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Im Zuge der Torhüter-Diskussion beim FC Bayern München hat Ex-Torhüter Rene Adler eine brisante Vermutung zu Manuel Neuer geäußert, was bei einem Eintreten für Jonas Urbig wohl ziemlich schlechte Nachrichten wären.
Adler würde es nicht überraschen, dass die vermeintlich reibungslose Wachablösung zwischen den Pfosten des deutschen Rekordmeisters in naher Zukunft einen Knacks bekommen könnte.
"Wenn jetzt die Diskussion von der Presse von außen vielleicht auch das Klima im eigenen Verein befeuert, dann kann ich mir schon vorstellen - und das zeigt auch die Vergangenheit - dass Manuel Neuer da wieder den Kampfmodus einschaltet und sagt: Komm, auch wenn es vielleicht mein letztes Jahr ist - so einfach gebe ich das nicht hin und ich werde dir auch jetzt nicht den roten Teppich ausrollen", sagte der frühere Nationaltorhüter im Gespräch mit RTL/Sky Sport und betonte: "Dafür ist Manuel Neuer einfach immer noch zu sehr Wettkämpfer und wird immer Wettkämpfer sein."
Unlängst waren tatsächlich Stimmen etwas lauter geworden, die mehr Spielzeit für Urbig einforderten. Neuer hatte sich am vergangenen Wochenende einen haarsträubenden und zugleich historischen Patzer beim 2:2 in Augsburg geleistet, der das schnellste Tor der Bundesliga-Geschichte zur Folge hatte. Auch beim zweiten Gegentreffer sah der Routinier unglücklich aus.
Trainer Vincent Kompany findet indes Gefallen an der Debatte. Sie sei "schön für uns", erklärte der Belgier auf der Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel gegen RB Leipzig und unterstrich damit seine positive Haltung gegenüber Urbig. "Das haben wir schon gesagt, als er im Januar vor zwei Jahren aus Köln gekommen ist." Die Münchner hätten schon "ein Jahr vorher" damit gerechnet, "dass diese Diskussion kommen wird. Das ist auch gut." Der FCB habe eine "gute Konstellation" auf der Torhüterposition, die sich "viele wünschen würden".
Ubrig hütete in der noch jungen Spielzeit bereits dreimal den Kasten der Bayern, zuletzt in Neuers Abwesenheit beim enttäuschenden 3:3 gegen Viking Stavanger in der Champions League. Am Samstag wartet aller Voraussicht nach der nächste Einsatz. Der 40-Jährige verpasste am Freitag das Abschlusstraining.
Adler traut Urbig zu, auf Dauer in Neuers Fußstapfen zu treten. Gleichwohl empfahl der 41-Jährige den Bayern die Verpflichtung einer erfahrenen Nummer zwei, "um halt auch dieses Risiko, mit Jonas Urbig als Nummer eins, abzufedern". Dahingehend nannte er Oliver Baumann (TSG Hoffenheim) und Bernd Leno (FC Fulham), um die es zuletzt tatsächlich auch Gerüchte gegeben hatte.
In den vergangenen Wochen und Monaten hatte Neuer mehrfach angedeutet, seine Karriere im kommenden Sommer beenden zu wollen. Eine endgültige Entscheidung steht allerdings noch aus. Urbig gilt schon länger als sein "Kronprinz".