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Da können sich Julian Schuster und sein Trainer-Team aber mal so richtig auf die Schulter klopfen. Beim 2:1 (0:1) des SC Freiburg beim FC Augsburg wechselte der 41-Jährige den Sieg ein - und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Igor Matanovic (66. Minute) und Cyriaque Irié (85.) erzielten die Treffer für den Sport-Club, Keisuke Goto und Vincenzo Grifo leisteten die Vorarbeit. Alle vier waren im Verlauf der zweiten Halbzeit ins Spiel gekommen.
"Wir haben einen sehr breiten Kader, das ist eine große Qualität. Heute hatten wir in der Startaufstellung fünf, sechs Wechsel. Da ist es klar, dass es auch mal ein bisschen hakt. Umso besser ist es, wenn die Jungs, die reinkommen, die Spiele auf unsere Seite ziehen können", sagte Innenverteidiger Matthias Ginter im Sportschau-Interview.
"Solche Siege tun besonders gut, weil es ein reiner Arbeitssieg war. Augsburg hat uns viel abverlangt", sagte Matanovic. "Wir haben gut dagegengehalten, auch wenn in der ersten Halbzeit nicht alles so gut geklappt hat." In der zweiten Halbzeit sei die Leistung dann "präsenter" gewesen. Schuster unterstrich, dass genau das die Hoffnung war: "Wir haben in der Vorbereitung aufs Spiel gesagt, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass die Jungs, die von der Bank kommen, einen großen Impact haben können. Wir sind ein weiteres Mal bestätigt worden, was die Qualität einer Mannschaft sein kann."
Der Begriff Arbeitssieg beschreibt den Erfolg recht treffend. Sonderlich attraktiv war die Begegnung bei den bayrischen Schwaben nicht - aber auch dafür gibt es drei Punkte. "Wir sind natürlich sehr glücklich. Ich glaube, dass es sehr kräftezehrend war. In Augsburg ist es immer schwierig. Gerade, weil in den ersten 50, 60 Minuten nicht alles geklappt hat", sagte Ginter. "Ein großes Kompliment, dass es noch geklappt hat. Auch, wenn wir jetzt nicht die Sterne vom Himmel gespielt haben."
In der ersten Halbzeit bekamen die Freiburger in der Offensive nicht besonders viel zustande. Im Angriff waren die Breisgauer mit Lucas Höler gestartet, der jedoch gegen die aufmerksamen Augsburger einen schweren Stand hatte. Und hinten fehlte dann in einer Situation komplett die Ordnung. Beim 0:1 verlor die Defensive des Sport-Clubs den Ex-Freiburger Michael Gregoritsch völlig aus den Augen. Der Österreicher brachte die Gastgeber technisch anspruchsvoll in Führung (18.).
In der zweiten Halbzeit agierten die Freiburger dann etwas zielstrebiger. Goto bediente Sturmpartner Matanovic, der von der Strafraumgrenze mit einem satten Rechtsschuss zum Ausgleich traf. Kurz vor dem Ende flankte Grifo butterweich auf den zweiten Pfosten, wo Irié sich robust durchsetzte und zum Siegtreffer einköpfte.
Nach zwei Niederlagen in der Bundesliga in Leverkusen und gegen den FC Bayern sind die Freiburger also zurück in der Erfolgsspur und stehen mit 16 Punkten auf Rang drei. Und Irié gönnten es die Mitspieler am allermeisten. "Es war keine einfache Zeit für ihn. Er ist sehr fleißig gewesen, auch als er nicht gespielt hat oder nicht im Kader war", sagte Ginter.
Der Angreifer aus Burkina Faso war im Sommer 2025 aus Troyes in den Breisgau gewechselt, fiel dann aber mit einer Malaria-Infektion lange aus. Nun aber kommt der 21-Jährige immer besser in Fahrt, in Augsburg gelang ihm sein erstes Bundesligator im Trikot der Breisgauer. "In dieser Saison hat er jetzt immer wieder Einsatzzeiten. Da sind solche Momente, solche Tore natürlich sehr hilfreich für seine weitere Entwicklung. Und deswegen freut es uns alle", sagte Ginter. Das war nach dem Schlusspfiff deutlich zu sehen, als Matchwinner Irié von einem Teamkollegen nach dem nächsten geherzt wurde.
Irié darf in den kommenden Wochen auf weitere Einsätze hoffen, schließlich ist der Terminkalender prall gefüllt. Bereits am kommenden Donnerstag (5. November) steht das nächste Pflichtspiel für den Sport-Club auf dem Programm. Dann tritt das Schuster-Team ab 18:45 Uhr in der Conference League beim türkischen Club Trabzonspor an. Drei Tage später empfangen die Breisgauer in der Bundesliga Union Berlin (17:30 Uhr).