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Niederlande: Kuriose Spielabsage zwischen Vitesse und De Graafschap

Fans sperren eigene Mannschaft ein

Ein einfaches Kettenschloss wurde der Partie Vitesse gegen De Graafschap zum Verhängnis. (Symbolbild)
Ein einfaches Kettenschloss wurde der Partie Vitesse gegen De Graafschap zum Verhängnis. (Symbolbild) (Quelle: imago stock&people/imago)

In den Niederlanden kommt es zu einer Spielabsage der kuriosen Sorte. Wegen einer Sonderregelung beim Derby gegen Vitesse protestieren die Fans von De Graafschap – das Ziel des Protestes ist ungewöhnlich.

Die Fans von De Graafschap haben mit einer kuriosen Aktion einen Spielabbruch in der zweiten niederländischen Liga beim Spiel gegen Vitesse herbeigeführt. Die Anhänger sperrten den Mannschaftsbus ihrer eigenen Mannschaft auf dem Gelände des Stadions ein und bauten sich vor dem Tor des Stadions auf. Hintergrund der Aktion war der Ausschluss von einem Großteil der Fans von De Graafschap vom Derby zwischen den beiden benachbarten Vereinen.

Beim Aufeinandertreffen im vergangenen Jahr war es zu Ausschreitungen zwischen den beiden Fanlagern gekommen. Der niederländische Fußballverband KNVB reagierte und beschloss, maximal 500 Anhänger von De Graafschap beim Derby zuzulassen.

Einem Teil der Fans gefiel diese Entscheidung offensichtlich nicht. Deswegen griffen sie zu dem ungewöhnlichen Protest. Als das Vorhängeschloss angebracht wurde, befanden sich die Spieler beider Mannschaften bereits im Stadion und mitten in der Vorbereitung auf das Spiel. Als bekannt wurde, was vor dem Stadion passierte, wurde das Spiel abgesagt.

De Graafschap äußerte sich nach der Absage auf seinem offiziellen "X"-Account zur Spielabsage: "Wir sind unangenehm überrascht und schockiert von den heutigen Ereignissen." Der Verein wolle erst einmal die Emotionen sacken lassen uns sich "ein umfassendes Bild von den Geschehnissen machen, bevor wir eine weitere substanzielle Stellungnahme abgeben.“

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Auch KNVB veröffentlichte eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen in Arnheim. Es sei eine "inakzeptable Situation, dass das Spiel nicht auf diese Weise stattfinden kann", schrieb der Verband. Und weiter: "Dass Anhänger Fußball unmöglich machen, ist völlig inakzeptabel. Dabei täuschen sie ihren Verein, ihr Team, den Sport und die Tausenden von Fans, die zum Fußball kommen."

Die Geschehnisse blieben in den Niederlanden nicht unbemerkt: "De Telegraaf" schrieb von einem "neuen Tiefpunkt des Fanterrors in unserem Land." Unter anderem kam es vor Kurzem zu mehreren Verletzten bei Fans des SC Cambuur-Leeuwarden bei einem Pyrotechnik-Einsatz in Rotterdam.

Ob die Partie zwischen Vitesse und De Graafschap wiederholt wird oder ob eine andere Lösung gefunden wird, blieb am Sonntagabend offen.

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