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Nächster Statement-Sieg für Hertha BSC: Der Fußball-Zweitligist hat gegen den VfL Wolfsburg mit 2:1 (2:0) gewonnen und die Tabellenführung ausgebaut. Ein früher Platzverweis für die Gäste spielte den Berlinern in die Karten. Ex-Kapitän Fabian Reese glänzte nur in den ersten Minuten.
Big points für Hertha BSC: Der Fußball-Zweitligist hat das Topspiel gegen den VfL Wolfsburg gewonnen und seine Tabellenführung ausgebaut. Die Berliner setzten sich am Samstagabend im Duell gegen die Niedersachsen und Ex-Kapitän und -Publikumsliebling Fabian Reese mit 2:1 (2:0) durch.
Für die Berliner trafen Oluwaseun Adewumi (44. Minute) und Deyovaisio Zeefuik (45.+2), nachdem Wolfsburg nach einer Roten Karte gegen Cleiton früh zu zehnt spielte (22.). Kento Shiogai machte es kurz nach der Pause noch einmal spannend, doch Hertha brachte den Sieg verdient über die Zeit. Als Tabellenführer hat der Hauptstadt-Klub nun neun Punkte Vorsprung auf Kaiserlautern auf dem Relegationsplatz.
Der erste Abschluss gehörte nach 30 Sekunden – ja, ausgerechnet – dem Mann, der ohnehin im Fokus stand: Fabian Reese. Abgefälscht von Kevin Sessa konnte Hertha-Keeper Marius Gersbeck den Distanzschuss allerdings locker fangen. Doch es war nur ein kleiner Vorgeschmack. Denn eine Minute später zog Reese aus beinahe identischer Position nach einem Konter erneut ab. Dieses Mal flog der Ball über den sich vergeblich streckenden Gersbeck hinweg und klatschte an die Latte (2. Minute).
Begleitet wurde die frühe Reese-Show zwar von Pfiffen – jedoch bei Weitem nicht so laut, wie ein volles Olympiastadion zu pfeifen vermag. Stattdessen trieb ein Großteil der mehr als 65.000-Heimfans lieber die eigene Mannschaft nach vorne. Und die ließ sich nicht lange bitten. Auch wenn Reese die erste Top-Chance gehörte, hatten die Berliner mehr vom Spiel. Mit Tempo trieben sie den Ball – meist über die Flügel – nach vorne und hatten nach sieben Minuten durch Mads Pedersen auch ihre erste große Möglichkeit: Der Schuss des seit Wochen (offensiv-) starken Linksverteidigers touchierte das Außennetz.
Das Team von Stefan Leitl stand nun auch in der Abwehr sicher – und Hertha-Innenverteidiger Niklas Kolbe glänzte nicht nur bei seiner defensiven Kernaufgabe. Stattdessen spielte er in der 20. Minute einen perfekt getimten Steckpass auf Sebastian Grönning, der auf dem Weg Richtung Tor von VfL-Verteidiger Cleiton nur noch mit einem Foul gestoppt werden konnte. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied zunächst auf Elfmeter für Hertha und Gelb für Cleiton, der VAR verlegte das Reißen dann aber aus dem Sechzehner. Das neue Strafmaß: Freistoß für Hertha, Rot für Cleiton.
Die Berliner drängten die zehn Wolfsburger nun immer tiefer in die eigene Hälfte – zunächst jedoch, ohne die entscheidende Lücke zu finden. Das änderte sich in den Minuten unmittelbar vor der Pause. Zunächst traf Adewumi nach einer abgefälschten Flanke von Josip Brekalo zum 1:0 ins linke Eck (44.). Nur drei Minuten später ließ Deyovaisio Zeefuik dann das Olympiastadion endgültig explodieren: An der Mittellinie eroberte er selbst von – ja, ausgerechnet – Reese den Ball und bekam ihn nach einem Hochtempo-Lauf von Grönning wieder zugespielt: Aus halbrechter Position traf Zeefuik ins linke Eck zum 2:0 (45.+2.).
Alles sprach nun für Hertha. Doch dann kam Kento Shiogai. Das Spiel war gerade erst wieder angepfiffen, da flipperte der Ball an der Berliner Strafraumkante zum Japaner, der – soeben erst eingewechselt – zum 1:2 aus Sicht der Wolfsburger traf (47.).
Die Gastgeber reagierten keinesfalls geschockt, sondern mit voller Offensiv-Power. Sessa schoss einen aussichtsreichen Freistoß noch in die Mauer (49.), kurz darauf ließ Paul Seguin das 3:1 (fast) sträflich liegen. Nach einem Traumpass von Thorsteinsson schloss er aus spitzem Winkel selbst ab – und während der Ball am langen Pfosten vorbeirollte, hätten sich in der Mitte gleich drei bestpostierte Mitspieler auf ein Zuspiel gefreut (50.).
Danach beruhigte sich die Partie. Hertha behielt zwar die Kontrolle – aber: Das Wolfsburger Unterzahl-Spiel funktionierte gerade in der Defensive besser als noch vor der Pause. Und so blieb es für die Berliner ein gefährlicher Drahtseilakt. In der 78. Minute hätte Brekalo dann das (leichte) Zittern aller Berliner Fans beenden können. Doch VfL-Verteidiger Saël Kumbedi grätschte so gerade noch in eine gefühlvolle Adewumi-Flanke, sodass der Stürmer den Ball nicht richtig traf. So blieb es beim 2:1, das der Tabellenführer in einer packenden Schlussphase ins Ziel brachte.