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Sturm-Krise beendet: Hertha siegt dank Dänen-Power und Super-Solo

Kaiserslautern - Der Wahnsinn geht weiter. Hertha BSC sendet ein dickes Ausrufezeichen an die 2. Liga. Mit dem 3:0 (0:0) im Top-Spiel in Kaiserslautern holt die Alte Dame den neunten Sieg im zehnten Ligaspiel. Jetzt treffen auch die Stürmer wieder. Sebastian Grönning beendete per Doppelpack die Sturm-Krise.

Paul Seguin (3.v.r.) leitete mit einem Traumpass die Führung ein.
Paul Seguin (3.v.r.) leitete mit einem Traumpass die Führung ein.  © 

Diese Hertha marschiert einfach weiter und hat mit dem 3:0 den Start-Rekord von Bayer Leverkusen aus der Saison 1978/79 eingestellt.

In diesem Klassiker war gleich Feuer drin. Kaiserslautern zunächst mit dem besseren Start: Marius Gersbeck musste in den ersten Minuten gleich mehrmals eingreifen, verhinderte den frühen Rückstand. Dann aber meldete sich auch die Hertha offensiv an. Erst durch Jon Dagur Thorsteinsson, dann durch Oluwaseun Adwumi.

Die Berliner hatten nun Lunte gerochen und schlugen plötzlich zu. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld schaltete Paul Seguin sofort um, setzte Thorsteinsson klasse in Szene, der auf Sebastian Grönning querlegte. Der Däne musste nur noch seinen Fuß hinhalten - 1:0 (17. Minute).

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Den Zusammenstoß mit dem Pfosten nahm er dafür wohl gerne in Kauf. Endlich hat Hertha wieder ein Stürmer-Tor. Seit dem 2. Spieltag hat kein Angreifer mehr getroffen. Jetzt hat Grönning, der etwas überraschend vor Luca Schuler den Vorzug erhielt, die Durststrecke beendet.

Das Top-Spiel wurde seinem Namen absolut gerecht. Es war ein intensives Duell auf Augenhöhe: viele Zweikämpfe, viele Emotionen und viel zu tun für den Unparteiischen. Wieder stand Grönning im Mittelpunkt.

Josip Brekalo (l.) jubelt mit dem bärenstarken Mads Pedersen.
Josip Brekalo (l.) jubelt mit dem bärenstarken Mads Pedersen.  © 

Der Goalgetter wurde von Maxwell Gyamfi niedergerungen, im Fallen trat der Lauterer noch leicht in Richtung Grönning, erwischte den Hertha-Star auch, Schiedsrichter Felix Bickel aber beließ es bei Gelb (32.). Auch der VAR meldete sich nicht. Eine strittige Szene, der Verteidiger hätte auch eine andere Farbe sehen können.

Sie es drum. Hertha machte auch im zweiten Durchgang einfach weiter und setzte auf Dänen-Power. Die Berliner kombinierten sich durch den Lauterer Druck, die Mads Pedersen viel Platz ließen. Seine flache, perfekte Hereingabe verwertete erneut Grönning. Diesmal per Grätsche. Doppelpack dank dänischer Co-Produktion (52.).

Wahnsinn, was Hertha hier wieder aufs Feld bekam. Erneut ließen die Gäste die Muskeln spielen - in Form von Pedersen. Der Däne war kaum zu stoppen.

Startelf winkt: Beendet ausgerechnet Schuler die Sturm-Krise bei Hertha?

Erst holte sich der Linksverteidiger den Ball kurz vor der Mittellinie, dribbelte auf Lauterns Abwehr zu und ließ sich einfach nicht stoppen - auch nicht von einem Handspiel. Er reklamierte zwar kurz, schaltete aber nicht ab, sondern lupfte den Ball in die Mitte, wo Adewumi ins leere Tor köpfte (59.). Was für ein klasse Solo!

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