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Harry Kane bleibt beim FC Bayern. Dietmar Hamann hält das für ein Risiko. Die Fans reagieren prompt.
Sie strahlten um die Wette. Am Donnerstag zeigten sich Starspieler Harry Kane und die Bosse glücklich vereint auf dem Presse-Podium des FC Bayern München. Der Stürmer unterschrieb einen neuen Vertrag bis 2029, für den sich der Klub finanziell „bis an die Decke strecken“ muss, wie Vorstandsvorsitzender Jan-Christian Dreesen sagte. Schon vor drei Jahren machte sich der FC Bayern lang für den Engländer, überwies 95 Millionen Euro an Tottenham. Das Invest zahlte sich aus. Schon damals lag einer mit seiner Prognose bei Kane daneben – Dietmar Hamann. Nun sorgen seine Aussagen erneut für Ärger unter den Fans.
Als der FC Bayern Kane im August 2023 nach München holte, sahen viele den Transfer als Bereicherung für die Bundesliga. Der Stürmer zahlte die Ablösesumme mit bisher 156 Toren in nur 161 Spielen zurück, gewann jüngst den Ballon d'Or und verleiht dem Klub auch international große Strahlkraft.
Wenn es nach Sky-Experte Hamann gegangen wäre, hätten die Münchener das Risiko mit der hohen Ablöse für einen damals 30-Jährigen nicht eingehen sollen. „Er hat nicht die Physis eines Lewandowski, schnell war er noch nie, und ich hätte größte Bedenken, ob er in zwei oder drei Jahren die Tore schießt, die Lewandowski jetzt noch mit 34 schießt“, sagte Hamann vor drei Jahren, „für das Geld würde ich es nicht machen“.
Nach dem Gewinn des Ballon d'Or blieb Hamann sogar bei seinen Aussagen, verwies darauf, dass Kane sein ausgeschriebenes Ziel, mit dem FC Bayern die Champions League zu gewinnen bisher nicht erreicht habe. Und auch nach der Vertragsverlängerung, die von vielen Seiten gefeiert wurde, blieb er bei seinem Anit-Kane-Kurs.
„Er ist jetzt 33, bei Ablauf des Vertrages 36.“ Und weiter: „Ob er in den nächsten drei Jahren weiterhin so viele Tore schießen wird, bleibt abzuwarten. Es ist ein gewisses Risiko“, sagte er in der Sky-Sendung „Triple – der Hagedorn-Fußballtalk“. Weiter sagte er, Kane hätte keinen Wiederverkaufswert mehr, der das von mehreren Medien berichtete Jahresgehalt von 25 Millionen Euro rechtfertigen würde. „Ich glaube nicht, dass es aus England große Interessenten gab. Deshalb war das vermutlich eine Entscheidung, die sie nicht anders treffen konnten.“
Unter den Fans sorgten Hamanns Aussagen für neuen Ärger. Der ehemalige Profi des FC Bayern (143 Spiele) eckt mit seinen Einschätzungen als Experte bekanntlich häufiger an. Auch dieses Mal liefen die Anhänger in den sozialen Medien Sturm, stellten Hamanns Tauglichkeit als Experte in Frage und verwiesen immer wieder auf die Aussagen vor dem Kane-Transfer und dass diese schlecht gealtert seien.
Hamann wird das kaum kümmern, wie seine stetige Erneuerung der Kritik am finanziellen Paket für den Star-Stürmer untermauern. Sicher ist nur – zumindest ziemlich sicher – dass Kane weiter Tore schießen wird.