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Jamal Musiala trainiert seit Donnerstag wieder mit der Mannschaft. Bayern-Patron Uli Hoeneß zweifelt daran, ob er wieder der Alte wird.
München – Als Jamal Musiala nach seinem Muskelfaserriss zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft trainierte, war die Freude beim FC Bayern groß: Der deutsche Rekordmeister veröffentlichte in den sozialen Medien gleich mehrere Videoclips, die den Ausnahmedribbler bei der Arbeit mit den Teamkollegen zeigten.
Sowohl beim Spieler als auch im Klub ist die Sehnsucht nach dem nächsten Comeback des 23-Jährigen groß. Musiala will endlich wieder auf der großen Fußballbühne ran und allen beweisen, dass er trotz zahlreicher Rückschläge immer noch der Alte ist. Für Ehrenpräsident Uli Hoeneß ist es allerdings noch ungewiss, ob der Nationalspieler wieder an frühere Zeiten anknüpfen kann.
Der Bayern-Patron zweifelt nicht etwa wegen der schwerwiegenden Fußverletzung oder dem jüngsten Faserriss, sondern wegen Musialas neurologischer Dysfunktion, der sogenannten Absencen. Bei Musiala seien die Münchner „in einem Dilemma. Der hat eine Krankheit, die nicht ohne weiteres heilbar ist. Die aber durch Medikamente einigermaßen beherrschbar ist“, sagte Hoeneß im BR-Stammtisch und fragte: „Aber ob er jemals wieder diese Leistungsfähigkeit hat, die er mal hatte?“
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Im Zuge dessen stellte der Bayern-Patron auch einen Zusammenhang zwischen Leistung und Ertrag her: „Und jetzt kriegt er weiterhin Geld. Aber stellen Sie sich mal vor, der FC Bayern würde jetzt seinen Vertrag infrage stellen: Das, was er jetzt leisten kann, ist nicht mehr das, was im Vertrag steht.“ Zur Erinnerung: Musiala zählt nach seiner letzten Vertragsverlängerung zu den Topverdienern bei den Münchnern. Sein Gehalt wird auf bis zu 25 Millionen Euro brutto pro Jahr geschätzt. Nur Harry Kane verdient mit geschätzten 30 Millionen Euro brutto pro Jahr mehr.
Den jüngsten Wirbel um Lennart Karl, den Hoeneß größtenteils mit seinen Aussagen („Er ist noch kein Superstar. Junge Spieler brauchen Demut.“) verursachte, nimmt der 74-Jährige hingegen gelassen und mit einem Schmunzeln: „Ich glaube, bei 50 Prozent seiner Tore der letzten Tage war ich mitbeteiligt, weil jemand mal was gesagt hat über sein Privatleben. Wir sind auch verpflichtet, jungen Spielern den Weg zu geben.“