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Wieder kein Heimsieg: Mainz 05 kassiert Dämpfer gegen Werder

Mainz 05 wartet weiter auf einen Heimsieg in dieser Saison und muss sich beim Tor-Spektakel gegen Werder Bremen über ein Elfer-Kuriosum ärgern. Tietz verliert Duell gegen Füllkrug.

Mainz. Vierter Anlauf, wieder kein Heimsieg für Mainz 05 : Der Fußball-Bundesligist unterlag in einem spektakulären Spiel gegen Werder Bremen mit 2:3. Dabei rächte sich vor 33.305 Zuschauern in der ausverkauften Arena eine verschlafene Anfangsphase, bei der die Mainzer früh 0:2 im Hintertreffen lagen, weil Niclas Füllkrug gleich zwei Elfmeter verwandelte, die Folge von Kontern und ungeschickten 05-Fouls im eigenen Strafraum waren. Zwar startete Mainz noch eine Aufholjagd, kam nach einem Tor von Anthony Caci und nach dem zwischenzeitlichen 1:3 durch Ludovit Reis durch einen Treffer von Jae-sung Lee schnell wieder heran.

Doch am Ende stand nach dem 0:0 gegen Paderborn, dem 1:3 gegen Frankfurt und dem 3:4 gegen Leverkusen die dritte Heimpleite im vierten Versuch dieser Saison. Sorgen musste auch die Defensivleistung machen. Da darf es die Mainzer fast froh stimmen, dass es beim nächsten Spiel im DFB-Pokal beim VfL Bochum (Dienstag, 18 Uhr) wieder auf Reisen geht. Auswärts sind sie in dieser Saison bislang ungeschlagen.

"Stadt und Verein immer im Herzen", zeigen die treuen Mainz-05-Fans vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen.

Zu feiern gab es für Mainz-05-Sportdirektor Niko Bungert so nur vor dem Spiel. An seinem 40. Geburtstag schenkte Sportboss Christian Heidel ihm einen großen Blumenstrauß. Von den Fans gab es großen Applaus von den Rängen - von der Mannschaft aber kein Geschenk. Früh liefen die Mainzer, die gegenüber dem 1:0-Sieg bei Schalke 04 mit der gleichen Startelf angetreten waren, einem Rückstand hinterher.

Der schnelle Werder-Spieler Arthur düpierte den zu weit aufgerückten 05-Verteidiger Kacper Potulski, eilte davon, scheiterte mit einem Schuss zunächst an Torwart Alexander Schwolow, wurde dann aber ungestüm von Stefan Posch gelegt. Elfmeter. Niclas Füllkrug trat an und legte vor im Duell der deutschen Top-Torjäger mit Mainz-Stürmer Phillip Tietz - 0:1 (7.).

Ein früher Schock, der den Mainzern spürbar anzumerken war, die den ballsicheren Bremern zunächst hinterliefen und in der Offensive gegen das fix in den tief verteidigenden Block wechselnde Werder zu viele Fehler machten. Einzige Ausnahme: Standardsituationen. Kacper Potulski scheiterte nach einem Freistoß von Nadiem Amiri an Werder-Torwart Karl Hein, der den Ball über die Latte lenkte (18.). Die Ecke, die folgte, führte Mainz kurz auf Sheraldo Becker aus, dessen Flanke am langen Pfosten Jae-sung Lee nicht gefährlich in Richtung Bremer Tor drücken konnte.

Mainz 05 anfällig bei Kontern und ungeschickt in Zweikämpfen

Geradliniger und gefährlicher war aber Werder, das erhöhte. Und wieder durch einen Strafstoß. Ein Fehlpass von Phillip Tietz führte zum nächsten Konter, Danny da Costa foulte im Strafraum Marco Grüll ungeschickt, Niclas Füllkrug verwandelte die nächste Elfmeter-Chance zum 0:2 (25.). Beinahe erhöhte der Werder-Torjäger, der durch einen Jürgen-Klopp-Satz unter der Woche zu einer möglichen DFB-Nominierung (“Er ist 33“) motiviert gewesen sein dürfte. Doch ein Kopfball, bei dem Füllkrug nach einer Ecke sträflich alleine gelassen wurde, landete nicht im Tor.

Zum Glück für die Mainzer, die aus dem Nichts zurück ins Spiel fanden. Eine Top-Flanke von Sheraldo Becker wuchtete Schienenspieler Anthony Caci zum 1:2-Anschlusstreffer ins Tor (33.). Es war wie ein Wecker, der für die Mainzer klingelte, die auf einmal wach waren und vor der Pause energisch auf den Ausgleich drängten. Pech hatten sie bei einer 20-Meter-Abnahme von Phillipp Mwene, die knapp am Werder-Tor vorbeistrich und bei der Torwart Hein machtlos gewesen wäre.

Sticht bei Mainz 05 als Torschütze und Vorlagengeber hervor: Anthony Caci.

Mainz war dran. Und kassierte trotzdem in der zweiten Halbzeit zunächst den nächsten Dämpfer. Wieder nach einem Konter. Mwene fälschte einen Schuss von Ludovit Reis unhaltbar ab zum 1:3 (61.). Die Entscheidung? Nein. Mainz antwortete postwendend. Lee köpft eine Flanke von Caci zum 2:3 ins lange Eck (63.), wodurch die Arena wieder zu einem Hexenkessel wurde und die Spieler antrieb. Danny da Costa raufte sich die Haare, als ein Schuss von ihm von einem Werder-Verteidiger abgeblockt wurde (68.).

05-Trainer Urs Fischer brachte mit Ransford Königsdörffer (für Lee) einen zusätzlichen Stürmer und mit Silvan Widmer (für Caci) neue Strafraumwucht. Nadiem Amiri verpasste die beste Chance zum Ausgleich, als er an Hein scheiterte (81.). So blieb es beim 2:3. Spieler und Fans von Mainz 05 warten somit weiterhin seit dem 22. März 2026 (2:1 gegen Frankfurt) auf einen Heimsieg in der Bundesliga.

Mainz 05: Schwolow - Caci (75. Widmer), da Costa (85. Nebel), Posch, Potulski, Mwene - Sano - Amiri, Lee (75. Königsdörffer) - Tietz, Becker (85. Hollerbach).

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