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Tennis-Superstar Carlos Alcaraz ist der neue Titelträger beim Wiener ATP-Turnier. Der als Nummer zwei gesetzte Spanier gab am Sonntagnachmittag im Stadthallen-Finale gegen den fünftgereihten Australier Alex de Minaur klar den Ton an, gewann in 1:28 Stunden 6:1,6:4. Alcaraz heimste bei seinem zweiten Wien-Antreten seine heuer insgesamt vierte und in der Karriere 28. Sieger-Trophäe auf der Tour ein, indem er de Minaur dessen heuer erste Niederlage unter Hallendächern zufügte.
01. 11. 2026, 17:28 Uhr Lesedauer: 2 Minuten
Bild: SN/APA/AFP/Joe Klamar/JOE KLAMAR
Carlos Alcaraz zeigt stolz die Siegestrophäe für den Wien-Titel
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Carlos Alcaraz stürmte zum Wien-Titel
"Es war eine großartige Woche, eine sehr emotionale Woche", erklärte Alcaraz bei der Siegerehrung. Sein Dank galt Turnierdirektor Herwig Straka wie auch seinem Team. "Wir hatten eine großartige Zeit auf, aber vor allem auch abseits des Courts." Er habe die Zeit in Wien genießen können. "Es war die beste Entscheidung, die wir treffen konnten, hierher zu kommen. Es ist ein großartiges Turnier. Die Fans sind unglaublich, seit dem ersten Tag. Die Trophy gehört auch euch." Auch de Minaur gab an, sich wohlzufühlen. Und zu Alcaraz schmunzelnd: "Es nervt, gegen dich zu spielen."
In der seit 1974 dauernden Turniergeschichte ist es der dritte Einzelsieg eines Spaniers, 2004 hatten Feliciano Lopez und 2015 David Ferrer gesiegt. 2021 war Alcaraz 18-jährig und in den Anfängen seiner schon jetzt beeindruckenden Laufbahn bis ins Halbfinale gekommen. Nun ist es sein bereits insgesamt zweiter Titel nach einer bei den US Open beendeten Verletzungspause. Anfang Oktober holte der Weltranglistendritte auch in Tokio den Turniersieg. Auch wenn es in Wien nicht zum "Traum-Finale" gegen Alexander Zverev kam, zeigte Alcaraz im Endspiel ein Tennis allererster Güte.
Und das vor allem im ersten Satz, in dem de Minaur wie am Vortag im zweiten gegen Zverev nur ein Gamegewinn gelungen ist. Der glückte dem 27-Jährigen erst bei 0:4, die Entscheidung in diesem Satz war da schon gefallen. Nur eine Breakchance ließ der Favorit zu, nach 36 Minuten stand das 6:1 fest. Enger gestaltete der Weltranglisten-Zehnte das Geschehen im zweiten Durchgang, als Aufschläger zu kämpfen hatte aber vor allem er. Bei 4:5 hatte de Minaur bereits ein 30:0, mit vier Punkten in Folge und einem sehenswerten Matchball beendete Alcaraz aber die Turnierwoche.
Die beiden trafen zum dritten Mal in einem Endspiel aufeinander. 2023 auf Rasen im Londoner Queen's Club gewann Alcaraz in zwei und 2025 in der Halle von Rotterdam in drei Durchgängen. Es war einer von bisher zwei Satzgewinnen von de Minaur in diesen Duellen. "Auch wenn ich besser und schärfer hätte spielen können, Carlos hat besser gespielt als damals", begründete de Minaur die diesmal klarere Niederlage. Und er bescheinigte Alcaraz, sich kontinuierlich zu verbessern und die Schwächen auszumerzen. "Es wird immer härter, gegen ihn zu spielen."
Alcaraz erhält für den Titel 500 Punkte für die Weltrangliste und ein Siegerpreisgeld von exakt 523.305 Euro, für de Minaur gibt es 330 Zähler und 281.540 Euro. In der Weltrangliste rückt Alcaraz das Feld der Verfolger vom ab Montag neuen Leader Zverev und dem rekonvaleszenten Südtiroler Vorjahressieger Jannik Sinner etwas näher heran, sein Rückstand beträgt aber noch immer knapp 3.500 Punkte. Spielerisch hat Alcaraz in dieser Woche aber überzeugt, wie eine Nummer eins auf dem Platz agiert. "Ich bin wieder knapp an 100 Prozent, habe Match für Match besser gespielt."
Ob es nächstes Jahr ein Wiedersehen mit ihm in Wien geben wird, konnte oder wollte Alcaraz nicht beantworten. "Wir werden sehen, ein Jahr ist sehr lange. Schauen wir, was passiert. Aber Wien ist sicher mit oben auf der Liste. Ich habe mich komfortabel, sehr wohl gefühlt." Und das trotz der für ihn langsamen Bedingungen. "Ich hatte bei anderen Turnieren damit immer Probleme, habe mich immer beschwert. Dieses Mal aber habe ich versucht, es zu akzeptieren. Es geht um mich, nicht um den Belag oder die Bedingungen. Das hat mir geholfen, das Beste aus mir herauszuholen."
Der siebenfache Grand-Slam-Turniersieger gewann auch das siebente ATP-Tour-Duell mit de Minaur. Er blieb im Turnierverlauf ohne Satzverlust. Schon davor hatte es im Doppel-Endspiel mit einem 6:1,7:5 über die US-Amerikaner Ryan Seggerman/Learner Tien einen durch Lucas Miedler/Neil Oberleitner fixierten Heimsieg gegeben. Die beiden sind nach dem 1000er-Titelgewinn in Shanghai und dem Finaleinzug in Almaty damit weiter auf der Erfolgswelle. Montagfrüh fliegen sie als Top-20-Spieler zum Masters-1000-Turnier nach Paris ab.
(Quelle: APA)