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Wie abhängig ist Werder vom "unersetzlichen" Füllkrug?

Er trifft und trifft: Trotz des Pokal-Aus in Dortmund war Werder Bremens Niclas Füllkrug (l) auffälligster Bremer.© dpa / Fabian Strauch/dpa

Dieser Beitrag stammt aus dem Nachrichtenangebot der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und wurde nicht durch unsere Redaktion bearbeitet.

Nach seiner Einwechselung ins Pokal-Spiel in Dortmund gelingt Werder-Torjäger Niclas Füllkrug der Ausgleich. Am Ende scheidet Bremen aus. Trainer Daniel Thioune rechtfertigt seine Entscheidung.

Dortmund - Auf das "Was-wäre-wenn"-Spiel ließ sich Niclas Füllkrug nicht ein. "Nee, da reden wir jetzt nicht drüber", sagte Werder Bremens Torjäger beim TV-Sender "Sky" nach dem unglücklichen 2:3 im DFB-Pokal bei Borussia Dortmund.

59 Minuten hatte der aktuell beste Bundesliga-Torschütze auf der Bank gesessen. Als er ins Spiel kam, hatte es 0:2 gestanden. Zehn Minuten später lautete das Ergebnis 2:2 - dank eines Füllkrug-Doppelpacks (65./Foulelfmeter und 69.) an seiner früheren Wirkungsstätte. Am Ende machte Dortmunds Marcel Sabitzer mit einem Freistoßtor alle Träume der Bremer zunichte.

Doch was wäre möglich gewesen, wenn der 33-Jährige von Beginn an gespielt hätte? "Das weiß ich nicht. Keine Ahnung", meinte Füllkrug und wirkte leicht genervt.

Thioune über Füllkrug: "Er ist unersetzlich für uns"

Dennoch stand die Frage im Raum, wie abhängig Werder von Füllkrug ist. Er ist der entscheidende Faktor, dass die Bremer nach der verkorksten Vorsaison mit dem glücklichen Klassenverbleib als Tabellensechste zu den positiven Überraschungen in der Bundesliga gehören. Seit sechs Spielen ist Werder ungeschlagen. In sieben Punktspielen traf Füllkrug achtmal. Zudem ist seine Wirkung auf und neben dem Platz enorm.

"Wir sind einfach nur froh, dass Niclas in dieser Verfassung ist, weil er unersetzlich für uns ist", sagte Trainer Daniel Thioune. Und dennoch ließ er in Dortmund Füllkrug und daneben noch den wiedererstarkten Mitchell Weiser und Ludovit Reis zunächst draußen.

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Startelf-Verzicht mit Füllkrug abgesprochen

"Klar, Niclas Füllkrug schießt und trifft. Vielleicht hätte er das auch zu Beginn gemacht. Ich fand trotzdem, dass diese 35 Minuten heute auch ausgereicht haben", sagte Thioune und lieferte auch die Erklärung für den anfänglichen Verzicht auf seinen wichtigsten Spieler. Dass Füllkrug erst auf der Bank gesessen habe, war laut Thioune in Absprache mit dem Stürmer erfolgt. Schon beim 3:2 bei Mainz 05 am Samstag hatte sich Füllkrug beschwert, zu spät ausgewechselt worden zu sein. "Ich weiß nicht, wenn jemand so müde ist, ob er drei Tage später uns dann wieder helfen kann", meinte Thioune. "Dass er uns helfen kann, das haben wir gesehen."

Werder in der ersten Halbzeit schwach

Dass Werder nicht ohne weiteres auf Leistungsträger wie Füllkrug, Weiser oder Reis verzichten kann, zeigte sich in der ersten Halbzeit in Dortmund. Schon nach 17 Minuten stand es 0:2. Erst zur zweiten Halbzeit wurde es besser, und das auch schon vor der Vierfach-Einwechselung von Füllkrug, Weiser, Reis und Senne Lynen. Es war sogar der Sieg drin, wenn Weiser in der 75. Minute die Chance zur Führung genutzt hätte.

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Die Niederlage sei bitter, meinte Füllkrug. "Ich glaube aber, für uns geht jetzt nicht die Welt unter. Wir haben heute den ein oder anderen Wechsel gehabt. Die Jungs haben sich das auch verdient." Noch geht es aber nicht ohne ihn.  © Deutsche Presse-Agentur

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