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52 Punkte und 24 Rebounds! Wembanyama-Wahnsinn für die Ewigkeit in der NBA - Luka Doncic liefert ebenfalls die nächste Show

Victor Wembanyama hat den Krimi gegen die Dallas Mavericks nahezu im Alleingang entschieden und dabei völlig verrückte Zahlen aufgelegt. Auch Luka Doncic bestätigt für die Los Angeles Lakers seine MVP-Form.

Nachdem alle Teams am "Election Day" in den USA eine verdiente Pause bekommen hatten, schickte Adam Silver mal eben wieder 28 Teams ins Rennen. Neben Wemby und Doncic präsentierte sich auch Doppel-MVP Shai Gilgeous-Alexander erneut in überragender Verfassung. Von einer solchen sind die Charlotte Hornets meilenweit entfernt und kassieren gegen Moritz Wagner und die Brooklyn Nets die nächste Pleite. LeBron James erreicht beim nächsten Sixers-Sieg derweil auch den nächsten Meilenstein.

Die Highlights der NBA im Mega-Roundup.

NBA: Die Ergebnisse der Nacht auf einen Blick

Detroit Pistons

Philadelphia 76ers

Washington Wizards

Atlanta Hawks

105:120

Brooklyn Nets

Charlotte Hornets

114:104

Boston Celtics

Milwaukee Bucks

109:102

New York Knicks

Chicago Bulls

135:105

Oklahoma City Thunder

Cleveland Cavaliers

124:116

Memphis Grizzlies

Indiana Pacers

103:107

New Orleans Pelicans

Utah Jazz

120:113 OT

Houston Rockets

Minnesota Timberwolves

107:117

Denver Nuggets

Toronto Raptors

128:109

Phoenix Suns

Portland Trail Blazers

119:132

San Antonio Spurs

Dallas Mavericks

112:111

Sacramento Kings

Los Angeles Lakers

103:116

Los Angeles Clippers

Miami Heat

116:117 OT

Dallas Mavericks v San Antonio Spurs

San Antonio Spurs (6-2) - Dallas Mavericks (4-4) 112:111

29 Punkte, 15 Rebounds, 5 Blocks und 2 Steals - starke Partie von Victor Wembanyama! Nee, sorry: Das waren ja nur Wembys Zahlen zur Pause. Der Franzose ließ sich auch in der zweiten Halbzeit von den Mavs nicht stoppen und stand am Ende bei völlig verrückten 52 Zählern (16/28 FG, 1/8 3FG, 19/23 FT), 24 Boards (9 OR), 2 Assists, 2 Steals, 8 Blocks und nur einem Turnover. Und das alles in gerade einmal 34 Minuten.

Das "Alien" war einfach unmenschlich. Seit 1973 (und der offiziellen Erfassung von Blocks) hat nur Bob McAdoo in einer Partie mehr als 50 Punkte, 20 Rebounds und 5 Blocks sammeln können. 50 und 20 mit 10 Stocks (Steals + Blocks) gelang seitdem noch keinem einzigen Akteur. Vorher gelang es einem gewissen Wilt Chamberlain fünfmal.

Wemby durfte sich über ein neues Career High sowohl bei den Punkten als auch bei den Rebounds freuen - und erweiterte sein Highlight-Reel dabei auch noch um etliche Kunststücke. Wer auf Defense steht, durfte drei Blocks in gut zehn Sekunden bewundern, wessen Herz an der Offense hängt, bestaunte eine Ein-Mann-Transition eines 2,24-Meter-Mannes inklusive Dribbling hinter dem Rücken und einer wundervollen Flugshow.

An diesem Abend brauchte San Antonio aber auch jedes einzelne Highlight und vor allem jeden einzelnen Punkt des Franzosen. Mit ihm auf dem Feld standen die Spurs bei +23, wanderte er auf die Bank, gingen die Minuten mit -22 verloren. In der Schlussphase war er zwar mehrfach per Putback zur Stelle, doch verfehlte in den letzten zwei Minuten auch drei wichtige Freiwürfe. 24 Sekunden vor dem Ende traf er jedoch seinen zweiten Versuch zum 112:111. Kyrie Irving verpasste im Anschluss den Gamewinner.

