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Der letzte MotoGP-Auftritt auf Phillip Island endete für Marc Marquez mit einem Sprintsieg und einer verpassten Gelegenheit im Titelkampf. Nach der Absage des Australien-GP konnte der Ducati-Werkspilot seinen Vorsprung auf den verletzten Jorge Martin nicht weiter ausbauen. Mit 365 Punkten reist er nach Malaysia, Martin folgt mit 355 Zählern, Marco Bezzecchi steht bei 315.
Sportlich hätte Marquez am Sonntag profitieren können: Martin war nach seinem schweren Sprintsturz mit einer Unterarmverletzung bereits als nicht startfähig erklärt worden . In seiner Reaktion auf die Absage stellte der Titelverteidiger jedoch die Enttäuschung der Zuschauer in den Mittelpunkt.
«Natürlich tut es mir leid für alle Fans auf Phillip Island. Phillip Island hat nicht verdient, dass das letzte Rennen abgesagt wird», erklärte Marquez. Statt eines abschließenden Grand Prix bekamen die Fans lediglich eine gemeinsame Abschiedsrunde der Fahrer hinter dem Safety-Car zu sehen.
Die Bedingungen auf der Strecke hielt der Spanier grundsätzlich für fahrbar. Den entscheidenden Sicherheitsaspekt erkannte er trotzdem an: Wegen der eingeschränkten Sicht war der Einsatz des Rettungshubschraubers beeinträchtigt.
«Die Bedingungen waren akzeptabel, doch der Rettungshubschrauber konnte nicht fliegen. Aus Sicherheitsgründen wurde alles abgesagt. Wir Fahrer waren bereit, konnten aber nicht fahren. Danke an alle Fans, die die MotoGP unterstützen», betonte der Ducati-Pilot.
Für Marquez endet damit die Grand-Prix-Geschichte einer Strecke, die seine Karriere mitgeprägt hat. Bereits 2010 gewann er auf Phillip Island in der 125er-WM auf Derbi. In der Königsklasse folgten die Siege 2015, 2017, 2019 und 2024. Der schnelle Kurs bot dabei immer wieder die Bühne für Rennen, die weit über den jeweiligen Sonntag hinaus in Erinnerung blieben.
Dazu gehört allerdings auch einer seiner bekanntesten Fehler. 2013 musste das Rennen wegen Bedenken hinsichtlich der Reifenhaltbarkeit auf dem neuen Asphalt verkürzt werden. Zusätzlich war ein Motorradwechsel vorgeschrieben: Mehr als zehn Runden durften die Fahrer nicht mit einem Reifensatz absolvieren. Marquez blieb eine Runde zu lange draußen und kam erst nach dem elften Umlauf an die Box. Die Folge war die schwarze Flagge – Disqualifikation statt wichtiger Punkte in seiner ersten MotoGP-Saison.
Später überwogen die Erfolgserlebnisse. 2019 setzte sich Marquez in einem packenden Duell mit Maverick Vinales durch. Er übernahm zu Beginn der letzten Runde die Führung, Vinales stürzte beim Versuch, im Kampf zu bleiben. Für Marquez war es zugleich der 55. Sieg auf Honda in der Königsklasse. Damit übertraf er die Marke von Mick Doohan.
Auch sein bislang letzter Grand-Prix-Sieg auf Phillip Island hatte eine ungewöhnliche Vorgeschichte. 2024 geriet beim Start eine von ihm abgezogene Visierfolie unter den Hinterreifen seiner Gresini-Ducati. Marquez verlor mehrere Positionen, arbeitete sich aber wieder nach vorne und bezwang schließlich Jorge Martin im Kampf um den Sieg.
2026 gelang ihm zumindest am Samstag noch ein erfolgreicher Auftritt. Nach der souveränen Pole-Position im Nassen gewann er den Sprint vor seinem Bruder Alex und Fabio di Giannantonio. Er übernahm die WM-Führung. Einen letzten Versuch, seine Grand-Prix-Siegbilanz auf der Insel zu erweitern, ließ das Wetter am Sonntag nicht mehr zu.
«Ich habe tolle Erinnerungen hier. Meine Pole-Runde gestern ist mir gut gelungen. Phillip Island wird immer eine meiner Lieblingsstrecken sein», erklärte Marquez.
Alex Márquez, Marc Márquez, Fabio Di Giannantonio
Foto: Gold & Goose
Sprint-Sieger Marc Márquez
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Alex Márquez
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Willkommen auf Phillip Island
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