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MSV Duisburg: "Jeder darf hier Tore erzielen"

Die Offensivpower des MSV Duisburg ruht auf vielen Schultern. Das findet Dietmar Hirsch gut, hat aber auch eine klare Vorgabe formuliert.

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Beim MSV Duisburg purzeln in diesen Tagen nur so die Rekorde. Noch nie hatte eine Mannschaft in der 3. Liga nach neun Spieltagen mehr Punkte (24) als die Zebras, noch nie erzielte ein Team mehr Tore (aktuell 26, gemeinsam mit Viktoria Köln) und jüngst schnürte Peter Remmert den schnellsten Hattrick der Drittliga-Historie. Dass der MSV seit fast zwei Jahren kein Liga-Heimspiel mehr verloren hat, reiht sich da nahtlos ein. Was Duisburg so gefährlich macht.

Besonders in den Umschaltmomenten macht den Zebras aktuell niemand etwas vor. Ist der Ball erst erobert geht es mit voller Geschwindigkeit auf des Gegners Tor zu - und das oft mit Erfolg. Ganze 26 Tore haben die Duisburger in den ersten neun Partien der Saison bislang erzielt und stellen damit gemeinsam mit Viktoria Köln die beste Offensive der Liga. Mit Peter Remmert und Lex-Tyger Lobinger stechen zwei Akteure mit je fünf Torerfolgen etwas hervor, doch insgesamt verteilt sich die Ausbeute auf elf Schulterpaare.

Florian Krüger traf dreimal. Je zwei Tore erzielten Tobias Fleckstein, Patrick Sussek, Conor Noß und Dominik Kother. Komplettiert wird die Rangliste von Rasim Bulic, Ben Schlicke, Christian Viet und Frederik Christensen. Das hat auch der Cheftrainer mit Wohlwollen registriert. "Ich ermutige jeden, dass er Abschlüsse hat und sie auch aktiv sucht", erklärt Dietmar Hirsch. Zuletzt hatten seine Spieler vermehrt auch den Distanzschuss für sich entdeckt, ein probates Mittel, auf welches nach Meinung des Trainers in der Vergangenheit zu selten zurückgegriffen wurde. Allein Aljaz Casar versuchte es - wenn auch erfolglos - beim 4:2-Sieg in Saarbrücken mehrfach von der Strafraumkante oder noch weiter vom Tor entfernt.

Auch die Defensive steht

"Wir können uns nicht beschweren. Unsere Stürmer treffen, das ist gut. Jeder darf hier Tore erzielen", sagt Hirsch, gefolgt von einem kleinen, aber entscheidenden aber. "Es muss aber auch jeder mit verteidigen", unterstreicht er. Durch diese Kompaktheit gab es bislang erst elf Gegentreffer, von denen nicht wenige aufgrund individueller Fehler entstanden. "Wirklich herausgespielte Torchancen lassen wir fast gar nicht zu", analysiert der 54-Jährige.

In Summe führte das dazu, dass die Duisburg mittlerweile mit fünf Punkten Vorsprung auf den ärgsten Verfolger auf Rang eins in der Tabelle stehen. Da es am Sonntag zum direkten Duell mit der Viktoria kommt, könnte dieser Abstand sogar noch vergrößert werden. In Träumereien verfallen sie an der Wedau deshalb aber nicht, wenngleich der Aufstieg das klare Ziel ist. "Die Spieler gehen gut mit der Situation um, Tabellenführer zu sein. In der Kabine hat sich aber nichts geändert", erklärt Hirsch. Ob die Euphorie auch in der kommende Woche ansteigt, entscheidet sich am Sonntag. Pünktlich um 16.30 Uhr startet das Topspiel gegen die Viktoria - live im FuPa-Ticker.

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