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Das Entsetzen in den Gesichtern der McLaren-Teammitglieder war gross, als Lando Norris in Singapur in der letzten Sprint-Runde seinen vor ihm fahrenden Stallgefährten Oscar Piastri angriff, um ihm den vierten Platz streitig zu machen. Das etwas zu ambitionierte Manöver in der fünften Kurve endete mit einem unliebsamen Treffen der Papaya-Renner.
Beide Autos drehten sich zeitgleich von der Strecke, und während Norris hinterher weiterfahren und als Achter noch einen Punkt ins Ziel retten konnte, ging sein Teamkollege leer aus, weil er nicht mehr weiterfahren konnte und auf Position 14 als Letzter gewertet wurde.
Teamchef Andrea Stella schäumte, und kündigte an, ein ernstes Wörtchen mit seinen Schützlingen zu reden. Auch CEO Zak Brown war natürlich nicht glücklich mit dem Vorgehen von Norris. Der Brite, der das Drama in der letzten Runde ausgelöst hatte, zeigte sich zunächst wenig einsichtig, entschuldigte sich aber hinterher brav bei seiner Mannschaft und offenbarte, dass er für seinen Angriff auf den Teamkollegen gerügt wurde.
In Austin wurde Piastri gefragt, ob er mit dem Nachspiel, das auf den Crash folgte, und dem Vorgehen seines Teams zufrieden sei. «Ja, ich bin zufrieden damit, wie die Dinge gehandhabt wurden», erklärte der Australier. «Ich denke, das Team, Zak und Andrea haben die Dinge so gehandhabt, wie es sein sollte, also war das in Ordnung.»
Und der 26-Jährige fügte an: «Das war bisher definitiv ein herausforderndes Jahr für uns. Ich glaube, zur Mitte der Saison hatten wir das Gefühl, etwas Schwung gewonnen zu haben, und dass wir möglicherweise wieder in der Lage waren, um Siege und regelmässige Podiumsplätze zu kämpfen. Aber ja, so ist es oft in der Formel 1. Man glaubt, man ist wieder da, und schon gibt es ein paar Teams die einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen.»