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Max Verstappen musste nach dem zweiten freien Training zum Mexiko-GP bei den Regelhütern antraben. Die Rennkommissare Garry Connelly (Australien), Loic Bacquelaine (Belgien), Derek Warwick (Grossbritannien) und Omar Chávez (Mexiko) wollten vom Niederländer wissen, was er sich beim beinharten Duell mit Liam Lawson gedacht hatte.
Die Fans auf den Tribünen fragten sich angesichts der folgenden Szene unweigerlich: Haben wir denn schon ein Rennen? Liam Lawson und Max Verstappen lieferten sich ein knallhartes Duell, keiner wollte nachgeben, Teile vom Frontflügel von Lawsons Auto flogen davon. Die Rennleitung zeigte die rote Flagge, um die Trümmerteile von der Bahn zu holen.
Lawson fassungslos am Funk: «Er ist mir einfach reingefahren, Bro, einfach in mir rein. Jedes Wochenende!»
Auch der Wagen von Verstappen wurde beschädigt, am linken Luftleit-Element, das unten dem Seitenkasten vorgelagert ist. Vom Niederländer wurde keine Funk-Meldung eingeblendet.
Verstappen zur Kollision: «Das war kein besonders schlaues Verhalten von ihm. Wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich das etwas gescheiter lösen. Ich meine, er kämpft um seinen Platz. Unterm Strich ändert das an meinem Wochenende nichts.»
«Ich war auf einer schnellen Aufwärmrunde, als ich auf Lawson traf. Also wollte ich nicht vom Gas gehen. Und er fuhr wirklich langsam. Daher habe ich den Versuch nicht abgebrochen. Als er mich dann kommen sah, hat er auf einmal Tempo aufgenommen. Ich habe keinen Schimmer, was ihm da durch den Kopf gegangen ist. Ich weiss wirklich nicht, wieso er glaubt, sich in dieser Situation mit mir anlegen zu müssen.»
«Im ersten Training fuhr ja Iwasa mein Auto. Im zweiten Training hätte das ein wenig besser laufen können. Aber wir sind auch nicht allzu weit von der Spitze entfernt. Wir brauchen noch ein wenig Fein-Einstellung, aber ich schätze, das wird heute jeder Fahrer sagen, einfach weil die Abstimmungsarbeit in der dünnen Luft hier wirklich knifflig ist. Ich glaube, in Sachen Haftung hat das keinem Piloten Spass gemacht.»
Nachdem sich die Rennpolizei die Szene angeschaut und die zwei Streithähne angehört hatte, kam sie zum Schluss: Das war nicht gerade vorbildlich – Max Verstappen muss in der Startaufstellung zum Mexiko-GP um einen Rang zurück, selbst wenn er also in der Quali die schnellste Zeit fahren würde, könnte er nicht von Pole losfahren.
Das Kommissaren-Quartett begründet: «Beide Fahrer haben sich in dieser Situation inakzeptabel verhalten, beide Piloten gaben zu, ihre Aktion sei unnötig und plump gewesen.»
«Da es nun schon verschiedene Situationen dieser Art in den freien Trainings gegeben hat, sind die Rennkommissare entschlossen, die übliche Strafe einer Verwarnung zu verschärfen.»
Daher die gleiche Strafe für die beiden Streithähne.