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Trotz des 2:3 gegen Manchester City hat RB immer noch Chancen auf die Champions-League-Playoffs. Dafür aber benötigt das Team aus vier Spielen mindestens drei Siege. Warum das so ist.
Aktualisiert: 05.11.2026, 11:23
Leipzig/hen – RB Leipzig hat am gestrigen Mittwochabend nicht nur das Champions-League-Duell mit Manchester City verloren, sondern auch eines der Ziele für diese Saison nicht erreicht. So gut wie, wenigstens. Und zwar die direkte Qualifikation für die K.o.-Runden des Wettbewerbes.
Mit dem 2:3 gegen City nach zwei Rückständen und zwei Comebacks ist ein Platz unter den besten acht nur noch in der Theorie möglich, in der Praxis aber wenig wahrscheinlich. Kapitän David Raum hatte dieses Ziel unmittelbar nach der Auslosung ausgegeben. Mit den Worten: "Wir wollen in die nächste Runde kommen, am besten direkt. Da bin ich stolz genug, das zu sagen."
In den vergangenen zwei Spielzeiten seit Einführung des neuen Tabellenmodus’ waren für Rang acht 16 Punkte nötig. RB kann bei vier ausstehenden Partien nur noch maximal 15 Punkte sammeln. Dafür muss Rasenballsport aber gegen Lens, Manchester United, Donezk und Feyenoord Rotterdam gewinnen, und das entgegen dem Trend der vergangenen Wochen, in denen sich Siege und Niederlagen abgewechselt haben wie Jahreszeiten.
Die Niederlage gegen City war die dritte in der Champions League nach der in Como und bei Real Madrid (jeweils 1:4). Und die fünfte insgesamt mit denen gegen Bremen (1:3) und Leverkusen (0:2) in der Bundesliga. Dagegen stehen ein Sieg gegen Eindhoven (1:0) und vier Heimsiege in der Meisterschaft sowie zwei im Pokal.
Umso bitterer ist die knappe Pleite gegen den Zweiten der englischen Premier League, gegen den RB mit ein wenig mehr Effizienz, mehr Cleverness und vielleicht anderen Wechseln in der finalen Phase der Partie hätte gewinnen können. „Über weite Strecken haben wir ein echt extrem gutes Spiel gemacht“, sagte Christoph Baumgartner später. „Aber wir können uns nix davon kaufen, stehen mit null Punkten da. Das ist extrem bitter.“
Im Detail, so der Österreicher, der gegen City sein Startelf-Comeback nach knapp vier Monaten Verletzungspause feieret, „sind es die Details, die uns fehlen. Wir waren einen Tick zu unsauber und was auch in Madrid schon gefehlt hat, ist der letzte saubere Pass. Da müssen wir uns an die eigene Nase fassen und nicht alles Rosarot sehen. Auf diesem Niveau fehlt dann das Quäntchen, um erfolgreich zu sein.“
Platz acht ist passé, aber die Playoffs (Rang 24) sind für Rasenballsport noch drin. Dafür haben in der vergangenen zwei Ausgaben der Gruppenphase zwölf Punkte sicher gereicht. Neun Punkte waren es vergangene Saison, elf Punkte die davor, aber nur mit dem besseren Torverhältnis. Und auf das sollte RB bei nunmehr elf zu fünf Gegentreffern nicht mehr bauen.
Heißt für das Personal von Trainer Martin Demichelis, gegen zwei Gegner zu gewinnen, die noch schlechter dastehen als RB – Lens und Rotterdam mit ebenfalls nur jeweils einem Sieg. Und gegen zwei Teams, die aktuell besser postiert sind – Manchester United (sechs Punkte) und Donezk (vier Punkte).
„Wir sind nicht dumm, wir können rechnen. Viel erlauben können wir uns nicht mehr“, sagte Baumgartner. Aber: „Ich traue uns das zu. Wir brauchen Leistungen wie die heute. Dann bin ich davon überzeugt, dass wir die Qualität haben, die nötigen Punkte zu sammeln.“