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Nach sieben Spieltagen haben es sich der FC Bayern München und Borussia Dortmund an der Tabellenspitze bequem gemacht. Mit jeweils 17 Punkten liegen beide Teams schon vier Punkte vor dem SC Freiburg auf dem dritten Rang. Das Spiel am 31. Oktober um 18:30 Uhr in der Allianz Arena wird entscheiden, wer als Tabellenführer in den November geht. Vor dem Spiel trennen beide Teams nur das bessere Torverhältnis. Bayern steht bei +19 und der BVB bei +8 Toren. Der FC Bayern zog nach dem fünften Spieltag durch einen dominanten 6:1-Sieg gegen RB Leipzig an Borussia Dortmund vorbei, denn der BVB spielte nur 0:0 bei Union Berlin. Eine Woche später bezwang Dortmund Eintracht Frankfurt mit 1:0. Bayern gewann beim SC Freiburg mit 3:1.
Beide Kader sind gespickt mit Weltklasse-Spielern. Ausgerechnet zwei Österreicher können am Ende den Unterschied ausmachen: Marcel Sabitzer bei Borussia Dortmund und Konrad Laimer beim deutschen Rekordmeister. Während Marcel Sabitzer im System von Niko Kovač fest als Mittelfeldstratege eingeplant ist, ist Konrad Laimer für seine Flexibilität bekannt. Der 29-Jährige agiert in dieser Saison entweder als Rechtsverteidiger oder als defensiver Mittelfeldspieler vor der Abwehr. In der Vorsaison bestritt er sogar einige Spiele als Linksverteidiger.
Bayern muss beim Klassiker auf die unmittelbare Unterstützung von Coach Vincent Kompany verzichten. Der Belgier brach beim Training der zweiten Mannschaft zusammen und steht bis auf Weiteres nicht zur Verfügung. Gute Besserung und eine vollständige Genesung an dieser Stelle!
Bayern gegen Dortmund ist das Spitzenspiel in Deutschland. Außer Bayer Leverkusen in der historischen Spielzeit 2023/24 schaffte es keine andere deutsche Mannschaft, dem FC Bayern derart Paroli zu bieten wie die Dortmunder. Die aktuelle Tabellensituation bestätigt dies. Nach sieben Spielen ist Borussia Dortmund punktgleich und kann folgerichtig mit einem Sieg auf drei Punkte davonziehen. Ein Dortmunder Sieg würde die Mannschaft erstmals seit dem vierten Spieltag zurück an die Tabellenspitze katapultieren. Auch psychologisch wäre ein Sieg extrem wichtig, denn Dortmund konnte seit fünf Klassikern nicht mehr gegen den FC Bayern gewinnen. Den letzten Erfolg gab es am 30. März 2024 in München. Damals gewann der BVB mit 2:0. Danach folgten drei Siege des FC Bayern und zwei Unentschieden. Beim Supercup-Finale im August 2026 konnte Bayern den BVB mit 2:1 bezwingen.
Anstelle von Vincent Kompany wird Co-Trainer Aaron Danks an der Seitenlinie stehen. Danks übernahm die Bayern-Elf bereits am Sonntag gegen den SC Freiburg. Taktisch wird sich dadurch nicht viel verändern. Das Trainerteam der Bayern verfolgt einen anderen taktischen Ansatz als die Dortmunder. Niko Kovac setzt auf eine stabile Defensive und legt großen Wert auf möglichst wenig Gegentore. Bayerns Taktik basiert auf Flexibilität, dominantem Ballbesitz und einem aggressiven Umschalt- und Pressing-Verhalten. In dieser Saison zeigte sich der amtierende Meister insbesondere im heimischen Stadion von der besten Seite. Drei Siege und ein Torverhältnis von 18:2 sprechen eine deutliche Sprache.
Konrad Laimer spielt beim FC Bayern eine tragende Rolle. Laimer liefert, und das auf jeder Position, auf der er eingesetzt wird. Vincent Kompany schätzt ganz besonders seine intensive Spielweise. Zudem ist sein Positionsspiel überragend. Er schafft es immer wieder, den Ball in den ersten Sekunden nach einem Ballverlust zurückzuerobern. Seine Fähigkeit, sich aus dem Mittelfeld in die Abwehr zurückfallen zu lassen, dürfte gegen den BVB ein entscheidender Vorteil sein.