Dylan Harper (21 PTS) und Stephon Castle (17 PTS, 10 REB) waren Wemby noch die größte Hilfe. De'Aaron Fox steuerte noch 10 Zähler bei, doch Devin Vassell (2, 0/8 FG, 0/5 3FG) und Julian Champagnie (0, 0/6 FG, 0/5 3FG) überboten sich gegenseitig mit Backsteinen. Die Spurs trafen als Team magere 13,9 Prozent ihrer Distanzwürfe, sodass die Mavs nach 19 Punkten Rückstand noch einmal zurückkommen konnten.

Dallas' bester Mann war Irving, der auf 29 Punkte kam, aber auch nicht immer zielsicher war (9/27 FG, 5/14 3FG). Deutlich effizienter war Naji Marshall (21, 9/12 FG, 3/3 3FG) unterwegs. PJ Washington (21 PTS, 10 REB) und Cooper Flagg (19 PTS, 10 REB) verbuchten ein Double Double.

Los Angeles Lakers v Sacramento Kings

Sacramento Kings (1-7) - Los Angeles Lakers (7-2) 116:103

Darf man da schon von einer Off Night sprechen? Nachdem Luka Doncic in den letzten beiden Partien 45 und 42 Punkte erzielt hatte, war gegen die Kings schon bei 40 Zählern (11/23 FG, 6/13 3FG, 12/13 FT) Schluss. Für das sechste Spiel in Serie mit mindestens 35 Punkten hat es ja immerhin trotzdem noch gereicht. In acht Auftritten hat der Slowene nun schon 308 Zähler gesammelt. So schnell hatte zuletzt Michael Jordan (303) 1988/1989 in einer Saison die 300er-Marke geknackt. Wilt Chamberlain gelang das sogar fünfmal. Bis zu seinem Rekord (418) fehlte Luka dann doch noch ein gutes Stück.

Für Doncic, der sich nebenbei auch noch 9 Rebounds und 7 Assists sicherte, war es ein ereignisreicher Abend in gleich mehrfacher Hinsicht. Im dritten Viertel legte er sich auch noch mit einem "Fan" an, der den Ball recht rücksichtslos in Richtung von Schiedsrichterin Chelsia Painter geworfen hatte. Der Zuschauer wurde anschließend vom Sicherheitspersonal aus der Halle begleitet.

Sportlich wurde Doncic wieder einmal von Austin Reaves (21 PTS) und Walker Kessler (15 PTS, 6/8 FG, 8 REB, 4 BLK) bestens unterstützt. Im zweiten und dritten Viertel zogen die Lakers zwischenzeitlich etwas an und hatten am Ende keine Probleme mit den Kings.

Sacramento hatte erst im letzten Duell gegen die Mavericks den ersten Saisonsieg gefeiert und konnte nicht auf das seltene Erfolgserlebnis aufbauen. Immerhin füllte Rookie Darius Acuff Jr. den Boxscore gewohnt fleißig (22 PTS, 8/24 FG, 3/11 3FG, 12 AST). Zach LaVine markierte 21 Punkte, Domantas Sabonis sicherte sich mit 16 Zählern und 17 Rebounds ein Double Double.

Philadelphia 76ers v Detroit Pistons

Detroit Pistons (6-2) - Philadelphia 76ers (8-1) 106:112

Die Pistons waren in dieser Saison bisher die einzige Mannschaft, die das neuformierte Sixers-Superteam schlagen konnte. Im Topspiel der Eastern Conference machte Philly allerdings klar, dass die vorerst auch eine einmalige Angelegenheit bleiben sollte.

Nachdem der Spitzenreiter des Ostens sich bisher eigentlich immer auf Tyrese Maxey verlassen konnte, erlebte der 76ers-Spielmacher mit "nur" 19 Punkten (5/16 FG) und 7 Assists einen für seine Verhältnisse eher ruhigen Abend. Joel Embiid machte hingegen nicht nur sportlich mächtig Alarm (26 PTS, 15 REB), sondern löste auch eine hitzige Rangelei aus und durfte sich anschließend über lautstarke Liebesbekundungen in Detroit freuen.

