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Merlin Polzin ist bekannt dafür, sich offen und ehrlich zu allen Themen zu äußern. Nur bei einer Sache möchte er sich nicht immer in die Karten blicken lassen: beim Personal. Als der HSV am Donnerstag zur Pressekonferenz empfing, sprach Polzin bei Nicolai Remberg (Kreuzbandriss) und Mario Vuskovic (Dopingsperre) zunächst von zwei klaren Ausfällen für das Auswärtsspiel in Paderborn.
Erst auf Nachfrage erwähnte der 35-Jährige schließlich auch die beiden Profis Nicolas Capaldo und Jordan Torunarigha, die beim Mannschaftstraining gefehlt hatten. „Capi hat zum Trainingsende am Mittwoch etwas gespürt, weshalb wir ihn heute drinnen belastet haben, um kein Risiko einzugehen“, sagte Polzin über den Argentinier.
Tatsächlich besteht bei Capaldos Einsatz am Sonnabend in Paderborn (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker bei abendblatt.de) ein großes Fragezeichen. Es gilt als unwahrscheinlich, dass der Innenverteidiger rechtzeitig fit wird. Das Abschlusstraining am Freitag fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Volksparkstadion statt. Danach reiste die Mannschaft nach Ostwestfalen.
Etwas besser sieht es bei Jordan Torunarigha aus, wie Polzin bereits am Donnerstag andeutete. Sollte sich der Ex-Berliner fit melden, wäre er die erste Alternative bei einem Ausfall von Capaldo. In dem Fall würde Warmed Omari von der linken auf die rechte Seite der Dreierkette rücken, weil Torunarigha seinen Stammplatz links hinten hat.
Als rechter Part der Dreierkette ist Capaldo ein Schlüsselfaktor für das variable Spiel des HSV. Mit seinen offensiven Vorstößen versucht er immer wieder, den Gegner aus der Grundordnung zu locken. Gerade gegen eine Manndeckung ist diese Herangehensweise ein probates Mittel.
Omari könnte dieses Profil noch am ehesten ersetzen. Auch deshalb dürfte der Nationalspieler der Komoren die Seiten tauschen, sollte Capaldo wirklich ausfallen.