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Erst Pokal, dann Bayern-Gipfel: BVB vor Woche der Wahrheit
Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt

Dortmund (dpa) - Vom anstehenden Bundesliga-Spitzenspiel gegen den FC Bayern wollte bei Borussia Dortmund nach dem Abpfiff am Samstagabend noch niemand etwas wissen. «Wir haben jetzt noch ein Pokalspiel, wir spielen gegen Werder Bremen», sagte der Dortmunder Trainer Niko Kovac nach der Partie. «Und nach dem Spiel gegen Bremen können wir über Bayern München reden.»

BVB-Geschäftsführer Lars Ricken gab nach dem späten 1:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt im Topspiel am Samstagabend die gleiche Marschroute wie sein Trainer vor. «Mit Bayern haben wir uns ehrlicherweise noch gar nicht beschäftigt», sagte Ricken. «Es geht ja wirklich im Dreitages-Takt weiter. Dienstag gegen Bremen, wir wollen da natürlich weiterkommen.»

Kovac: «Belastung vernünftig steuern»

Unter der Devise «Immer der Blick auf das nächste Spiel» arbeitet sich der BVB Schritt für Schritt durch den vollgepackten Spielkalender mit insgesamt neun Pflichtspielen in weniger als einem Monat. Nach den XXL-Reisewochen nach Bodö, Berlin und Baku mit mehr als 11.000 Reisekilometern in den vergangenen Tagen bleibt den Schwarz-Gelben vor dem DFB-Pokal am Dienstag erneut nur wenig Zeit zum Durchschnaufen und Regenerieren. 

«Wir gehen das natürlich mit unseren Athletiktrainern und Ärzten durch. Wir müssen schon zusehen, dass wir die Belastung vernünftig steuern», sagte Kovac. «Wir haben eine gute Mannschaft, jeder Einzelne kann spielen. Deshalb brauchst du einen guten, großen Kader und den haben wir. Mir ist nicht bange, egal wen ich spielen lasse. Ich weiß, dass die Jungs an ihre Grenzen gehen.»

BVB wirkt trotz Reisestrapazen fit 

Trotz der vielen Spiele könnte die kommende aber eine besonders bedeutende Woche für Borussia Dortmund in der Frühphase der Saison werden. Mit dem Pokalspiel gegen die stark aufspielenden Bremer steht am Dienstag ein richtungsweisendes «Do-or-Die-Spiel» vor den heimischen Fans an. Besonders, weil die Pokalbilanz der Dortmunder in den vergangenen Jahren zu wünschen übrig lässt. Nach dem Titelgewinn in der Saison 2020/21 kam der BVB in den letzten fünf Saisons im Pokal nie weiter als ins Viertelfinale. 

Dass die BVB-Spieler trotz aller Strapazen in guter körperlicher Verfassung sind, stellten sie im Heimspiel gegen Frankfurt unter Beweis. Das Team von Trainer Kovac trat über weite Strecken als spielbestimmende Mannschaft auf und zeigte mit dem späten Siegtor von Maximilian Beier (80. Minute) das nötige Stehvermögen. Stürmer Serhou Guirassy hatte mit mehreren Großchancen einige Möglichkeiten, das Ergebnis deutlicher ausfallen zu lassen.

Knifflige Pokalaufgabe gegen Werder

Neben der Fitness gehört auch die defensive Stabilität zum bisherigen Dortmunder Erfolgsrezept. An den ersten sieben Bundesliga-Spieltagen spielte der BVB bisher fünfmal zu null. Mit nur vier Gegentreffern stellt der BVB die beste Defensive der Bundesliga. «Ich glaube, wir haben in der ersten Halbzeit ein bisschen was zugelassen, in der zweiten Halbzeit gar nichts», sagte Abwehrchef Nico Schlotterbeck nach dem Sieg gegen Frankfurt. «Es ist schon sehr, sehr stabil. Das ist im internationalen Fußball schon sehr gut.»

Mit Goalgetter Niclas Füllkrug wartet im Pokalduell gegen Werder Bremen am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF und Sky) dann eine knifflige Aufgabe auf den Dortmunder Abwehrverbund. Bereits vor etwas mehr als zwei Wochen gastierte Werder in Dortmund und fügte dem BVB zwei Gegentore und den bisher einzigen Punktverlust vor heimischem Publikum in dieser Bundesliga-Saison zu. 

Und nach dem Aufeinandertreffen mit den Bremern kann sich der Fokus von Schlotterbeck und Co. dann auf den Sturm des FC Bayern richten. Viel Vorbereitungszeit auf die beste Offensive der Liga werden die Dortmunder nach der Pokal-Woche allerdings auch für das Bundesliga-Spitzenspiel am Samstagabend (18.30 Uhr/Sky) nicht haben.

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