Im Scoring wurde der Center in den eigenen Reihen sogar noch von Jaylen Brown übertroffen, der 30 Punkte (11/19 FG, Season High) auflegte und in der Crunchtime auch in der Defensive zur Stelle war. Der einstige 17-Punkte-Vorsprung der Sixers war nach einem Layup von Cade Cunningham eine Minute vor dem Ende plötzlich auf nur noch vier Zähler geschmolzen und der Pistons-Spielmacher stieg kurz darauf zum Dreier hoch, doch wurde von Brown abgeräumt. LeBron James, der nun als erster Spieler der Geschichte 16.000 Field Goals in seiner Karriere gesammelt hat, schrammte mal wieder nur knapp an einem Triple Double vorbei (13/10/8), während VJ Edgecombe auf 11 Zähler kam. Die gesamte Bank von Nick Nurse brachte es gerade einmal auf 13 Punkte.

Bei den Pistons bestätigte Duncan Robinson, dass er zu den Gewinnern des Saisonstarts gehört. Der Scharfschütze lief erneut von draußen heiß (7/11 3FG) und fand zudem den Weg an die Freiwurflinie (4/6 FT), um auf 27 Punkte zu kommen. Cade Cunningham (26 PTS, 11 AST) und Ausar Thompson (11 PTS, 17 REB) verbuchten jeweils ein Double Double. John Collins steuerte 16 Zähler bei.

Washington Wizards (4-4) - Atlanta Hawks (5-4) 105:120

Atlanta bog in der Hauptstadt schon früh auf die Siegerstraße ein. Asa Newell traf per Tip-in einen Buzzer Beater zum Ende des ersten Viertels (37:32) und Zuby Ejiofor eröffnete den zweiten Abschnitt mit zwei Scores in Transition, sodass Brian Keefe für die Wizards schnell die Auszeit nahm - die allerdings überhaupt nichts brachte und die Hawks mit ihrem 13:0-Lauf auf 48:32 davonzogen. Washington kam im dritten Viertel dank eines Dreiers von Trae Young gegen sein Ex-Team noch einmal auf -4 heran, doch Corey Kispert, der im Young-Trade wiederum nach Atlanta gewechselt war, antwortete kurz darauf mit einem Four-Point-Play. Auch weitere Comeback-Versuche wurden frühzeitig erstickt.

Angeführt wurden die Hawks von Nickeil Alexander-Walker (26, 6/14 3FG). An seiner Seite startete im Backcourt Rookie Kingston Flemings (14, 6/9 FG, 3 REB, 4 AST). CJ McCollum, ebenfalls im Trae-Trade in Atlanta gelandet, hatte Head Coach Quin Snyder um den Wechsel gebeten und steuerte von der Bank 15 Zähler bei. Aaron Wiggins kam als Ersatzmann auf die gleiche Punktausbeute und Onyeka Okongwu schnappte sich ein Double Double (14 PTS, 16 REB).

Gleiches gelang auf der anderen Seite Anthony Davis (26 PTS, 10 REB). Kyshawn George (25), Young (18) und Alex Sarr (11) punkteten ebenfalls zweistellig, während Nr.1-Pick AJ Dybantsa erstmals in seiner NBA-Karriere die Double Digits mit nur 9 Zählern (4/12 FG, 0/1 3FG, 1/4 FT) verpasste.

Charlotte Hornets v Brooklyn Nets

Brooklyn Nets (2-6) - Charlotte Hornets (3-6) 114:104

Der nächste enttäuschende Abend für die Hornets, die nach ihrem 3-1-Start schon die fünfte Pleite in Folge einstecken mussten. Dabei sollte es bei der Truppe von Head Coach Charles Lee endlich wieder in die andere Richtung gehen, zumal Kon Knueppel, im Vorjahr Zweiter bei der Wahl zum Rookie of the Year, sein Saisondebüt feierte. Nur war damit nach nicht einmal sechs Minuten schon wieder Schluss, da der Oberschenkel wohl erneut zwickte.

