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Die Saga rund um Superstar Cristiano Ronaldo und Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus scheint noch nicht beendet. Nun meldet sich Jesus' Anwalt eindrucksvoll zu Wort.
Luis Henrique, der Anwalt des portugiesischen Nationaltrainers Jorge Jesus, hat Cristiano Ronaldo scharf kritisiert. "Du umgibst dich mehr und mehr mit Leuten, die dir nur sagen, was du hören möchtest und immer weniger mit denen, die dir sagen, was du hören musst", schrieb er in seiner Kolumne für die Zeitung "Récord". Henrique wagte auch einen Vergleich zur altgriechischen Mythologie: "Das ist das Schicksal von Göttern und Autokraten: Sie enden allein auf dem Olymp umgeben von Spiegeln."
Der Anwalt erklärte am Anfang der Kolumne, diese Ausgabe sei sein "last dance", sein "letzter Tanz". Ronaldo ist Anteilseigner an der portugiesischen Sportzeitung. Für Henrique lässt sich seine Tätigkeit als Kolumnist der Zeitung nicht damit vereinbaren. "Ronaldo hat einen offenen Konflikt mit Jorge Jesus und indirekt dadurch auch mit mir. Deswegen wäre es für mich nicht angemessen – es wäre sogar beschämend – mit einer Firma zusammenzuarbeiten und Vergütung zu beziehen, an der Ronaldo beteiligt ist."
Die Auseinandersetzung zwischen Ronaldo und Jorge Jesus startete beim Nations-League-Spiel der Portugiesen gegen Norwegen. Portugal gewann die Partie zwar mit 2:1, Ronaldo blieb jedoch 90 Minuten auf der Bank. Im Anschluss an das Spiel war der Kapitän der Nationalmannschaft gekränkt, weil seiner Aussage zufolge Versprechungen seitens des Trainers nicht eingehalten worden waren.
Ronaldo droht nun eine monatelange Sperre in der Nationalmannschaft, die Entscheidung steht allerdings noch aus. In Abwesenheit Ronaldos gewann Portugal alle Spiele.