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Historisches Debakel: Sechste Pleite macht Gladbachs Rekord-Krise perfekt
Alexander Blessin, Mann mit Kappe und Hoodie
Copyright: IMAGO / fohlenfoto Alexander Blessin, Mann mit Kappe und Hoodie.

Die Situation bei Borussia Mönchengladbach spitzt sich dramatisch zu. Im sechsten Spiel der Saison war erneut nichts zu holen. Gegen den unmittelbaren Rivalen aus Hoffenheim setzte es eine 1:2-Pleite, was die sechste Niederlage nacheinander darstellt.

Dieser Umstand markiert den übelsten Auftakt in der kompletten Club-Historie. Das Team rangiert ohne Zähler auf dem letzten Tabellenplatz.

Blessin-Effekt? Bislang Fehlanzeige!

In der Historie der Bundesliga kommt ein solcher Fehlstart selten vor. Bislang traf es nur drei weitere Mannschaften derart schlimm: den VfL Bochum (2022/23), Mainz 05 (2020/21) sowie Fortuna Düsseldorf (1991/92). Einen winzigen Hoffnungsschimmer gibt es für die Gladbacher dennoch: Sowohl Mainz als auch Bochum sicherten sich schlussendlich den Verbleib in der Liga. Das berichtet „sportbild.bild.de“.

Die erwartete Wende mit dem neuen Coach Alexander Blessin (53) ist ebenfalls ausgeblieben. Im Anschluss an die schmerzhafte Derby-Niederlage in Köln (1:2) misslang jetzt auch die Heim-Premiere auf der Trainerbank der Borussia. Der frische Wind durch den Tausch von Eugen Polanski (40) gegen Blessin ist anscheinend schon wieder weg.

Den stärksten Augenblick hatte der Trainer neben dem Spielfeld. Kurz vor dem Halbzeitpfiff nahm Blessin einen weiten Befreiungsball an der Seitenlinie souverän an. Er spielte in der Spielzeit 2005/06 selbst für Hoffenheim in der Regionalliga. Diese Aktion ließ sein Talent als ehemaliger Fußballer erkennen.

Auf dem Spielfeld musste sein Team allerdings einen frühen Rückschlag hinnehmen. Schon in der 11. Minute erzielte Conté nach einem Zuspiel von Prass das 1:0 für Hoffenheim. Es war für den frischgebackenen Nationalspieler das zweite Tor in der zweiten Partie hintereinander. Die Gastgeber zeigten zwar Anstrengung, entwickelten im Angriff aber kaum Durchschlagskraft. Zudem hatten sie Glück, dass Rots an Nicolas scheiterte (23.) und ein direkter Freistoß von Asllani am Querbalken landete (42.).

Kurzes Aufbäumen der Borussia schnell beendet

Nach Wiederanpfiff flackerte bei den Hausherren kurz ein Hoffnungsschimmer auf, denn Mohya gelang mit einem tollen Schlenzer der Ausgleich (49.). Das Glücksgefühl hielt jedoch nicht lange an. Lediglich fünf Minuten danach versetzte Prass den Gladbachern den entscheidenden Stoß und traf aus kurzer Entfernung zum 2:1 für die Gäste (54.). Davor gab es eine strittige Szene im Strafraum der TSG: Baumann kollidierte bei einer Hereingabe mit Diks, doch Referee Storks ließ die Partie laufen und der VAR schaltete sich ebenfalls nicht ein.

Während die Misere in Gladbach geschichtliche Dimensionen erreicht, herrscht in Hoffenheim Erleichterung. Die TSG schaffte nach vier verlorenen Pflichtspielen nacheinander einen wichtigen Erfolg. Dieser Sieg gibt auch dem jüngst in die Kritik geratenen Coach Christian Ilzer (48) fürs Erste wieder etwas mehr Sicherheit. (red)

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