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Bundestrainer Jürgen Klopp wird schon bald das nächste DFB-Aufgebot verkünden. Der Zeitpunkt dürfte Lothar Matthäus allerdings ein Dorn im Auge sein.
Frankfurt – Jürgen Klopp hält ganz offensichtlich an seinen Abläufen fest. Wie der DFB am Mittwoch (28. Oktober) bekanntgab, wird der Bundestrainer sein Aufgebot für die kommenden Länderspiele in der Nations League am 5. November verkünden – der Termin fällt also auf einen Donnerstag. Damit setzt Klopp weiter auf den gewohnten Zeitplan – entgegen dem deutlichen Ratschlag von Rekordnationalspieler Lothar Matthäus.
Matthäus hatte sich bereits vor Klopps erster Kadernominierung im September zu Wort gemeldet und den Donnerstagstermin scharf kritisiert. „Ich würde Jürgen Klopp wirklich bitten, die Nominierungen künftig an einem Freitagvormittag oder -mittag zu machen“, appellierte der Experte vor wenigen Wochen bei Sky in Richtung Klopp.
Der Hintergrund von Matthäus’ Einwand: An Donnerstagen stehen regelmäßig die Partien in der Europa League sowie der Conference League auf dem Programm. So auch am 5. November. Dann sind auch wieder zahlreiche deutsche Mannschaften wie Leverkusen, Hoffenheim (beide Europa League) und Freiburg (Conference League) im Einsatz.
Da am selben Tag viele potenzielle DFB-Spieler im Einsatz sind, warnte Matthäus damals vor den „ständigen Fragen“ zur Nominierung, die auf die Profis einprasseln und ihre Spielkonzentration stören könnten. Bei einer Bekanntgabe am Freitag hätte Klopp zudem den Vorteil, eventuelle Verletzungen aus den Europapokal-Begegnungen direkt abzuwarten, ohne kurzfristig nachnominieren zu müssen.
Dass es zwischen dem heutigen Bundestrainer und dem TV-Experten zu Meinungsverschiedenheiten kommt, ist nicht neu: Schon vor der WM 2026 gerieten die beiden aneinander, als Klopp auf Matthäus-Kritik bezüglich der Personalie Jamal Musiala konterte. Allerdings sparte der deutsche Rekordnationalspieler auch schon bei Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht mit deutlichen Worten – so kritisierte Matthäus ihn schon mal scharf für Personalentscheidungen à la Manuel Neuer.
Klopp hingegen bleibt seiner Linie trotzdem treu. Für den 59-Jährigen standen Ende September die ersten Pflichtspiele als DFB-Cheftrainer auf dem Programm, und auch bei seiner zweiten Nominierungsrunde hält er am bisherigen Ablauf fest. Aus sportlicher Sicht belegt das DFB-Team in der Nations-League-Gruppe A2 mit fünf Punkten aktuell den dritten Tabellenplatz – hinter Spitzenreiter Niederlande und Griechenland, die jeweils acht Zähler auf dem Konto haben.
Die DFB-Auswahl versammelt sich am Montag, 9. November, im Teamquartier in Herzogenaurach. Am 13. November reist die Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Belgrad, wo das Duell gegen Serbien wegen einer UEFA-Strafe vor leeren Rängen stattfindet. Am 16. November empfängt das deutsche Team schließlich die Niederlande in Berlin zum Prestigeduell. (kus)