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Damit hat wohl kaum jemand gerechnet! Beim ersten Freien Training zum Großen Preis von Mexiko sorgt ausgerechnet Mercedes-Ersatzfahrer Frederik Vesti für eine Überraschung. Der Däne übernimmt für die erste Session das Cockpit von George Russell und fährt auf Anhieb die drittschnellste Zeit.
Dem 24-Jährigen fehlen lediglich 0,074 Sekunden auf seinen Mercedes-Teamkollegen Kimi Antonelli, der im zweiten Silberpfeil auf Rang zwei landet.
An der Spitze ist allerdings kein Vorbeikommen an Ferrari. Charles Leclerc setzt sich mit einer Rundenzeit von 1:18,128 Minuten deutlich vom Rest des Feldes ab. Antonelli hat bereits 0,659 Sekunden Rückstand auf den Monegassen.
Der WM-Führende sitzt nach seinem Virusinfekt, wegen dem er am Donnerstag noch die Medientermine ausfallen lassen muss, wieder im Cockpit.
Hinter dem Mercedes-Ersatzfahrer reiht sich Lewis Hamilton im zweiten Ferrari auf Platz vier ein. Auch Red-Bull-Nachwuchspilot Ayumu Iwasa zeigt eine ordentliche Leistung. Der Japaner vertritt Max Verstappen und fährt auf Rang fünf.
Dahinter folgen Pierre Gasly im Alpine, Fernando Alonso im Aston Martin und McLaren-Pilot Oscar Piastri. Oliver Bearman und Racing-Bulls-Talent Arvid Lindblad komplettieren die Top 10.
Nico Hülkenberg verpasst dagegen im Audi die ersten zehn Plätze. Der Deutsche landet mit 1,480 Sekunden Rückstand auf Position 13. Bei einem Verbremser in der ersten Kurve fährt er zwischenzeitlich durch die Auslaufzone und beschädigt sich dabei einen Reifen.
Für einen kuriosen Zwischenfall sorgt Audi am Auto von Hülkenbergs Teamkollegen Freddie Slater. Der erst 18-jährige Brite absolviert seinen ersten Formel-1-Trainingseinsatz, muss nach rund 26 Minuten jedoch unerwartet zurück an die Box.
Offenbar haben die Audi-Mechaniker vergessen, vor der Ausfahrt ein Kühlgebläse aus dem Seitenkasten zu entfernen. Slater kann seine Fahrt anschließend fortsetzen, allerdings untersucht die Rennleitung aufgrund der unsicheren Freigabe den Vorfall nach dem Training.
Auch bei Aston Martin läuft nicht alles glatt. Nachwuchsfahrer Jak Crawford bleibt mit einem technischen Defekt am Ausgang von Kurve zwei stehen. Die Rennleitung ordnet daraufhin eine virtuelle Safety-Car-Phase an.
Red-Bull-Pilot Isack Hadjar wird ebenfalls von technischen Schwierigkeiten ausgebremst. Racing-Bulls-Talent Nikola Tsolov muss sogar kurz aussteigen, weil sein Sitz offenbar die Blutzufuhr zu einem Bein beeinträchtigt.
Insgesamt bekommen gleich zehn Nachwuchs- und Ersatzfahrer im ersten Training eine Gelegenheit. Lediglich Ferrari setzt auf seine Stammpiloten. Entsprechend vorsichtig sind die Rundenzeiten einzuordnen.