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Max Verstappen sauer nach verpasster Formel-1-Pole in Austin: "Das ist keine Ausrede"
Max Verstappen ist mit seinem USA-Qualifying unzufrieden, Foto: IMAGO / PsnewZ

Üblicherweise gibt es im letzten Segment eines Formel-1-Qualifyings nur mehr wenig Funkverkehr. Bei Max Verstappen war der Großteil der Wortmeldungen im Q3 in Austin entsprechend vulgär: "Das Auto ist völlig unfahrbar. Komplett im Arsch." Letzteres in vierfacher Ausfertigung. Das Qualifying war bei Red Bull gekippt, und Verstappen selbst mit Startplatz zwei angefressen.

"Natürlich, wenn du auf die Tabelle schaust, dann ist Platz zwei ein gutes Ergebnis, nett, aber wir haben uns mehr erhofft", stellt Verstappen klar. "Das war nichts." Am Ende unterlag er Kimi Antonelli im Kampf um die Pole für den USA-GP um 0,179 Sekunden. Zum Frust trug bei, dass er eine Viertelstunde vorher wie ein haushoher Favorit ausgesehen hatte.

Verstappen war locker mit nur einem Schuss durch Q1 gekommen. Zu Beginn von Q2 zog er dann diesen gebrauchten Reifensatz ein zweites Mal auf - und fuhr eine sensationelle Runde, eine 1:34,471. Die Runde war so gut, dass er sich am Ende von Q2 gar nicht einmal mehr die Mühe machte, einen neuen Reifen auszupacken. Nur drei Fahrer konnten ihn mit neuen Reifen schlagen.

Mysteriöse Red-Bull-Verwandlung im Austin-Qualifying

Damit wähnte sich Verstappen schon fast mit einer Hand auf Pole: "Für Q3 hatte ich große Hoffnungen. Leider hat es sich einfach schlecht angefühlt. Ich hatte nicht den Grip, den ich wollte, konnte im letzten Sektor nicht auf die Hinterachse vertrauen, das hat mir zu viel Zeit gekostet." Sein erster Q3-Versuch mit neuen Reifen war eine 1:34,214 - nur zweieinhalb Zehntel schneller als die Q2-Runde auf den alten Reifen.

Wie die Balance innerhalb einer Viertelstunde und trotz eines Wechsels auf neue Reifen so verschlechtern konnte, ist Verstappen ein Rätsel: "Sicher, der Wind hat zugenommen, aber das ist keine Ausrede, warum der erste Versuch sich so angefühlt hat." Erst im zweiten Teil von Q3 änderte sich der Wind signifikant, wodurch sich nicht nur Verstappen, sondern auch die Fahrer um ihn herum im zweiten Q3-Versuch sowieso nicht mehr verbessern konnten.

Verstappens spektakulärer Quersteher auf diesem zweiten Versuch spielte da keine Rolle mehr: "Du siehst, dass es nichts wird, mit dem Rückenwind an mehreren Stellen. Dann pushst du etwas mehr, erwischst eine Welle falsch und das Auto reagiert wie ein Känguru, rutscht komplett, und dann weißt du, die Runde ist vorbei."

Max Verstappen verwirrt: Red Bull muss sich das anschauen

Auf dem ersten Versuch war der Wind aber besser, und der Red Bull trotzdem schlecht: "Das müssen wir uns anschauen. Sehr komisch, das beste Gefühl auf einem gebrauchten Reifensatz zu haben." Dass er durch die lange Pause aus dem Rhythmus gekommen sein könnte, verneint er. Nach seinem frühen Q2-Versuch fuhr er in diesem Segment schließlich nicht mehr raus und stand so eine gute Viertelstunde tatenlos in der Box.

In dem Zeitrahmen können sich die Bedingungen merklich verändern. Während die Konkurrenz das draußen live miterlebt, könnte ein nach einer Viertelstunde komplett anderer Wind oder ein Asphalt mit etwas mehr Gummiabrieb Verstappen überraschen. "Ich habe das schon oft gemacht, einmal habe ich mich mit nur zwei Reifensätzen qualifiziert", hält er gegenüber Motorsport-Magazin.com dagegen.

Der zweite Startplatz ist immerhin eine gute Ausgangsposition für das Rennen: "Zuletzt waren wir zufriedener in den Longruns, hoffentlich gilt das auch für morgen." Aber nach zwei Siegen in Serie sind die Standards bei Verstappen jetzt eben wieder hoch: "Wenn das Gefühl im Qualifying nicht passt und es trotzdem Platz zwei wird, dann nehme ich das, aber es ist kein Grund, um zu lächeln und super happy zu sein."

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