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Frauen-Bundesliga: Niederlage in Leverkusen: HSV-Frauen rutschen auf Abstiegsplatz

Die Fußballerinnen des HSV sind in der Bundesliga auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Die 0:2 (0:0)-Niederlage bei Bayer Leverkusen kassierten die Hamburgerinnen nach einem folgenschweren Fehler in der Abwehr und einem Konter.

Der 1. FC Nürnberg hatte die Norddeutschen mit seinem überraschenden 4:0-Sieg in Freiburg schon vor dem Anpfiff unter Druck gesetzt. Die Mannschaft von Trainer Rodolfo Cardoso war unter den Strich gerutscht, machte ihre Sache in Leverkusen aber eigentlich gut: ließ wenig zu und hätte mit ein bisschen mehr (Abschluss-)Glück auch in Führung gehen können.

Nach einem Ballverlust vor dem eigenen Strafraum musste der HSV aber durch Cornelia Kramer das 0:1 hinnehmen (58.). In der Nachspielzeit konterte sich Leverkusen dann zum 2:0 durch Lobke Loonen.

Mirzaliyeva überzeugt hinten, Brunnthaler lässt Führung liegen

Die Hamburgerinnen waren gut auf die starken Leverkusenerinnen eingestellt. Die Gastgeberinnen waren zwar optisch überlegen und kamen auch zu einer Handvoll Chancen. Aber das Tor von Kinga Szemik geriet vor der Pause nicht ein einziges Mal ernsthaft in Gefahr. In der Abwehr stach besonders Nigar Mirzaliyeva heraus.

Auf der anderen Seite ging beim HSV allerdings lange offensiv auch nur sehr wenig. Camilla Linberg versuchte es in der 32. Minute mit einem Freistoß auf die Mauerecke. Kein Problem für Rafaela Borggräfe.

Kurz vor der Pause hatten dann aber die Norddeutschen plötzlich das 1:0 auf dem Fuß. Pauline Machtens' Pass ließ gleich fünf Leverkusenerinnen alt aussehen - und Melanie Brunnthaler war frei durch. Doch die Österreicherin scheiterte an Borggräfe (45.).

Linberg-Fehler führt zur Leverkusener Führung

Leverkusen blieb auch nach der Pause das Team mit mehr Ballbesitz - und kam weiter zu Chancen. Beim Abschluss von Maja Sternad war Szemik im kurzen Eck und hatte erneut keine Probleme (54.). Vier Minuten später war die Polin allerdings chancenlos, weil sie von ihren Vorderleute allein gelassen wurden.

Die Rheinländerinnen hatten den HSV am eigenen Strafraum eingeschnürt. Dann kam Linberg an den Ball, doch anstatt zu klären, versuchte die sich an einem Dribbling - und verlor ihn direkt 20 Meter vor dem Tor wieder. Zwei Pässe später - die Hamburgerinnen schauten nur zu - kam Kramer aus sechs Metern zum Abschluss und traf zum 1:0 für den Favoriten.

Karczewska und Stoldt vergeben Ausgleichschancen

Cardoso reagierte mit drei Wechseln: Leila Peneau, Jonna Wrede und besonders Nikola Karczewska sollten noch einmal Schwung ins Offensivspiel der "Rothosen" bringen. Und Karczewska hatte dann auch die Möglichkeit, als sie noch in Svea Stoldts Schuss hineinspritzte. Borggräfe war geschlagen, doch Bayer konnte mit vereinten Kräften klären (75.). Karczewskas zweiter Versuch ging klar über das Tor (85.).

Die letzten Hoffnungen begrub wenig später Borggräfe unter sich, als die Torfrau einen Freistoß von Stoldt parierte (90.+2). Und dann kam es, wie es kommen musste: In der letzten Sekunde der Nachspielzeit erlief die eingewechselte Loonen Borggräfes langen Abschlag, umspielte Szemik und schob zum 2:0-Endstand ein.

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