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Im Duell zwischen den San Antonio Spurs gegen die Dallas Mavericks lieferte Wemby ein Spiel für die Geschichtsbücher ab. Dabei war der Franzose sogar angeschlagen.
Beim knappen 112:111-Heimsieg ließ sich Wembanyama von den Mavs überhaupt nicht stoppen und stand am Ende bei völlig verrückten 52 Zählern (16/28 FG, 1/8 3FG, 19/23 FT), 24 Boards (9 OR), 2 Assists, 2 Steals, 8 Blocks und nur einem Turnover. Und das alles in gerade einmal 34 Minuten.
Und das alles offenbar auch gesundheitlich angeschlagen. "Ich habe mich in letzter Zeit nicht besonders gut gefühlt", gestand der Center im Anschluss an sein doppeltes Career High (Punkte und Rebounds) und weckte damit Erinnerungen an das legendäre "Flu Game" von Michael Jordan. "Ich bin krank. Aber ich hatte das Gefühl, dass ich langsam wieder in Form komme." Seine Abschlussworte klangen in den Ohren der restlichen NBA wie eine Warnung: "Das sollte jetzt also öfter so laufen."
Die restlichen Spurs waren logischerweise begeistert. "Abgesehen von den Dreiern traf er heute 15 von 20 Würfen aus dem Feld, was bedeutet, dass er überall in Korbnähe und rund um die Zone richtig präsent war", lobte Head Coach Mitch Johnson die Spielweise seines Schützlings. "Er war heute Abend einfach unser Mann, und seine Teamkollegen haben ihn dafür auch reichlich belohnt. Er wurde dafür belohnt, dass er einfach auf beiden Seiten des Spielfelds dominiert hat."
Denn Wemby traf nicht nur vorne wie er wollte (fernab des Distanzwurfes), sondern rieb sich auch in der Defensive auf und zeigte, dass der Weg zum Titel des Defensive Player of the Year erneut nur über ihn führen wird. Beispielhaft räumte er zwischenzeitlich drei Mavs-Würfe innerhalb weniger Sekunden ab. "Wenn ich dreimal hintereinander so geblockt werden würde, wäre ich wohl ziemlich verärgert", analysierte Mitspieler Dylan Harper. "Aber so ist Vic eben. Ihm ist auch wichtig, was er in der Defensive kann, und solche Dinge fallen ihm dann ganz leicht."
Harper selbst fiel es weniger leicht, die passenden Beschreibungen und Vergleiche für den Superstar an seiner Seite zu finden. Dass sich Wemby zwischenzeitlich den Knöchel verdrehte, doch zur Schlussphase wieder auf dem Parkett stand, ließ den jungen Guard nur zu einer Schlussfolgerung kommen: "Er ist Superman!" Für Harper spielten dabei allerdings nicht nur Glück, Wille und Adrenalin eine Rolle: "So etwas habe ich noch nie gesehen, aber das zeigt eben auch, wie gut er auf seinen Körper achtet."
Wembanyama selbst erklärte, dass mit seinem Fuß "alles in Ordnung" sei. Harper wählte derweil noch einen weiteren Vergleich: "Er ist im Grunde genommen Wilt."
Der Vergleich mit dem Mann, der so ziemlich alle nahezu uneinholbaren NBA-Rekorde hält, war an diesem Abend auch gar nicht so weit hergeholt. Seit 1973 (und der offiziellen Erfassung von Blocks) hat nur Bob McAdoo in einer Partie mehr als 50 Punkte, 20 Rebounds und 5 Blocks sammeln können. 50 und 20 mit 10 Stocks (Steals + Blocks) gelang seitdem noch keinem einzigen Akteur. Vorher gelang das nur Chamberlain fünfmal.
Zudem ist Wemby nun neben Wilt und Elgin Baylor der einzige Spieler überhaupt, der mehr als 50 Zähler und 20 Boards bei einem Ein-Punkt-Sieg sammeln konnte. Auch betrat er nun den kleinen Kreis der Spieler, die im Alter von 22 Jahren oder jünger schon mehrere 50-Punkte-Spiele vorzuweisen haben. Vor ihm schafften das bisher nur Rick Barry, Devin Booker, LeBron James und Kyrie Irving.
In der Nacht auf Samstag kann der dann wohl noch fittere Wembanyama auf die nächste Rekordjagd gehen. Die Spurs, die nach zwei Niederlagen zum Auftakt nun sechs Siege in Serie eingefahren haben, treffen im NBA Cup auf die Sacramento Kings (1-7).
Detroit Pistons |
Philadelphia 76ers |
106:112 |
Washington Wizards |
Atlanta Hawks |
105:120 |
Brooklyn Nets |
Charlotte Hornets |
114:104 |
Boston Celtics |
Milwaukee Bucks |
109:102 |
New York Knicks |
Chicago Bulls |
135:105 |
Oklahoma City Thunder |
Cleveland Cavaliers |
124:116 |
Memphis Grizzlies |
Indiana Pacers |
103:107 |
New Orleans Pelicans |
Utah Jazz |
120:113 OT |
Houston Rockets |
Minnesota Timberwolves |
107:117 |
Denver Nuggets |
Toronto Raptors |
128:109 |
Phoenix Suns |
Portland Trail Blazers |
119:132 |
San Antonio Spurs |
Dallas Mavericks |
112:111 |
Sacramento Kings |
103:116 |
|
Los Angeles Clippers |