalligaspiel so deutlich, wie am Sonntagabend vor dem Duell gegen die HSG Rhumetal.
Northeim – Wenngleich der NHC beim 33:26 (19:12) die beiden Punkte holte, den erwarteten Kantersieg gegen den immer noch punktlosen Tabellenletzten gab es nicht.
Der NHC wollte sich bei seinen Fans für die erste Saisonpleite in Himmelsthür rehabilitieren. Und einer ging dabei kräftig voran: Miksa Hrabak. Der Linksaußen war vom Aufsteiger nicht zu halten und spielte eine ganz starke erste Hälfte. Er übernahm zudem an der Siebenmeterlinie Verantwortung und steuerte sensationelle elf Tore zur 19:11-Halbzeitpause bei.
Die Northeimer hatten bereits in den ersten 30 Minuten nicht immer zielstrebig gewirkt und dabei die eine oder andere Chance vergeben. Grund genug deshalb für die Rhumetaler nun, ihre Chance zu suchen. Sie nahmen zwischenzeitlich ihren Torhüter heraus, agierten mit siebtem Feldspieler. Und sie wurden belohnt, während der NHC Fehlwürfe, einfache Fehlpässe und Stürmerfouls aneinanderreihte.
Angeführt vom starken Sebastian Heiler verkürzten sie den Rückstand immer mehr. Der HSG-Rückraumspieler erzielte mit seinem dritten Treffer in Folge das Tor zum 20:22. Jetzt schnupperte der Außenseiter am ersten Punktgewinn.
Dass der aber ausblieb, hatte auch damit zu tun, dass der NHC sich jetzt noch einmal aufraffte. Youri Sokhorovych beendete mit seinem Treffer zum 23:20 eine fast zehnminütige Auszeit. Doch rund lief es in der Folge nicht beim haushohen Favoriten, der in einigen Szenen seltsam lethargisch wirkte.
Immerhin: Auf Hrabak war am späten Sonntagnachmittag Verlass. Der Ungar blieb konzentriert, leistete sich lediglich einen Fehlwurf aus dem Spiel sowie einen verworfenen Siebenmeter.
Northeims Tan Kang, der nach der Pause mit zwei Treffern seine beste Phase hatte, musste zehn Minuten vor Schluss nach einer Roten Karte raus, die Sensation blieb aber aus. Denn auch die HSG zeigte in den letzten Minuten Schwächen im Abschluss. Northeims Carl Beck, der nach der Pause für zehn Minuten seinen Platz im Tor für Yannis Pätz freimachte, packte energisch zu.
Die Northeimer feierten ihren sechsten Saisonsieg und bleiben dran an der Spitze. Die Rhumetaler müssen auch nach dem siebten Saisonspiel auf ihren ersten Zähler warten.