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Während die Spieler des Bergischen HC am Sonntagabend im Kreis hüpften, sprach aus den Profis des Handball Clubs Hamburg die pure Enttäuschung. Bei der 25:26 (11:13)-Niederlage beim direkten Konkurrenten im Bundesliga-Abstiegskampf hatten sich die Gäste von einem zwischenzeitlichen Fünftorerückstand zurückgekämpft, wenige Minuten vor Schluss geführt – und doch auf dramatische Art und Weise verloren.
„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen. Wir haben gefightet, mit unserer Kadertiefe ist es momentan aber schwierig, normal Handball zu spielen“, sagte Linksaußen Noah Beyer. Von zahlreichen Ausfällen gebeutelt, konnte der HCH in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle zumindest wieder auf die zuletzt fraglichen Rückraumspieler Nicolai Jørgensen (Fußprobleme) und Oliver Norlyk (Kapselverletzung im Zeh) zurückgreifen. Letzterer war mit sechs Toren auch bester Werfer der Gäste.
Von Beginn an ließ HCH-Coach Torsten Jansen im Sieben-gegen-Sechs agieren. Nach einem Ballverlust bekamen die Hamburger in der ersten Minute dann auch direkt einen Gegentreffer auf ihr verwaistes Tor, danach hatten sie die technischen Fehler allerdings im Griff. Das Offensivspiel hakte allerdings trotz der Überzahl, der BHC machte das Zentrum dicht.
„Der Plan war, Jørgensen unter Kontrolle zu bekommen, weil der im Sieben-gegen-Sechs der Denker und Lenker ist. Das machen wir gut", sagte BHC-Profi Nico Schöttle in der Pause. Der HCH lag da mit 11:13 zurück, obwohl Torwart Robin Haug mit acht Paraden (40 Prozent gehaltener Bälle) in der ersten Halbzeit (insgesamt zwölf) ein starkes Spiel zeigte.
Weil auch BHC-Schlussmann Kristian van der Merwe voll da und der Wurfwinkel häufig schlecht war, lag die Abschlussquote der Gäste zum Seitenwechsel nur bei 44 Prozent. „Unsere Quote ist ein bisschen schlecht. Wir werden das in der zweiten Halbzeit viel besser machen“, versprach HCH-Rückraumspieler Toma Gadza.
Dafür musste sich das Team von Torsten Jansen bessere Wurfgelegenheiten herausspielen – und auch die Außenspielern mehr einbinden. Sowohl Ex-BHC-Profi Beyer als auch Frederik Bo Andersen waren über weite Strecken teilnahmslos. Dummerweise geschah zunächst das Gegenteil: Rückraumspieler Dominik Axmann wurde bei zwei Halbchancen geblockt, auf der Gegenseite zogen die Rheinländer auf 11:16 (34.) davon.
Nach diesem schwachen Start in die zweite Halbzeit kämpften sich die Hamburger, jetzt ohne Sieben-gegen-Sechs, wieder auf 16:17 (41.) heran. In der 55. Minute ging der HCH durch Toptalent Alem Hadzic erstmals in Führung (24:23). Doch weil in den letzten fünf Minuten kein Tor mehr gelingen sollte, brachte sich das Jansen-Team um den Lohn der harten Arbeit.