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Gewinner und Verlierer beim VfB-Sieg: Karazor wichtig, für Assignon wird es eng

Leverkusen Der VfB Stuttgart kann auch in der Bundesliga noch gewinnen – und wie! Bei Bayer 04 Leverkusen setzen sich die Schwaben 4:2 durch. Die Leistung stimmte, das Ergebnis auch. Von den Fans gibt es nach dem Spiel Lob für Einstellung und Einsatz. Doch neben einigen Gewinnern im Kader des VfB gab es auch Verlierer an diesem Wochenende.

Der größte Gewinner ist wohl Trainer Sebastian Hoeneß. Zuletzt gab es bereits Anhänger des VfB Stuttgart, die die Trainer-Diskussion eröffnen wollten. Gegen Bayer 04 Leverkusen brachte Hoeneß Kritiker zum Verstummen. Zumindest kurzzeitig. Die Dreierkette, die mutige Aufstellung, die Hereinnahme von Luca Jaquez... der Hoeneß-Plan ging komplett auf.

Jaquez, Karazor, Sturm-Duo: Die Gewinner beim VfB Stuttgart nach Sieg in Leverkusen

Klar, dass auch Jaquez einer der Gewinner ist. Der Abwehrspieler bekam den Startelf-Einsatz in der Dreierkette. Finn Jeltsch musste draußen sitzen. Jaquez hatte zwar in ein, zwei Situationen Glück, dass er nicht vom Platz flog, machte aber defensiv eine gute Partie. Auch Ex-Kapitän Atakan Karazor zeigte, wie wichtig er für den VfB Stuttgart sein kann. Aufgrund der Verletzung von Angelo Stiller waren Karazor und Grischa Prömel das Duo vor der Abwehr. An Tempo fehlt es Karazor zwar, aber er warf sich in die Zweikämpfe, sicherte mit gutem Stellungsspiel ab und grätschte in der Not.

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Ein VfB-Star fällt bei Stuttgart-Sieg in Leverkusen bei den Noten ab – die Einzelkritik

Ein weiterer Gewinner: Bilal El Khannouss. Tor, Quasi-Vorlage, gute Ideen und hoher Einsatz. Der Marokkaner präsentierte sich in starker Form. Die muss er allerdings durchweg bestätigen und nicht nur gegen Top-Teams. Im Bundesliga-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen gehört er dennoch zu den Gewinnern beim VfB Stuttgart. Dasselbe gilt auch noch für das Sturm-Duo Deniz Undav und Ermedin Demirovic. Der eine glänzt mit Weltklasse-Pässen, der andere mit Toren. Hinzu kommen Einsatz und Leidenschaft sowie ein gutes Zusammenspiel. Etwas, das Dzenan Pejcinovic noch fehlt.

Pejcinovic und Stiller gehören zu den VfB-Verlierern nach dem Sieg in Leverkusen

Der 25-Millionen-Neuzugang im Sturm ist auch einer der Verlierer. Im DFB-Pokal vergab er noch frei vor dem Tor, im VfB-System hat er sich noch nicht eingefunden. Mit Undav und Demirovic in der Form wird es für Pejcinovic schwer, sich einen Startelf-Platz zu erarbeiten. Er ist trotz hoher Ablöse derzeit abgeschlagen nur Stürmer Nummer drei im Kader. Ein weiterer Verlierer beim VfB-Sieg in Leverkusen ist Angelo Stiller.

Die Leistungen des Mittelfeld-Stars in den vergangenen Wochen waren nicht immer überzeugend. Zu oft tauchte er ab. Gegen Bayer 04 Leverkusen wurde er überhaupt nicht vermisst. Atakan Karazor machte einen guten Job, Prömel fiel leistungstechnisch zwar ab, aber das Duo funktionierte gut. Heißt aber auch, dass der VfB Stuttgart nun drei Optionen auf der Position hat und Stiller auch vielleicht nötige Pausen bekommen kann, wenn er wieder fit ist.

Dreierkette funktioniert beim VfB Stuttgart – Assignon als großer Verlierer

Die Dreierkette wirkte nicht immer sattelfest in den letzten Monaten, doch gegen Bayer 04 Leverkusen machte der VfB Stuttgart in der Formation einen guten Eindruck. Tempo über die Außen, gutes Umschalten, stabile Defensive in den meisten Situationen. Dass die Werkself trifft, ist angesichts der Qualität kein Wunder, aber der VfB hat kaum Großchancen zugelassen.

Die Außenverteidigung ist ein kleiner Verlierer an diesem Wochenende, denn: Mit Chris Führich und Jamie Leweling haben die offensiven Varianten gezeigt, dass sie im System mit Dreierkette gut funktionieren. Der Verlierer-Stempel gilt vor allem für Lorenz Assignon, der aktuell die einzige echte Alternative zum bislang starken, aber derzeit verletzten Josha Vagnoman auf der rechten Seite darstellt. In einer Dreierkette ist Assignon außen vor. Kehrt Vagnoman zurück, bleibt dem Franzosen nur die Bank, auch wenn Hoeneß prophezeite, dass er viel auf dem Platz stehen wird. Assignon ist verzichtbar beim VfB. Mit einer funktionierenden Dreierkette mehr als zuvor.

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