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Zverev bleibt Halle-Turnier trotz null Titel in zehn Versuchen treu

Zverev bleibt den Terra Wortmann Open bis 2030 treu. Ausgerechnet dort wartet der neue Weltranglisten-Erste nach zehn Teilnahmen noch auf seinen ersten Titel.

Alexander Zverev hat seine Zusammenarbeit mit dem Rasenturnier Terra Wortmann Open in Halle bis zum Jahr 2030 verlängert. Der Veranstalter machte die Einigung per Mitteilung öffentlich. Brisant ist die Bindung vor allem deshalb, weil Zverev dort bislang zehnmal angetreten ist, zweimal im Endspiel stand und den Titel bis heute nicht gewonnen hat.

Alexander Zverev wird bis 2030 an den Terra Wortmann Open im westfälischen Halle teilnehmen.
Alexander Zverev wird bis 2030 an den Terra Wortmann Open im westfälischen Halle teilnehmen. © picture alliance/dpa/APA | Max Slovencik

Zverev geht die neue Vereinbarung mit besonderem Rückenwind an: Seit Montag steht er erstmals in seiner Laufbahn an der Spitze der Tennis-Weltrangliste. Für den Deutschen ist es bereits die dritte Verlängerung in Halle, zuvor hatte er bis 2024 und anschließend bis 2027 zugesagt. Der Zeitrahmen gibt ihm damit mehrere weitere Anläufe auf den fehlenden Heimtitel.

Vier Halbfinals in Serie – und immer wieder das Aus

Die Bilanz erklärt, warum dieser Vertrag mehr ist als eine Formalie: Zuletzt scheiterte Zverev viermal nacheinander im Halbfinale von Halle. Das erklärte Ziel bleibt der erste Turniersieg auf dem westfälischen Rasen bis zum Ende der Laufzeit 2030. Die frisch-gekürte Nummer eins will auch dieses Turnier mit einem Sieg noch von der Liste streichen.

Der Veranstalter betont die lange gewachsene Beziehung. „Alexander Zverev und die Terra Wortmann Open – das ist eine Verbindung, die über viele Jahre gewachsen ist. Sascha gehört zu den prägendsten Persönlichkeiten des internationalen Tennissports und ist für unser Turnier eine absolute Identifikationsfigur“, wird Ralf Weber in der Mitteilung zitiert. Für das Turnier bedeutet die Zusage planerische Sicherheit mit einem Weltranglisten-Ersten im Feld.

Zverev ist der 30. Spieler seit 1973 an der Spitze der ATP-Rangliste und nach Boris Becker 1991 erst der zweite Deutsche. Der Platz ganz oben ist ihm für mindestens 13 Wochen sicher, womit er Beckers deutschen Rekord übertrifft. Komfortabel ist die Lage dennoch nicht: Auf den pausierenden Jannik Sinner beträgt der Vorsprung nur 100 Punkte, Carlos Alcaraz folgt als Dritter mit deutlichem Abstand.

Genau daran entzündet sich Kritik, Zverev verdanke den Sprung an die Spitze vor allem den Verletzungen der beiden Konkurrenten – er widerspricht. „Viele Menschen können sagen, dass ich nur wegen der Verletzungen von Sinner und Alcaraz die Nummer eins geworden bin – aber körperliche Fitness und Gesundheit sind ein integraler Bestandteil des Sports“, sagte er laut Sport1 auf der Pressekonferenz beim ATP-Turnier in Wien. Sein erstes Match als Nummer eins bestritt er in der zweiten Runde des Paris Masters gegen Lorenzo Musetti, für die ATP Finals in Turin vom 15. bis 22. November 2026 ist er als Erster der Rangliste qualifiziert. (seb)

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