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Endlich eigenes Eis unter den Kufen: Der Heimspielstart der Trostberg Chiefs ist gesichert. Die Eishockey-Landesligamannschaft konnte erstmals im Rainer-Roßmanith-Eisstadion trainieren, nachdem sich die Eröffnung wegen technischer Probleme verzögert hatte. Am Freitag, 6. November, um 19 Uhr empfangen die Chiefs den ERSC Ottobrunn. Am Sonntag, 8. November, um 16.30 Uhr folgt das schon sechste Auswärtsspiel beim EHC Straubing.
Die TSV-Cracks mussten zuvor nochmals auf eine Trainingszeit in der Inzeller Eishalle ausweichen. „Jetzt sind wir aber heiß und auch gut vorbereitet auf den Auftakt vor eigenem Publikum“, versichert Trainer Philipp Seifert und hofft auf eine große Zuschauerkulisse. „Denn das wird eine harte Nuss gegen Ottobrunn, da können wir Rückendeckung unserer Fans wirklich gut gebrauchen.“
Der Kader dürfte bis auf den Langzeitverletzten Flo Wehle komplett sein. Aber natürlich hat die Serie von fünf Auswärtsspielen viel Kraft gekostet und auch einige Blessuren eingebracht, blickt Seifert zurück. Siege in Moosburg und Haßfurt und Niederlagen in Bad Aibling, Bayreuth und Waldkirchen stehen bislang zu Buche. Ein Beleg dafür, dass die Landesliga so ausgeglichen ist wie nie, sagt Seifert. „Es kann wirklich jeder jeden schlagen“, weshalb man auch am Sonntag den EHC Straubing keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen dürfe.
Mit Ottobrunn gastiert in Trostberg eine Mannschaft, mit der es die Chiefs schon lange nicht mehr zu tun hatte, weil die Münchner Vorstädter stets in der anderen Landesliga-Gruppe eingeteilt waren. Zweimal Vorrunden-Zehnter, zweimal, als Achter und Sechster, im Playoff-Achtelfinale – das ist die Bilanz des ERSC in den letzten vier Spielzeiten.
Der Start in die aktuelle Saison kann sich sehen lassen. Bis auf die 1:10-Abfuhr bei Tabellenführer Bayreuth gab es ausnahmslos respektable Ergebnisse: 4:5 nach Overtime in Mitterteich, 3:4 beim EHC Bad Aibling und ein 6:5-Overtime-Sieg gegen den EV Moosburg. Felix Bernau und der Tscheche Adam Kofron mit je drei Treffern waren dabei die treffsichersten Stürmer. Legionärsstellen im Team von Trainer Dennis Rada nehmen außerdem der ukrainische Verteidiger Arsen Korol und der italienische Stürmer Filippo Crivellari ein.
Trostbergs Sonntagsgegner Straubing hat nach dem Aufstieg in die Landesliga als Zehnter und Neunter zweimal die Playoffs verpasst und ist auch heuer denkbar schlecht aus den Startlöchern gekommen – mit fünf Niederlagen in fünf Spielen (2:9 gegen Haßfurt, 3:8 in Moosburg, 0:6 und 2:13 gegen Pegnitz, 2:12 gegen Bayreuth). Wobei die Niederbayern jedoch eine Ausnahmestellung einnehmen: abgesehen vom 17-jährigen rumänischen Nachwuchsverteidiger Flavius-Cristian Pustai treten sie ohne Kontingentspieler an. Den – bislang angesichts der Defensivschwächen nicht gerade beneidenswerten – Job zwischen den Pfosten teilt sich die schon in der Damen-Nationalmannschaft aktive Lily Uhrmann mit Simon Stauber.
Dass man die Straubinger nicht unterschätzen sollte, zeigte die vergangene Saison, als Trostberg das erste Auswärtsspiel mit 3:4 nach Verlängerung verlor. Zu Hause gab es für die Chiefs einen 4:1-Sieg, im zweiten Spiel im Eisstadion am Pulverturm gewann man 5:3.
tt