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Martin Schwalb hat eine schwere Diagnose öffentlich gemacht: Der frühere Handball-Nationalspieler ist an Prostatakrebs erkrankt. Im vergangenen Sommer erhielt der 63-Jährige die Gewissheit nach weiteren Untersuchungen und einer Biopsie. Vor dreieinhalb Wochen wurde er in der Martini-Klinik in Hamburg operiert, dabei wurde die Prostata vollständig entfernt. „Ich erhole mich gerade noch von der Operation. Aber mir geht es gut“, sagte Martin Schwalb laut handball-world.news. Eine Chemotherapie oder Bestrahlung ist nach dem Eingriff derzeit nicht notwendig, stattdessen stehen für ihn regelmäßige Kontrolluntersuchungen an.
Auf die Erkrankung wurde der frühere Spieler durch regelmäßige Kontrollen seines PSA-Wertes aufmerksam. Weitere Untersuchungen brachten dann die Diagnose, Ärzte entdeckten einen Tumor. Schwalb entschied sich bewusst, mit seiner Krankheit an die Öffentlichkeit zu gehen. Er will damit andere Männer für Vorsorge sensibilisieren und darauf hinweisen, dass Prostatakrebs früh erkannt und behandelt werden kann. Der ehemalige Trainer war zuletzt bis Februar 2025 beim HC Erlangen in der Handball-Bundesliga im Amt und konzentriert sich nun zunächst auf seine Genesung.
Trotz der Erkrankung ist seine Verbindung zum Handball unverändert eng geblieben. Als Spieler wurde er mit Essen und Wallau-Massenheim deutscher Meister, als Trainer gewann er mit dem HSV Handball die Champions League. Eine Rückkehr an die Seitenlinie schließt er deshalb nicht aus. „Ich bin voll drin im Handball. Es ist der Sport, mit dem ich mein Leben verbringe. Ich liebe ihn ohne Ende“, so Schwalb laut handball-world.news.. Nach seinen Angaben erreichen ihn weiter Angebote und Anfragen aus dem In- und Ausland, auch eine Nationalmannschaft wäre für ihn eine reizvolle Aufgabe.
Neben einer möglichen Rückkehr als Cheftrainer beschäftigt ihn noch eine andere Idee. Der 63-Jährige kann sich vorstellen, seine jahrzehntelange Erfahrung als unabhängiger Mentor an andere Trainer weiterzugeben. Dabei geht es ihm um Austausch auf Augenhöhe, ohne Abhängigkeiten im Verein. Er denkt daran, Trainingseinheiten zu beobachten und anschließend mit Trainern über Eindrücke, Probleme, Zweifel und Fehler zu sprechen. Aus seiner Sicht fehlt es im Profisport oft an Vertrauenspersonen für Trainer. Zunächst steht für ihn aber die Erholung nach der Operation im Vordergrund.