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Das weiß auch Ayhan Tumani. Der neue Sportliche Leiter der Knappenschmiede ist erst seit wenigen Wochen im Amt – und spricht bei seiner Vorstellung direkt einen Punkt an, der auf Schalke durchaus schmerzen dürfte. „Andere Vereine und Akademien haben aufgeholt und uns teilweise auch überholt“, sagt der 55-Jährige.
📌 Fakten zu Ayhan Tumani
Ein bemerkenswert offener Satz. Schließlich gehört die Knappenschmiede seit Jahren fest zur Schalker Identität und ist seit der schweren finanziellen Krise wichtiger denn je geworden. Tumani lebt deshalb auch nicht von der Vergangenheit. Sein Ziel ist klar: S04 soll in der Nachwuchsarbeit wieder ganz vorne landen.
„Wir haben immer den Anspruch, wieder führend zu sein – in Deutschland und Europa“, erklärt Tumani. Dafür müsse sich Schalke täglich weiterentwickeln, die Ausbildungsqualität verbessern und als Team daran arbeiten, weiterhin Toptalente hervorzubringen.
Dabei will der neue Verantwortliche offenbar keinen Schnellschuss. Andere erfolgreiche Akademien einfach zu kopieren, kommt für Tumani nicht infrage. Schalke müsse stattdessen „unseren eigenen Weg finden“.
Gerade hier sieht der 55-Jährige Schalke in der Pflicht. Die Knappenschmiede gehöre nicht nur zur Schalker Familie, sondern „auch jedem talentierten Jungen hier aus der Region“. Deshalb müsse S04 früh auf den Plätzen unterwegs sein, Spieler erkennen und ihnen konkrete Perspektiven aufzeigen.
Auch Frank Baumann macht deutlich, wie wichtig diese Arbeit für die Zukunft des Vereins ist. Für den Sportvorstand ruht erfolgreiche Nachwuchsarbeit auf drei Säulen: Scouting, der Überzeugung junger Spieler von Schalke und schließlich ihrer Ausbildung.
Dass Tumani dabei weniger auf glänzende Infrastruktur als auf die tägliche Arbeit setzt, passt zu seinem Ansatz. Schöne Kabinen allein entwickeln schließlich keinen Bundesligaspieler. Entscheidend seien für ihn die Qualität der Trainer, die Arbeit auf dem Platz und die ganzheitliche Entwicklung der Spieler.
Fußballerisch soll das durchaus offensiv aussehen. Tumani bezeichnet sich selbst als holländisch geprägt und orientiert sich an den Prinzipien des „Totaalvoetbal“, das mit Rinus Michels und Johan Cruyff verbunden ist. Mut, Intensität und Eigenverantwortung sollen die Schalker Talente prägen.
Der Anspruch dahinter könnte kaum größer sein. Schalke will nicht nur wieder gute Nachwuchsspieler hervorbringen. Die Knappenschmiede soll zurück dorthin, wo sie sich selbst sieht: an die Spitze. Tumani macht allerdings schon zu Beginn deutlich, dass der Weg dorthin nicht über Erinnerungen an frühere Weltmeister führt – sondern über bessere Arbeit in der Gegenwart.
Meta: In der Knappenschmiede beginnt eine neue Ära. Ayhan Tumani erklärt, was sich bei Schalke verändern muss – und wo S04 wieder angreifen will.
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