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Spektakuläre Rückkehr bahnt sich an: Übernimmt Julian Nagelsmann jetzt einen Weltklub?

Weil Manchester United mal wieder tief in der Krise steckt, steht Trainer Michael Carrick vor dem Aus. Springt Julian Nagelsmann in die Bresche?

Der ehemalige Bundestrainer wird nach der 1:4-Klatsche der Red Devils in der Champions League gegen das italienische Überraschungsteam Como 1907 als Nachfolger von Carrick gehandelt. Unter anderem berichtet der renommierte Telegraph aus England von einem etwaigen Gedankenspiel in Manchester.

Nagelsmann ist seit seinem krachenden WM-Scheitern mit der deutschen Nationalmannschaft im Sommer vereinslos. Nach der erfolgreichen Heim-EM vor rund zwei Jahren wurde der 39-Jährigen den hohen Erwartungen bei der WM in diesem Jahr nicht gerecht. Ganz im Gegenteil! Das DFB-Team schied letztlich blamabel im Sechzehntelfinale gegen Underdog Paraguay nach Elfmeterschießen aus.

Schon kurz nach seiner Entlassung war über eine Rückkehr Nagelsmanns in den Vereinsfußball spekuliert worden, der einst beim FC Bayern München, in Leipzig und bei der TSG Hoffenheim große Erfolge gefeiert hatte. Vor wenigen Wochen hatte es Gerüchte über eine Rückkehr zu den Sachsen als Nachfolger des wackelnden Martin Demichelis gegeben, denen ausgerechnet Jürgen Klopps Nachfolger Roger Schmidt kurz darauf Wind aus den Segeln nahm.

Schmidt, nach Klopps Amtsantritt als Bundestrainer neuer Head of Global Soccer im Red-Bull-Kosmos, stellte klar: "Das ist ja ganz normal heutzutage in dem Geschäft. Da muss man immer wieder solche Themen bearbeiten, wenn man mal ein oder zwei Spiele verliert. Wir sind da ganz weit von entfernt." Während sich Demichelis mit einem 6:0-Kantersieg über Eintracht Frankfurt zumindest kurzzeitig rehabilitierte, scheint sich bei ManUnited nun eine neue Tür für Nagelsmann geöffnet zu haben.

Manchester United am Boden: "Art von Leistung, die einen Trainer den Job kostet"

Bereits nach dessen durchaus überraschenden Aus beim FC Bayern im März 2023 hatte es immer wieder Spekulationen über ein mögliches Engagement in der Premier League gegeben. Die Niederlage am Comer See dürfte den endgültigen Sargnagel für Carrick bedeuten. Von einer "beschämenden Niederlage" war im Guardian zu lesen. The Telegraph schrieb von einer "Art von Leistung, die einen Trainer den Job kostet". Der 20-malige Englische Meister und dreifache Champions-League-Sieger, der bereits seit sieben Pflichtspielen auf einen Sieg wartet, wirke "fundamental kaputt".

Der erschreckende Auftritt in der Lombardei führte sogar dazu, dass Kapitän Bruno Fernandes im Anschluss öffentlich Kritik an der Taktik seines Trainers übte. Como-Trainer Cesc Fabregas ließ obendrein durchklingen, dass er ManUnited vor einer noch größeren Packung bewahrte.

"Ich bereue vielleicht die letzten zehn Minuten, in denen ich derjenige war, der der Mannschaft gesagt hat, sie solle das Tempo drosseln, weil noch ein weiteres Spiel ansteht und man bei einem 4:0 vielleicht noch etwas erreichen könnte", betonte der Spanier und ergänzte: "Ich habe Tassos Douvikas gesagt, er solle nicht mehr laufen, sondern in der Mitte bleiben, und vielleicht bereue ich genau das." Schließlich sei der frühere Weltklasse-Mittelfeldspieler "derjenige, der immer darauf drängt, es bis zum Schluss zu versuchen, und dieses Gegentor hat mir ein schlechtes Gefühl gegeben. Es lag daran, dass wir die Intensität und die Abwehrreduktion verringert haben, aber das war meine Schuld, und das nehme ich mir zu Herzen."

Carrick selbst gab sich nach Abpfiff hingegen zurückhaltend. "Bis zum nächsten Spiel gibt es noch viel zu tun, und wir müssen die Mannschaft darauf vorbereiten", sagte er mit Blick auf die Ligapartie gegen AFC Bournemouth am Sonntag: "Denn das war heute Abend für alle eine schwierige Nacht."

Como 1907 v Manchester United - UEFA Champions League 2026/27 League Phase MD3

Manchester United: Bedenklich hohe Trainer-Verschleiß

Nach sieben Spieltagen und sieben Punkten steht für ManUnited ein enttäuschender 13. Platz zu Buche. Das internationale Geschäft gerät langsam außer Reichweite. In der Champions League sprang bei zwei Niederlagen immerhin ein Sieg heraus, weshalb sich die Red Devils aktuell noch auf Playoff-Kurs befinden.

Den hohen Ansprüchen genügt die mickrige Ausbeute aber selbstverständlich nicht. Das zeigt vor allem der bedenklich hohe Trainer-Verschleiß in den vergangenen Jahren. Seit Sir Alex Fergusons Rücktritt im Jahr 2013 standen abzüglich Interimslösungen bereits acht verschiedene Trainer an der Seitenlinie im Old Trafford. Darunter Größen wie Louis dann Gaal, Jose Mourinho oder Ralf Rangnick.

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