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Läuft Nicolo Tresoldi in Zukunft für Deutschland oder Italien auf? Diese Frage stellen sich gerade nicht nur die Fußballfans der beiden Nationen, sondern natürlich auch Jürgen Klopp. Der DFB-Trainer hat zuletzt jedoch angekündigt, dass man den Stürmer nicht zu einer Entscheidung drängen dürfe. "Der Junge muss das in dem Moment entscheiden, wo er es entscheiden kann", meinte Klopp bei DAZN: "Und das ist absolut fein."
Eine Herangehensweise, die Ex-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger offenbar nicht befürwortet. Der frühere Profi vom VfB Stuttgart sehe es als keine optimale Idee an, Tresoldi erstmal Zeit zu geben und in eine abwartende Haltung zu gehen. "Jemanden in Ruhe zu lassen, halte ich im Profi-Fußball für keine gute Lösung", sagte Hitzlsperger im Gespräch mit ran. Vielmehr müsse der DFB nun in den Angriffsmodus gehen und Tresoldi aufzeigen, "warum er die richtige Wahl für ihn ist".
Wer Tresoldi bislang tatsächlich noch nicht auf dem Zettel hatte, kommt spätestens jetzt nicht mehr an ihm vorbei: Mit seinem Champions-League-Hattrick für den Club Brügge bei Inter Mailand hat der Stürmer ein echtes Ausrufezeichen gesetzt.
Hitzlsperger gehe allerdings davon aus, dass der DFB schon deutlich länger im engen Austausch mit dem 22-Jährigen steht. "Ich vermute, dass der Verband nicht erst seit seinem Hattrick in San Siro seine Bemühungen verstärkt, sondern das schon vorher getan hat. Denn, dass Tresoldi gut ist, wussten die Insider schon viel früher", sagte der 44-Jährige.
Viele Jahre sprach man in Deutschland von einem Stürmerproblem, doch die Zukunft im Angriff könnte rosig aussehen: Kai Havertz, Nick Woltemade und Jonathan Burkardt scheinen aktuell gesetzt. Dahinter lauern Younes Ebnoutalib oder vielleicht auch Phillip Tietz. Deniz Undav darf man auch nie abschreiben. Die zwei spannendsten und eventuell vielversprechendsten Namen lauten aber Nicolo Tresoldi und Paris Brunner.