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Diesen Moment wird Nenad Bjelica wohl nie mehr los. Als Trainer des 1. FC Union Berlin griff er Leroy Sané bei einem Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern ins Gesicht, sah die Rote Karte und sorgte bundesweit für Schlagzeilen. Nun treffen beide erneut aufeinander.
Fast drei Jahre nach dem Eklat übernimmt Bjelica einen neuen Klub in der Türkei. Der ehemalige Union-Coach wird Trainer von Samsunspor in der Süper Lig. Schon am 21. November wartet dort eine besondere Partie: Dann geht es gegen Galatasaray Istanbul mit Leroy Sané.
Union-Fans erinnern sich noch gut an den Vorfall. Im Januar 2024 kämpften die Köpenicker mitten im Abstiegskampf um jeden Punkt. Beim Auswärtsspiel in München verlor Bjelica nach einem Gerangel an der Seitenlinie die Beherrschung und griff Sané mehrfach ins Gesicht.
Die Bilder gingen durch ganz Deutschland. Das DFB-Sportgericht sperrte den Kroaten anschließend für drei Spiele und verhängte zudem eine Geldstrafe von 25.000 Euro. Für viele Beobachter wurde die Szene zum Symbol einer ohnehin turbulenten Union-Saison.
Zunächst zeigte sich Bjelica unmittelbar nach dem Spiel nicht einsichtig und lehnte eine Entschuldigung bei Sané ab. Zwei Tage später und nach mächtig viel Druck schlug er jedoch andere Töne an. Über Instagram entschuldigte sich der damalige Union-Trainer öffentlich für sein Verhalten.
„Ich habe in der Situation reagiert, wie ich niemals hätte reagieren dürfen. Das tut mir leid und ich möchte mich dafür bei meiner Mannschaft, meinem Verein und bei Leroy Sané entschuldigen“, schrieb Bjelica damals.
Eigentlich sollte Bjelica nach der Ära von Urs Fischer für Ruhe und Stabilität sorgen. Doch die sportliche Wende gelang nur teilweise. Die Eisernen retteten sich am letzten Spieltag unter Interimstrainer Marco Grote und Co-Trainerin Marie-Louise Eta zwar vor dem Abstieg nachdem der Kroate kurz vor dem Saisonfinale entlassen wurde. Bis heute wird sein kurzes Engagement vor allem mit dem Eklat gegen Sané verbunden.
Nach seinem Union-Aus kehrte Bjelica zunächst zu Dinamo Zagreb zurück. Doch auch dort blieb er nur wenige Monate. Nun versucht der 55-Jährige sein Glück bei Samsunspor.
Der türkische Klub trennte sich nach fünf Niederlagen in Serie von Trainer Thorsten Fink. Bjelica soll die Wende schaffen und den Tabellen-Vorletzten stabilisieren. Der Start verlief allerdings alles andere als ideal: Sein Debüt ging am Wochenende mit 1:4 bei Kasimpasa SK verloren.
Damit steht der frühere Union-Coach schon früh unter Druck. Bis zum Duell mit Galatasaray und Sané bleibt ihm nur wenig Zeit, seinem neuen Team die gewünschte Stabilität zu verleihen.
Noch sind es einige Wochen bis zum 21. November. Doch der Spielplan sorgt bereits jetzt für Aufmerksamkeit. Denn bei seinem neuen Arbeitgeber wird Bjelica wieder auf jenen Spieler treffen, mit dem ihn der wohl umstrittenste Moment seiner Trainerlaufbahn verbindet.
Ob es zwischen beiden zu einer besonderen Begegnung kommt, bleibt abzuwarten. Sicher ist nur: Wenn Bjelica und Sané erneut aufeinandertreffen, werden die Bilder aus München unweigerlich wieder präsent sein. Für den Ex-Trainer des 1. FC Union Berlin ist die Vergangenheit bis heute ein ständiger Begleiter.
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