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Mit 1:6 kam RB Leipzig am Samstagabend im Topspiel beim FC Bayern München unter die Räder. Eine Münchner Feldüberlegenheit ist in der Bundesliga unter Vincent Kompany fast schon zum Alltag geworden, jedoch hat man selten einen Gegner in der Allianz Arena so unterlegen gesehen, wie die Sachsen an diesem Wochenende.
Im anschließenden Sky-Interview wirkte RB-Coach Martin Demichelis dementsprechend etwas ratlos und zeigte sich tief mitgenommen von der Nicht-Leistung seines Teams. "Ich bin als Trainer selbstverständlich enttäuscht und übernehme die Verantwortung für diese Niederlage", meinte der 45-Jährige und haderte: "Das war nicht unsere Art und Weise. Du kannst in der Allianz Arena verlieren, ganz klar. Das wissen wir, das weiß jeder. Aber nicht so!"
Das Post-Match-Interview von Demichelis wurde im Anschluss auch am Pult von Sky-Moederator Sebastian Hellmann thematisiert, der Experten Lothar Matthäus fragte, ob der Argentinier mit seinem Deutsch bei der Mannschaft kommunikativ durchkommen würde.
Matthäus hatte dazu eine klare Meinung: "Man sieht es ja. Ich weiß nicht, ob er der englischen Sprache mächtig ist. Aber sein Deutsch ist teilweise echt schwer zu verstehen." Darüber hinaus verwies der TV-Experte auf den großen Pool an ausländischen Leipzig-Profis, die ebenfalls nicht so gut deutsch sprechen würden. "Ich weiß nicht, wie in der Kabine kommuniziert wird. Vielleicht noch mit Dolmetscher in einigen Situationen", merkte Matthäus an: "Ich bin sicher, dass nicht alle Spieler von RB Leipzig die deutsche Sprache verstehen. Vielleicht auf Englisch. Ich weiß es nicht."
Vor dem Bayern-Spiel hatte Demichelis mit seiner Wahl auf Lukas Klostermann als Rechtsverteidiger stark überrascht. Immerhin war es der erste Startelfeinsatz des Deutschen seit April. Doch schnell zeigte sich, dass sich der Argentinier eindeutig vercoacht hat: Luis Diaz spielte Klostermann regelrecht schwindelig, der 30-Jährige kam kaum in seine Zweikämpfe und war fast immer mindestens einen Schritt zu spät. Da stellt sich im Nachhinein schon die Frage, was sich Demichelis bei dieser riskanten Personaländerung gedacht hat.
Doch der Leipzig-Trainer wollte keinen Alleinschuldigen ausmachen und blockte die Frage von Sky-Reporter Max Zielke in Bezug auf Klostermann. "Bitte, sag mir keine Namen. Sag keine Namen. Wir könnten nach so einer harten ersten Halbzeit fünf Wechsel vornehmen. Aber bitte sag keine Namen", stellte sich Demichelis vor den Rechtsverteidiger.