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Weltrekord mit 69: Matthias Betzler läuft 67 Kilometer in sechs Stunden
Erfolgsverwöhnt: Heuer hat Ultraläufer Mattias Betzler sogar einen Weltrekord aufgestellt.
Erfolgsverwöhnt: Heuer hat Ultraläufer Mattias Betzler sogar einen Weltrekord aufgestellt. © Harald Hettich

Der Otterloher Ultraläufer Matthias Betzler hat 2026 alle fünf deutschen Ultralaufmeisterschaften gewonnen. Den Weltrekord in seiner Altersklasse M70 stellte er erst vor wenigen Wochen auf.

Otterloh – Matthias Betzler hat sein Laufjahr 2026 mit Blick auf die bedeutenden Wettkämpfe abgeschlossen und bereits die Vorbereitung auf das nächste Jahr begonnen. Was bei vielen Hobbysportlern heißen mag, dass sie es in der kalten Jahreszeit langsamer angehen lassen und dann schauen, was 2027 bringt, ist beim Otterloher eine klar nuancierte Botschaft. Läuferisch wie vom Erzähltempo können wir kaum mithalten, wenn der Meister auf Schusters Rappen auf seine Höchstleistungen zurückblickt.

69 Jahre alt und in der Altersklasse M70 unterwegs, zeigte Betzler der Konkurrenz bereits früh im Jahr die Sporen. In glänzenden drei Stunden und 44 Minuten holte er sich im März in Bremen den Titel über Straßenkilometer und verbesserte den Altersklassenrekord um 20 Minuten. Doch Betzler lief gewohnt flink weiter: In Nesselwang holte er über 70 Kilometer und 4000 Höhenmeter einen weiteren Meistertitel. Danach war er bei der deutschen Meisterschaft im Ultralauf in Delmenhorst ebenso wenig zu schlagen wie im September über 100 Kilometer in und um Berlin.

„Worauf ich aber besonders stolz bin, ist der Titel beim Sechs-Stunden-Ultralauf vor einigen Wochen in Schindegg“, betont der Klassesportler. Dort spulte der sehnig-drahtige Senior bärenstarke 67,665 Kilometer ab – ein neuer Weltrekord in seiner Altersklasse. „Ich konnte damit einen seit Langem gehegten Wunsch erfüllen und alle fünf deutschen Ultralaufmeisterschaften in einem Geländejahr laufen“, sagt Betzler. „Dass dabei auch noch fünf Titel und diese Rekorde herausgekommen sind, ist ein besonderes Highlight.“ Auch der Mannschaftssportler spricht aus dem ehemaligen Trainer der Brunnthaler Fußballer: „Mit meinem Verein Spiridon Frankfurt waren wir als Sieger der Ultralauf-Bundesliga ebenfalls erfolgreich“.

Hat einer wie Betzler noch Ziele? Eine despektierliche Frage. 2027 soll für den „Marathon-Man“ erneut ein Jahr mit vielen Trainingseinheiten und Wettkämpfen werden. Nach dem Weltrekord habe er „einfach mal regeneriert“, gesteht der Dauerläufer. In der kalten Jahreszeit will er wöchentlich 80 bis 100 Laufkilometer zurücklegen und einmal pro Woche 30 Kilometer Rad fahren. Dazu kommen Intervall- und Krafteinheiten. Nach kleineren Aufbauläufen wartet Ende Februar bereits die angestrebte Titelverteidigung über 50 Kilometer bei den nationalen Titelkämpfen in der Region Bruchsal. Auch danach hat er Rekorde und Meisterschaften auf dem Schirm. „Aber man muss auch mal zufrieden sein“, sagt einer, der voll zufrieden sein darf.

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