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Malaysia-GP 2025: Ducati-Doppelschlag zum Ende der Bologna-Dominanz
Start zum Großen Preis von Malaysia – ohne Marc Marquez Foto: Gold and Goose Start zum Großen Preis von Malaysia – ohne Marc Marquez © Gold and Goose

Der letzte Große Preis von Malaysia auf dem Sepang International Circuit unweit der Metropole Kuala Lumpur bot großen Unterhaltungswert und ein in dieser Schärfe unerwartetes Resultat. Denn dass Ducati sich mit jeder Runde zum vorerst letzten Mal zum Dominator steigern würde, davon war zu Beginn noch nichts zu spüren. Denn nach dem wichtigen Zeittraining lag kein Desmo-Pilot unter den Top-5. KTM-Held Pedro Acosta vor Zarco (Honda), Miller (Yamaha), Mir (Honda) und Quartararo (Yamaha) – so die erste Ansage in den Tropen.

Alex Marquez, der sich bis zur Flagge am Sonntag zur Bestform steigern sollte, hatte den direkten Einzug ins Q2 als Neunter nur knapp geschafft – hinter KTM-Ersatzfahrer Pol Espargaro. Noch erstaunlicher: Pecco Bagnaia war trotz guter Bedingungen nicht in Fahrt gekommen und musste am Samstag ins Q1. Doch dort zeigte sich der Italiener saniert – es ging weiter und gleich zur Pole-Position. Ducati war zurück. Denn mit Alex Marquez (Gresini) und Franco Morbidelli (VR46) war Reihe 1 nun komplett mit Ducati-Rennern aufmunitioniert. Erst dahinter: Fabio Quartararo, KTM-Ass Acosta, Rookie Aldeguer und Honda-Hoffnung Joan Mir.

Stunden später wurde das Feld in den Sprint geschickt. Nicht nur Marc Marquez fehlte in Sepang, auch der Weltmeister und Sepang-Sieger des Vorjahres Jorge Martin saß immer noch auf der Verletztenbank. Für Vinales (KTM) gab Espargaro Gas, Marc Marquez wurde von Michele Pirro vertreten, Martin von Savadori.

Über die kurze Distanz ließen die Ducati-Piloten nichts anbrennen – auch wenn Pedro Acosta alles unternahm, um den Sieg nach Österreich zu holen. Einige Runden wirbelte Acosta Bagnaia und Alex Marquez durcheinander, doch zunächst durfte der Spanier nicht einmal zur Siegerehrung. Denn nach zehn Runden ging es noch hinter Fermin Aldeguer auf Platz 4, gut fünf Sekunden hinter Sieger Pecco Bagnaia über die Ziellinie. Die Medaille ging dennoch an Acosta – Aldeguer war mit zu geringem Luftdruck unterwegs und bekam acht Sekunden aufgebrummt. Auch mit Strafe ließ sich Aldeguer feiern. Im Kampf um den besten Neuling hatte sich der große Spanier final gegen Ai Ogura und Somkiat Chantra durchgesetzt.

Ducati-Triumph im Sprint mit Aldeguer als bestem Rookie 2025 Foto: Gold and Goose Ducati-Triumph im Sprint mit Aldeguer als bestem Rookie 2025 © Gold and Goose

Und Aprilia-Ass Marco Bezzecchi? Der war in der Qualifikation als 14. gescheitert. Zwar ging es bis auf Position 6, doch der Aprilia-Pilot hatte vor einem Jahr bereits vor der ersten Rennrunde verloren.

Bevor es am Sonntag zur Sache ging, galt es, die Schattenseite des Sports zu verdauen. Denn vor dem Start des Moto3-Rennens waren der Schweizer Noah Dettwiler und Champion Jose Antonio Rueda so dramatisch kollidiert, dass Dettwiler ums Überleben kämpfte – und einen Tag später gewann!

Sieger Alex Marquez mit Acosta (KTM) und Honda-Pilot Mir (re.) Foto: Gold and Goose Sieger Alex Marquez mit Acosta (KTM) und Honda-Pilot Mir (re.) © Gold and Goose

Währenddessen ging es auf der Strecke um den GP-Sieg. Der schien mit Pecco Bagnaia bereits festzustehen, denn der Grand Prix entwickelte sich zu einer XL-Kopie des Sprints, sorgte dann aber noch für Überraschungen. Zum Schock von Ducati Lenovo streikte bei Pecco Bagnaia die Technik, genauer der Hinterreifen. Der Doppelweltmeister musste zwei Runden vor der Flagge mit einem schleichenden Plattfuß ausrollen. Alex Marquez, der zuvor Acosta niedergekämpft hatte, übernahm.

Japanische Bikes zeigten auf: Mir (3.) und Quartararo(5.) Foto: Gold and Goose Japanische Bikes zeigten auf: Mir (3.) und Quartararo(5.) © Gold and Goose

Für Pedro Acosta bedeutete Platz 2 einen Riesenerfolg in der Hitze von Malaysia. Gleiches galt für Joan Mir. Der Mallorquiener hatte es geschafft, sich aus Reihe 3 auf Position 3 zu kämpfen und Honda nach Japan einen weiteren Podestplatz abzuliefern. Einen GP zum Vergessen erlebte Marco Bezzecchi, der Aprilia-Pilot fuhr als Elfter über die Linie. Umso größer war die Überraschung, als «Bez» nur zwei Wochen später für nicht weniger als neun Monate das Kommando in der MotoGP übernahm.

Marco Bezzecchi kämpfte in Sepang im Mittelfeld: Platz 11 Foto: Gold and Goose Marco Bezzecchi kämpfte in Sepang im Mittelfeld: Platz 11 © Gold and Goose

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