Auch im Offensivspiel bewies Konrad Laimer immer wieder seine Qualitäten. Gegen Viking Stavanger in der Champions League gelang ihm sogar eine Torvorlage. In der vergangenen Bundesliga-Saison erzielte er in 29 Spielen 3 Treffer und bereitete 9 weitere vor. Eine sehr starke Bilanz für einen tendenziell eher defensiven Spielertypen. Bei Sofascore erreichte er eine Bewertung von 6,81
Mit Harry Kane, der gerade erst mit dem Ballon d’Or ausgezeichnet wurde, verfügt der FC Bayern zudem über den aktuell weltbesten Fussballer, den Laimer mit seinen Vorlagen entscheidend in Szene setzen könnte.
In der aktuellen Saison steht er nach vier absolvierten Spielen noch bei null Scorern. Seine durchschnittliche Sofascore-Bewertung liegt bei 6,48 von 10 Punkten. Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Seine durchschnittliche Zweikampfquote von 26 % ist ebenfalls ausbaufähig. Im letzten Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig wurde er nach 59 Minuten durch Josip Stanisic ersetzt. Das Spiel schloss er mit einer Bewertung von 6,6 ab.
Der 32-Jährige pendelt bei Borussia Dortmund zwischen Startelf und Bank. Trotzdem kam er in der laufenden Saison bereits in acht Pflichtspielen zum Einsatz. Ein Tor gelang ihm bislang noch nicht. Sabitzer ist ein moderner Box-to-Box-Mittelfeldspieler. Seine Karriere startete er ursprünglich als Stürmer bzw. als Flügelspieler. Heutzutage wird er nur noch im Zentrum eingesetzt. Er glänzt mit extremer Laufbereitschaft und einer aggressiven Zweikampfführung, ohne seinen Offensiv-Geist zu verlieren. Aber sein Offensiv-Output wird weniger. Konnte er 2023/24 noch 15 Scorerpunkte in Pflichtspielen sammeln, waren es in der Vorsaison nur noch fünf Scorer in 34 Spielen.
Beim Klassiker trifft Sabitzer auf seinen Ex-Klub. Zwischen 2021 und 2023 lief er insgesamt 54-mal für die Münchner auf. Dabei gelangen ihm vier Scorerpunkte. Ob Kovac Sabitzer von Beginn an aufs Feld schickt oder zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen lässt, ist nicht vorhersehbar. Dass er mit Druck umgehen kann, bewies er bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Nordamerika. Dort präsentierte er sich stark und erzielte beim 3:3 gegen Algerien sogar einen wichtigen Treffer für die Nationalmannschaft Österreichs.
Beim BVB konkurriert er in dieser Saison mit Jobe Bellingham, Felix Nmecha und Joey Veerman um möglichst viele Spielminuten. Durch die Bänderverletzung im rechten Sprunggelenk von Konstantinos Karetsas am 17. Oktober gegen den 1. FC Union Berlin (0:0) dürften seine Chancen auf mehr Einsatzzeit deutlich gestiegen sein.
Wer es schafft, beim Klassiker das Mittelfeld zu kontrollieren, hat eine sehr gute Chance, das Spiel zu gewinnen. Laimers Aufgabe wird darin bestehen, den Dortmunder Spielaufbau sofort unter Druck zu setzen. Sollte Sabitzer in der Startelf stehen, wird er zu einem möglichen direkten Gegenspieler, sofern Sabitzer im Mittelfeld eingesetzt wird. Sabitzers Fähigkeit, den Ball auch unter Druck anzunehmen und schnell weiterzuspielen, ist die Antwort auf Laimers Intensität.
Ebenso spielen die richtigen Umschaltmomente eine entscheidende Rolle. Wenn Bayern den Ball verliert und Laimer sofort ins Gegenpressing geht, entsteht hinter ihm ein Raum, in dem Sabitzer oder ein anderer Spieler auf dieser Position den Ball annehmen und mit Tempo auf die Bayern-Abwehr zustürmen kann. Das Ziel von Dortmund muss es sein, solche Momente zu erzwingen.
