Zurück
Im Amateurfußball sind Spielabsagen an der Tagesordnung. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Im Profifußball dagegen werden Partien nur in seltenen Fällen verschoben. Dass ein Spiel nicht stattfinden kann, weil ein Profiteam nicht genügend Leute zusammenbekommt, ist ein absolutes Kuriosum.
Das ist nun aber in der Frauen-Bundesliga passiert. Weil bei den Fußballerinnen von Werder Bremen ein Großteil des Kaders flachliegt, setzte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) laut „Sportschau“ die Partie gegen die TSG Hoffenheim zwei Stunden vor Anpfiff am Sonntag ab. „Das habe ich so noch nie erlebt", betonte Trainerin Friederike "Fritzy" Kromp im Gespräch mit “buten un binnen“.
Ihr standen schlichtweg nicht ausreichend gesunde Spielerinnenen zur Verfügung. 14 Akteurinnen braucht es, um spielfähig zu sein. Es klappte nicht mit einem ausreichend ausstaffierten Kader. Der Klub um Sarah Ernst aus Nittenau (Landkreis Schwandorf) erhielt daher eine Zwangspause.
„Nach dem Bekanntwerden der zahlreichen Erkrankungen haben wir den DFB unverzüglich informiert und über mögliche Lösungsszenarien gesprochen“, erklärt Dominik Kupilas, Leiter Frauenfußball & Internationalisierung beim SV Werder Bremen. „Die Gesundheit unserer Spielerinnen hat für uns höchste Priorität. Unter den gegebenen Umständen ist uns eine Austragung der Partie leider nicht möglich. Wir bedauern die Absage für alle Beteiligten, vor allem für die Fans, die sich wie wir auf die Partie gefreut hatten, und die TSG, die sich intensiv auf das Spiel vorbereitet hat. Gleichzeitig bedanken wir uns beim DFB sowie bei den Gästen aus Hoffenheim für das Verständnis und den professionellen Umgang mit der Situation“, hatten die Bremer am Sonntag auf ihrer Homepage erklärt.Ein Nachholtermin für die Begegnung steht derzeit noch nicht fest und wird in Abstimmung mit den zuständigen Stellen zu gegebener Zeit kommuniziert.