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Ein Final zwischen Jiri Lehecka und Valentin Vacherot war nicht das Wunschszenario des Gründers und Präsidenten der Swiss Indoors. «Mein Traumfinal wäre Novak Djokovic gegen Ben Shelton gewesen, das wäre eines Grand-Slam-Finals würdig», meint Roger Brennwald am Sonntag zum Abschluss der 55. Ausgabe des ATP-500-Turniers in Basel. Traurig ist er trotzdem nicht.
Mit insgesamt 67'600 Zuschauern – darunter 2500 Gratistickets für Jugendliche – sei es ein Rekord für das Turnier, seit Roger Federer nicht mehr dabei ist. Dazu muss man wissen, dass die Kapazität der Halle aus Sicherheitsgründen von 8600 auf 8100 Plätze reduziert wurde.
Sportlich war das Turnier ein Erfolg. Erstmals habe er 12 Spieler unter Vertrag genommen. «Die Matches waren von einer Qualität, wie wir es selten gesehen haben», zeigt sich Brennwald begeistert. Der Nachteil: Am Wochenende waren die Stars nicht mehr zu sehen, sie mussten sich vorher geschlagen geben. «Der Jérôme schmeisst mir den Shelton raus, der wird noch von mir hören», so Brennwald lachend.
Der Jérôme, das ist der Fricktaler Kym, Nummer 222 der Welt, der am Donnerstagabend nach Mitternacht die ATP-Nummer 4 Shelton ausschaltete. «Ob er wieder eine Wildcard erhält ist sehr fraglich.» Und ernsthaft: «Ich bin auch auf die Leistungen der Schweizer stolz.»
Bereits vor der kurzfristigen Zusage von Novak Djokovic war die Halle für alle Tage praktisch ausverkauft. Doch der Serbe sorgte noch einmal für viel Aufmerksamkeit und Publizität, ebenso wie der Rücktritt von Stan Wawrinka. «Es hat mich alle meine Energie gekostet, aber es war ein Abschied mit viel Liebe», betont der Basler.
Brennwald verweist auch auf die Hochpreisinsel Schweiz. Während Wien mit einem Budget von umgerechnet rund 13 Millionen Franken operiert, waren es in Basel in diesem Jahr fast 19 Millionen Franken. Auch das sei ein Rekord. «Es war das teuerste und aufwändigste Turnier der Geschichte», verrät der 80-Jährige. Die Stadt habe ihre Vorteile («Basel hat Charme»), aber auch Handicaps. «Basel ist klein, die Schweiz ist klein. Wir können beispielsweise nicht zwei Sessions pro Tag anbieten, um mehr Einnahmen zu generieren. Wir kämpfen gegen Weltmetropolen.»
Für Brennwald ist deshalb klar: «Wir können nicht mehr weiter aufstocken. Es ist wichtig, dass wir auch mal zur Ruhe kommen.» Er wolle jedoch noch ein paar Jahre mit seiner hochmotivierten Crew – rund 500 aus der eigenen Organisation und 500 externe – weitermachen.