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Wie Monaco hat das Département Alpes-Maritimes auch in Nizza und Cap-d'Ail Einschränkungen für SC-Fans erlassen. In Monaco geht der Verein juristisch dagegen vor. Seinen Anhängern rät er, keine Fankleidung zu tragen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde am Donnerstagmorgen (22.10.2026) überarbeitet.
Die Auswärtsfahrt nach Monaco wird für die Fans des SC Freiburg anders werden als viele andere. Das steht bereits fest. Denn: An vielen Orten in Monaco, Nizza und im benachbarten Cap-d'Ail ist der Aufenthalt in SC-Fankleidung verboten. Vor dem Spiel wird es daher keinen gemeinsamen Fan-Treffpunkt in der Stadt geben. Das teilte der SC Freiburg bereits am Dienstagabend seinen Anhängern mit. Auf seiner Website erklärt der Verein: Es gebe keinen Treffpunkt, "da große Massen oder Fanmärsche in der Stadt unerwünscht sind."
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Hintergrund sind zwei Verfügungen, die das Fürstentum anlässlich des Conference-League-Spiels zwischen dem SC Freiburg und der AS Monaco an diesem Donnerstag erlassen hat. Die eine schränkt die Bewegungsfreiheit für SC-Fans in Monaco ein, die andere sieht am Spieltag ein generelles Alkoholverbot im Stadtstaat vor. Am Mittwoch wurde bekannt, dass das Département Alpes-Maritimes auch für die Stadt Nizza und den Ort Cap-d'Ail weitreichende Aufenthaltsbeschränkungen für SC-Fans erlassen hat.
Wie der Verein mitteilt, geht er inzwischen juristisch gegen die beiden Erlasse in Monaco vor. Er habe am Dienstag "einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die betreffenden Ministerialerlasse des Fürstentums Monaco eingereicht". Der Verein werde dabei von den "Football Supporters Europe" unterstützt, die sich dem Verfahren formal angeschlossen haben. Die Erfolgsaussichten seines Antrags gegen die Maßnahmen Monacos schätzt der Sportclub nach eigenem Bekunden als gering ein. Stand Mittowchabend habe der Oberste Gerichtshof von Monaco laut Verein noch nicht über den Antrag entschieden.
Der SC Freiburg hatte die Maßnahmen bereits am Montag kritisiert und als "unverhältnismäßig" bezeichnet. Er stehe weiterhin mit dem gastgebenden Verein, den Behörden und der Uefa im Austausch.
Aufenthalts- und Zugangsbeschränkungen für SC-Fans in Monaco und Nizza
Konkret gelten in Monaco für SC-Fans, die als solche erkennbar sind, also Schals, Mützen, Trikots oder sonstige Fankleidung tragen, am Donnerstag ab 8 Uhr an fünf Straßen am Yachthafen sowie in einem größeren Bereich rund um das Stadion der AS Monaco Zugangs- und Aufenthaltsverbote.
Am Mittwoch nun zog nun das unmittelbar benachbarte Département Alpes-Maritimes nach. Nun gelten auch in Nizza sowie dem direkt an Monaco angrenzenden Ort Cap-d'Ail weitreichende Aufenthalts- und Bewegungsverbote für SC-Fans, die als solche erkennbar sind – also Fankleidung in irgendeiner Form tragen oder sich wie Fans verhalten. Diese Verbote gelten in Nizza ab sofort und bis Freitagmorgen, 2 Uhr. In Nizza betrifft das Verbot einen großen Bereich der Innenstadt und des Hafens.
Gebiet begrenzt durch folgende Straßen:
In Monacos Nachbarort gelten die Verbote ab Donnerstag, 15 Uhr, bis Freitagmorgen, 2 Uhr. Konkret betroffen sind Straßen im Gebiet der Gemeinde Cap-d'Ail, insbesondere im Bereich Marquet, Hafen, Bahnhof und in den angrenzenden Straßen.
Gebiet begrenzt durch folgende Straßen:
In der Mitteilung des Vereins von Mittwochabend heißt es: "Der SC hat erneut und mit Nachdruck an verschiedenen Stellen seine erheblichen Bedenken gegen die behördlichen Auflagen zum Ausdruck gebracht und bittet gleichzeitig alle SC-Fans sich umsichtig zu verhalten und keine Fankleidung im öffentlichen Raum zu tragen."
Regeln für die Anreise zum Stadion wurden am Donnerstag entschärft
Zunächst galten in Monaco auch für die Anreise zum Stadion besondere Regeln: So war SC-Fans die Anreise zum Stadion über den Bahnhof des Fürstentums ursprünglich untersagt. Grundsätzlich sei verboten gewesen, direkt an das Stadion anzureisen. Diese Bestimmungen wurden nun entschärft, wie der SC Freiburg am Donnerstagmorgen mitteilt: Demnach sei die Anreise per Zug nun doch möglich. Vom Bahnhof könne das Stadion zu Fuß erreicht werden. Auch Fans, die bereits in Monaco sind, sei es nun doch gestattet, "individuell oder in Kleingruppen zu Fuß zum Stadion zu gelangen".
Die Anreise per Bus erfolgt wie geplant von einem Treffpunkt aus. Dieser Treffpunkt befindet sich auf Höhe des Albert-II-Tunnels am Westeingang Monacos. Von dort sollen die Busse ab 18.30 Uhr von der Polizei zum Stadion begleitet werden.
Trotz dieser Entschärfungen weist der SC darauf hin, dass die Erlasse in Monaco weiterhin gültig sind und bittet seine Anhänger, keine Fankleidung im öffentlichen Raum zu tragen.
Am Stadion wird es Zugangs- und Körperkontrollen von der Polizei geben. Daher sei am Eingang mit längeren Wartezeiten zu rechnen, heißt es vom Verein. SC-Fans, die sich Tickets für den Heimbereich gekauft haben, werden nicht ins Stadion kommen. Auf der Website des SC Freiburg heißt es, ihnen werde der Einlass verweigert. Zudem könne das eine Geldbuße zur Folge haben.
Mit Blick auf die Polizei rät der SC seinen mitreisenden Fans: "Erfahrungen aus Frankreich und Vereinen, die bereits in Monaco gespielt haben zeigen, dass die Polizei vor Ort sehr konsequent agieren kann. Bitte verhaltet euch dementsprechend ruhig." Sollte es zu Problemen kommen, stehe ein lokaler Anwalt für Fanangelegenheiten bereit, der den Spieltag begleite.
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