Die einzigen positiven Schlagzeilen schrieben Naz Reid (28 PTS, 9 REB) und Grayson Allen (22, 5/7 3FG), während die Hoffnungsträger Brandon Miller (10, 2/15 FG, 1/10 3FG) und Coby White (4, 2/9 FG, 0/5 3FG) nahezu null Wurfglück hatten.

Und auch für die deutschen Hornets war es ein Abend zum Vergessen. Dennis Schröder hatte in rund 20 Minuten von der Bank genauso viele Punkte wie Fouls (5). Der Wurf wollte beim DBB-Kapitän, der sich immerhin noch 5 Rebounds schnappte und 4 Assists verteilte, erneut nicht wirklich fallen (1/5 FG). Sowohl Christian Anderson Jr. als auch Hannes Steinbach kassierten ein DNP - Coach's Decision und blieben komplett ohne Einsatzzeit.

So durfte Moritz Wagner auf der anderen Seite Schwarz-Rot-Gold noch am längsten auf dem Parkett vertreten. Der Nets-Big nutzte seine 20 Minuten für 6 Zähler (3/4 FG). Noch größeren Anteil an Brooklyns Aufholjagd nach 50:57-Pausenrückstand hatten Michael Porter Jr. (26 PTS, 10 REB) und Julius Randle (22), die von Wagners Bankkollegen Mikel Brown Jr. (18) und Danny Wolf (13) fleißig unterstützt wurden.

Boston Celtics (6-2) - Milwaukee Bucks (1-7) 109:102

Pflichtsieg für die Celtics, die ohne den geschonten Jayson Tatum und Payton Pritchard, der im vierten Viertel mit einer Schürfwunde am rechten Auge ausfiel, in der Schlussphase aber noch einmal ordentlich zittern mussten. Boston hatte im zweiten Viertel schon mit 22 Zählern in Front gelegen, doch ein 26:12-Run der Bucks sorgten im dritten Viertel schon wieder vorsichtig für Spannung. Im Schlussabschnitt schluderten die Kelten weiter und sieben Minuten vor dem Ende lag Milwaukee erstmals mit 92:91 in Führung. Boston wachte aber rechtzeitig wieder auf, es ging ein wenig hin und her, bevor die Celtics die letzten drei Minuten mit 12:5 für sich entschieden und den bereits fünften Heimerfolg eintüteten.

Bester Scorer war Paul George (25, 8/18 FG, 5/9 3FG), der von Downtown auch den Dagger traf. Der Neuzugang füllte den Boxscore zudem noch mit 3 Rebounds, 4 Steals, 5 Assists - und 6 Turnovern. Derrick White hatte Probleme von draußen (1/7 3FG), doch ackerte sich trotzdem zu 24 Zählern und 7 Vorlagen. Mitchell Robinson brachte es aus dem Zweierbereich auf eine ähnliche Quote (1/8 FG), wühlte aber immerhin gewohnt an den Brettern (10 REB, 6 OR). Gleiches galt auch für Neemias Queta (9 PTS, 12 REB, 4 OR) und Baylor Scheierman (9 PTS, 11 REB, 3 OR).

Die Bucks, die nun alle ihre vier Auswärtsspiele verloren haben, wurden von Tyler Herro (25, 4/10 3FG) angeführt. Jaime Jaquez Jr. steuerte 18 Punkte bei, während Myles Turner (12 PTS, 9 REB) und Ryan Rollins (13 PTS, 9 REB) jeweils nur knapp ein Double Double verpassten.

Chicago Bulls v New York Knicks

New York Knicks (4-4) - Chicago Bulls (1-7) 135:105

Knappes Duell im ersten Viertel zwischen den Chicago Bulls und Jalen Brunson, das der Knicks-Spielmacher jedoch mit 22:21 für sich entscheiden konnte. Zu Chicagos Pech spielte der Finals-MVP auch gar nicht alleine, sodass die Truppe von Head Coach Tiago Splitter nach zwölf Minuten schon mit 21:43 zurücklag. Immerhin hatte man kurzzeitig mit 6:4 geführt.

