Zurück
Kai Havertz hat gegen Aufsteiger Hull City einen unglücklichen Auftritt, der VAR auch. Martin Ödegaard rettete den Tag für den FC Arsenal.
Premier-League-Spitzenreiter FC Arsenal hat am 10. Spieltag einen hart erkämpften 1:0 (0:0)-Sieg eingefahren. Der Titelverteidiger tat sich gegen den defensivstarken Aufsteiger Hull City lange schwer und profitierte dann von einem Torwartpatzer. Hulls Konstantinos Tzolakis ließ einen Schuss von Noni Madueke nach vorne abprallen, Martin Ödegaard staubte ab (72. Minute).
Damit vergrößerte Arsenal seinen Vorsprung auf den ersten Verfolger Manchester City auf sechs Punkte. Die Citizens können aber bei Nottingham Forest (Anstoß um 18.30 Uhr) noch nachlegen. Hull City wartet nach einem starken Saisonstart seit Ende August auf einen Sieg und bleibt mit 11 Punkten im Tabellenmittelfeld.
Arsenal hatte die Partie standesgemäß von Beginn an kontrolliert, tat sich aber schwer damit, gefährliche Situationen zu kreieren. Viele der acht Arsenal-Abschlüsse vor der Pause waren Distanzschüsse. Auch Hull hatte trotz klarem Defensivfokus Offensivaktionen, kam auf sechs Torschüsse.
Die größte Arsenal-Chance vergab Nationalstürmer Kai Havertz in der 40. Minute. Nach Pass von Ödegaard hätte er aus 16 Metern mit freier Bahn zum Tor abziehen können, versuchte aber stattdessen, Semi Ajayi noch aussteigen zu lassen. Er blieb am Fuß des Verteidigers hängen, Chance vertan.
Kai Havertz schlägt die Hände über dem Kopf zusammen
Für den kuriosen Höhepunkt der ersten Hälfte sorgte der Video-Assistent Michael Oliver. Kurz vor der Pause schickte er Schiedsrichter Farai Hallam an den Bildschirm, weil diesem ein klares Halten von Nobel Mendy gegen Havertz im Strafraum entgangen war. Allerdings hatte VAR Oliver offenbar nicht gesehen oder nicht berücksichtigt, dass Havertz bei dieser Aktion knapp im Abseits gestanden hatte.
Die Folge: Schiedsrichter Hallam musste dem Publikum erklären, dass es zwar ein Foul gab, aber trotzdem keinen Elfmeter. Dafür war die Video-Technik nicht eingeführt worden.
Nach dem Seitenwechsel startete Arsenal mit mehr Schwung, aber weiter ohne klare Chancen. Havertz musste nach einer unglücklichen Leistung in der 63. Minute raus, für ihn und Declan Rice kamen Viktor Gyökeres und Mikel Merino.
Auch wenn die Londoner weiterhin nicht glänzten, verdienten sich die Führung doch durch ihren Dauerdruck. Ödegaard schaltete nach der unglücklichen Parade von Tzolakis gedankenschnell und erzielte sein zweites Saisontor.
Mit der Führung im Rücken begann Arsenal zu zaubern. Kurz vor Schluss lupfte Eberechi Eze den Ball zu Merino, der per Hacke zu Madueke weiterleitete. Der 24-Jährige übertrieb es dann, wollte Torwart Tzolakis auch noch ausspielen und blieb hängen.
Nach der Länderspielpaus geht es für Arsenal weiter mit einem Auswärtsspiel bei Newcastle United (Samstag, 21. November, 18:30 Uhr). Hull City hat den nächsten Brocken vor sich, den Tabellendritten Brighton & Hove Albion (Sonntag, 22. November, 15 Uhr).