Auch das Thema Standardsituationen ist nicht zu unterschätzen. Sabitzers Hereingaben zählen zu den konstanten Stärken seiner Karriere. Schafft es Dortmund, genügend Ecken und Freistöße in gefährlichen Situationen zu erzwingen, kann Sabitzers Qualität bei ruhenden Bällen entscheidend werden. Die Bayern-Abwehr um Dayot Upamecano muss wachsam sein. Gleiches gilt für Neuer-Ersatz Jonas Urbig. Dieser muss hohe Bälle möglichst herunter pflücken und die Defensive bestmöglich organisieren. Idealerweise schafft er es nach gefangenen Bällen, einen direkten Gegenangriff einzuläuten.
Alles andere als ein Heimsieg der Bayern würde einer großen Überraschung nachkommen. Auch wenn man den Ausfall von Vincent Kompany verkraften muss, gehen die Münchner als klarer Favorit in den Klassiker. Auch wenn Konrad Laimer noch nicht optimal in der Saison drin ist, wird er dem Spiel seinen Stempel aufdrücken. Die Wahrscheinlichkeit, ihn in der Startelf zu sehen, ist jedenfalls deutlich höher als Marcel Sabitzer von Beginn an zu sehen. Vergleicht man den Bayern-Kader mit dem BVB-Kader, ergibt sich ebenfalls ein sehr klares Bild. Die Bayern sind auf jeder Position besser besetzt als Borussia Dortmund. Lässt Niko Kovac Marcel Sabitzer starten, dann muss er an seine Form bei der Weltmeisterschaft kommen. Ansonsten bringt auch seine außerordentliche Erfahrung keinen Mehrwert.
Der FC Bayern ist die beste Mannschaft in Deutschland und geht deshalb in jedes Spiel als Favorit. Dies lässt sich an den Bundesliga-Quoten sehr gut erkennen. In dieser Saison erzielten sie 18 Tore in gerade einmal drei Heimspielen. Diese teilen sich auf einen 5:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart, einen 7:0-Sieg gegen Union Berlin und einen 6:1-Erfolg gegen RB Leipzig auf. Dennoch muss jedes Spiel erst einmal gespielt werden.
Konrad Laimer könnte im Klassiker nicht nur defensiv, sondern auch im Offensivspiel eine wichtige Rolle übernehmen. Dieser Betway-Wettschein kombiniert einen Sieg des FC Bayern mit mindestens einer Torvorlage von Laimer. Bei Betway liegt die Quote für diese Kombination bei 4,75. Damit die Wette aufgeht, müssen die Münchner das Spiel gewinnen und Laimer direkt an einem Tor beteiligt sein, indem er die Vorlage liefert.
Borussia Dortmund hat im Klassiker die Chance, mit einem Auswärtssieg ein Ausrufezeichen im Titelkampf zu setzen. Dieser Wettschein von Betway setzt darauf, dass der BVB alle drei Punkte aus München mitnimmt. Bei Betway gibt es dafür eine Quote von 6,50. Damit die Wette aufgeht, muss Dortmund die Bayern trotz ihrer starken Heimbilanz bezwingen und sich in diesem direkten Duell um die Tabellenspitze durchsetzen.
Spiele verantwortungsvoll, denn selbst die beste Recherche garantiert keine Erfolge. Glücksspiel kann süchtig machen.
Bayern München wird alles daran setzen, das Mittelfeld unter Kontrolle zu halten. Vieles deutet darauf hin, dass sich Niko Kovac zunächst auf die Defensive fokussieren wird und aus schnellen Ballgewinnen Kapital schlagen wird. Die Ausfälle der beiden Griechen Karetsas und Konstantelias wiegen jedoch schwer. Ob Marcel Sabitzer beide einigermaßen ersetzen kann, bleibt abzuwarten, ist aber nicht sehr wahrscheinlich. Bei Standardsituationen hat Sabitzer aber mehr Qualität. Diesen Trumpf gilt es auszuspielen.
Die Spieler des Rekordmeisters haben beim Sieg in Freiburg gezeigt, dass sie den Zusammenbruch von Coach Vincent Kompany verkraftet haben und auch ohne ihren Trainer bestehen können. Nun sind seine Spieler erneut in der Verantwortung, Kompanys Spielsystem umzusetzen. Eine tragende Rolle dabei spielt Konrad Laimer aus Österreich. Schafft er es, eine kleine Schippe auf seine bislang gezeigten Leistungen in dieser Saison draufzulegen, stehen die Chancen sogar noch besser als ohnehin schon.
Bild: KI-generiert