Danach schoss sich der amtierende Champion allerdings in einen Rausch und stand schon zur Pause bei 84 Punkten. Das gelang den Knickerbockern in ihrer langen Geschichte zuvor nur 1988. In der zweiten Hälfte nahmen die Knicks dann netterweise bei +44 langsam den Fuß vom Gas. Auch Brunson gab sich dann mit insgesamt 33 Punkten (10/17 FG, 5/10 3FG) zufrieden. OG Anunoby verwandelte auf dem Weg zu 18 Zählern elf Freiwürfe und Karl-Anthony Towns blieb bei seiner Reise zu 17 Punkten und 12 Rebounds aus dem Feld perfekt (5/5 FG, 2/2 3FG). Dalton Knecht feierte nach seinem Absturz bei den Lakers in 16 Minuten ein starkes Debüt (10, 4/6 FG, 2/4 3FG, 7 REB) im Madison Square Garden.

Die Bulls, die auch offensiv wenig zustande bekamen (38,5 FG%, 22,7 3FG%), wurden ihrem Ruf als schlechteste Defense der Liga absolut gerecht und kassierten nun bei der sechsten Pleite in Serie erneut mindestens 124 Punkte. Auch Rookie Caleb Wilson (5, 2/12 FG, 1/7 3FG) konnte am anderen Ende kaum für Aufmunterung sorgen. Mit Tre Jones und Jaylin Sellers kamen die beiden besten Scorer von der Bank. Sie sammelten jeweils 14 Zähler.

Cleveland Cavaliers v Oklahoma City Thunder

Oklahoma City Thunder (6-2) - Cleveland Cavaliers (4-4) 124:116

Falls es jemand bei all dem Doncic-Wahnsinn der ersten Saisonwochen vergessen haben sollte: Der amtierende Doppel-MVP trägt noch immer den Namen Shai Gilgeous-Alexander und SGA möchte um den Titel des wertvollsten Spielers der Liga gerne noch ein kleines Wörtchen mitreden. Nachdem er die Thunder schon zwei Abende zuvor mit 43 Punkten gegen Cleveland zum Sieg getragen hatte, schulterte er sein Team beim Rematch mit 42 Zählern (11/26 FG, 5/11 3FG, 15/19 FT) und 8 Assists erneut zum Erfolg.

Am meisten Last nahm ihm noch Backcourt-Partner Ajay Mitchell ab, der 23 Zähler sammelte. Rookie Bennett Stirtz (16, 4/7 3FG) zeigte zudem von der Bank die bisher beste Leistung seiner noch jungen NBA-Karriere. Kenrich Williams kam auf 13 Zähler. Da bei OKC nun auch noch Jaylin Williams mit Rückenprobleme fehlte, rückte Rookie Aday Mara (9 PTS, 5 REB) im Frontcourt neben Isaiah Hartenstein (3 PTS, 12 REB, 4 AST) erstmals in die Starting Five.

Die Cavaliers lagen schon im zweiten Viertel mit -25 zurück, doch berappelten sich vor der Pause noch einmal und beendeten die erste Hälfte mit einem 19:10-Lauf, bevor sie anschließend das dritte Viertel mit einem 9:0-Run eröffneten und sich langsam in Schlagdistanz brachten. Zwar zog OKC wieder nach und nach davon, doch Cleveland bäumte sich kurz vor Ende noch ein letztes Mal auf: 1:47 vor Schluss ließen die Thunder bei 115:102 fast schon austrudeln, doch Donovan Mitchell traf drei Dreier in Serie, um für Spannung zu sorgen. Doch SGA wehrte von der Linie jeden Comeback-Versuch ab.

Mit 27 Punkten führte Mitchell die Cavs auch an. Evan Mobley verbuchte mit 16 Zählern und 10 Rebounds ein Double Double. James Harden (19 PTS, 9 REB) und Mario Hezonja (12 PTS, 8 REB) verfehlten ein solches nur knapp. Sorgen bereitete Cleveland neben der nächsten Niederlage auch die nächste Verletzung. Jarrett Allen musste nach einer Knie-Kollision mit Jared McCain frühzeitig in die Kabine. Auch Tyrese Proctor (11, 4/7 FG), der von Cavs-Coach Kenny Atkinson überraschend in die Startformation berufen wurde ("Bauchgefühl"), erwischte es am Knöchel.

