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Max Verstappen nach 74. GP-Sieg: «Das Rennen sollte Maxico-GP heissen!»
Max Verstappen beim «Maxico-GP» Foto: XPB Max Verstappen beim «Maxico-GP» © XPB

Welcher andere Fahrer als Max Verstappen hätten zum Schluss des ereignisreichen Grand Prix von Mexiko einen wütenden Lewis Hamilton hinter sich halten können? Einen Hamilton, der in einem Ferrari sass, der an diesem Tag schneller war als der Red Bull Racing-Renner von Max.

Aber eben: Aufholen in Mexiko ist das Eine, Überholen das Andere, und Verstappen hat das überaus clever gemacht, schon kurz nach dem Start als er Hamilton eiskalt versauern liess. Klar meldete sich der Brite sofort am Buschtelefon, aber die FIA-Kommissare sahen sich die Situation an und befanden – das ist keiner Strafe würdig.

Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg gibt den Regelhütern Recht: «Hamilton war nie vor Verstappen, daher durfte sich Max durchaus ein wenig breit machen.»

Die Kabbelei zwischen Leclerc und Hamilton ergab eine Fünfsekundenstrafe für den Monegassen, die sass er an der Box ab beim Reifenwechsel, Verstappen sagte Dankeschön und ging in Führung. Die gab er auch nicht ab nach dem Neu-Start (Rennunterbrechung wegen schweren Unfalls von Valtteri Bottas) und auch nicht beim Re-Star im Anschluss an eine späte Safety Car-Phase (nach Kollision Piastri und Lindblad).

Max erzählt: «Jeder weiss, dass unsere Starts in dieser Saison nicht so toll sind. Aber heute haben wir es jedes Mal geschafft, einermassen anständig loszufahren. Das war für den Sieg heute ganz entscheidend.»

«Ganz ehrlich, das hätte ich vor dem Rennen nicht erwartet. Der erste Start hat mein Rennen schon ein bisschen leichter gemacht, dann gab es dieses Ferrari-Duell, das hat mich in eine gute Position gegen Hamilton gebrach. Danach wurde es ein wenig anstrengender.»

«Charles hat mich abgehängt. Ich konnte nicht an ihm dran bleiben. Aber ich konnte mich auf ungefähr fünf Sekunden Distanz halten. Letztlich war das genau jene Distanz, die ich brauchte, um nach Charles’ Strafe vorrücken zu können.»

«Danach hing Leclerc hinter mir, aber in Mexiko ist es nicht, dichtauf zu folgen, weil der Wagen schnell überhitzt. Leclerc musste zurückstecken, um sein Auto zu kühlen.»

«Dann sah ich, wie das Safety-Car direkt aus der letzten Kurve kam und ich nicht mehr an die Box fahren konnte. Ich dachte: ‘Das darf doch jetzt nicht wahr sein!’, denn das wäre dann wahrscheinlich das Ende meiner Siegträume gewesen. »

«Dann gab es jedoch die rote Flagge wegen des Bottas-Unfalls, die alles auf null gesetzt hat. Ich war ein bisschen besorgt, weil unsere Starts in diesem Jahr nicht gut waren, aber glücklicherweise waren sie heute zwei Mal tatsächlich gut, und das hat mir dann den Weg bis zum Ende geebnet.»

«Aber es wurde mir nicht leicht gemacht. Ich meine, Lewis hing in meinem Getriebe, es war im Grunde eine Qualifying-Runde nach der anderen bis zur Zielflagge. Ja keinen Fehler machen! Es ist schön, nach all dem zu gewinnen.»

Max Verstappen nun also mit seinem sechsten Sieg im mexikanischen Autódromo. Der Niederländer lacht: «Ja, sie sollten das Rennen langsam den Maxico-Grand Prix nennen! Das wäre fein. Ich liebe es, hier zu sein. Ich liebe die Stadt, ich liebe die Umgebung, ich liebe die Fans, aber ich habe keine Ahnung, warum es hier oft so gut läuft.»

Übrigens, Max Verstappen ist auf den zweiten WM-Platz vorgerückt, vor Hamilton, Russell und Leclerc.

Ein kluger Kopf hat ausgerechnet: Hätte die Saison in Barcelona begonnen, würde heute Kimi Antonelli sechs Punkte vor Verstappen in der WM führen.

Red Bull Racing ist in Schwung gekommen, leider etwas spät.

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