Memphis Grizzlies (6-2) - Indiana Pacers (3-6) 103:107

Ty Jerome stemmte sich wie schon beim Overtime-Krimi gegen die Pelicans in der Schlussphase gegen die Pleite und traf 28 Sekunden vor dem finalen Buzzer einen Floater zum 103:104 aus Sicht der Grizzlies. Die Pacers wussten im Gegenzug auch nicht immer ganz genau, was sie taten, doch der Ball wanderte gegen den Druck irgendwie in die freie Ecke und in die Hände von Aaron Nesmith - und der netzte den Dreier eiskalt mit Foul. Den anschließenden Freiwurf ließ er zwar liegen, doch Memphis konnte nicht noch einmal zurückschlagen.

So mussten die Grizzlies nach dem 6-0-Start die zweite Niederlage nacheinander hinnehmen. Jerome versuchte, mit 23 Punkten (10/20 FG) trotz der Pleite seinen märchenhaften Saisonstart fortzuschreiben, doch hatte wenig Glück hinter der Dreierlinie (2/10 3FG). Cedric Coward kam ebenfalls auf 23 Zähler und Zack Edey verbuchte ein Double Double (11 PTS, 13 REB). Rookie Cameron Boozer erwischte einen seiner schlechteren Abende (10 PTS, 4/14 FG, 6 REB, 4 AST, 5 TO).

Die Pacers konnten auf der Gegenseite schon vor Spielbeginn ihr Glück kaum fassen: Head Coach Rick Carlisle hatte nach der absurden Partie gegen die Hawks mit einem Sechs-Mann-Kader plötzlich doppelt so viele fitte Spieler für seine Rotation zur Verfügung. Darunter auch Center Ivica Zubac, der sich bei seiner Rückkehr nach Knöchelproblemen jedoch noch etwas rostig präsentierte (1, 0/5 FG). Bester Scorer war Andre Nembhard mit 22 Punkten. Auf den Guard folgten Pascal Siakam (20) und der späte Held Nesmith (16).

Minnesota Timberwolves v Houston Rockets

Houston Rockets (7-2) - Minnesota Timberwolves (6-3) 107:117

Dank eines starken Schlussspurts haben die Timberwolves auch ohne den weiterhin verletzten Anthony Edwards gegen den Ex-Spitzenreiter der Western Conference einen Comeback-Sieg gefeiert. Noch Mitte des Schlussviertels führte Houston mit 94:91, doch sieben Zähler von LaMelo Ball im Rahmen eines schnellen 10:2-Runs drehten die Partie. Die Rockets kamen rund zwei Minuten vor dem Ende noch einmal auf zwei Punkte heran, doch Jonathan Kuminga traf erst einen Dreier und dann einen Tip-in zur Entscheidung.

Kuminga zeigte mit 16 Punkten (5/10 FG, 4/7 3FG), 8 Rebounds und 5 Assists eine rundum starke Vorstellung. Auch sein Ellenbogen zeigte sich zwischendurch äußerst zielsicher und fand das Gesicht von Rockets-Center Alperen Sengün. Zur Belohnung gab es ein Flagrant 1. Im Scoring wurde der Forward derweil noch von Bones Hyland (19), Ball (20) und Ayo Dosunmu (21) übertroffen. Beeindruckend und besorgniserregend zugleich: Die Wolves trafen besser aus dem Feld (52,9 FG%) als von der Freiwurflinie (52,6 FT%).

Die Rockets wurden auf der anderen Seite von Kevin Durant (21) und Fred VanVleet (18) angeführt. Sengün schnappte sich mit 17 Zählern, 12 Boards und 10 Vorlagen ein Triple Double. Houston konnte - abgesehen von der Freiwurflinie - nicht mit den Quoten von Minny mithalten und erlaubte sich zu allem Überfluss noch mehr Turnover, die von Minnesota für 33 Punkte genutzt wurden.

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