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Die Nördlinger Basketballer reiten aktuell auf einer besonderen Erfolgswelle. Mit dem ersten Sieg über Ansbach seit knapp zwei Jahren baute das Team von Trainer Ajtony Imreh am vergangenen Freitag die Siegesserie aus und ist nun seit vier Partien ungeschlagen. Neben dem Tabellenführer und letztjährigen Finalisten Jahn München ist der TSV Nördlingen damit die einzige Mannschaft ohne Punktverlust in der Südstaffel der 1. Regionalliga.
Mit entsprechendem Selbstbewusstsein im Gepäck reisen die Rieser daher am Sonntag, 25. Oktober, zum Dauerrivalen nach Vilsbiburg. Mit den Niederbayern misst sich der Tabellenzweite seit dem Wiederaufstieg Jahr für Jahr, mit unterschiedlichem Ausgang. In der abgelaufenen Spielzeit konnte jeder der Kontrahenten sein Heimspiel gewinnen, insgesamt führen die Vilsbiburger mit fünf zu drei Siegen in regulären Saisonduellen seit dem Nördlinger Wiederaufstieg 2022. Ebenso lange an Bord ist der Topscorer der Baskets, Mario Petric. Der 32-jährige Spielmacher legt auch in seiner fünften Spielzeit noch beeindruckende Statistiken auf und war mit durchschnittlich 20 Punkten maßgeblich dafür verantwortlich, dass sein Team zwei der ersten vier Partien gewinnen konnte.
An seiner Seite sollte eigentlich US-Center Vince Garrett, mit 22,4 Zählern in der abgelaufenen Saison bester Scorer der gesamten Liga, für Furore sorgen. Verletzungsbedingt musste der 1,98 Meter große Athlet bisher jedoch ausfallen, könnte gegen den TSV allerdings sein Saisondebüt geben, was ein echter Gamechanger für die Gastgeber wäre. Während seiner Abstinenz gingen andere, wie Kapitän Moritz Kraske, als Führungsspieler voran, häufig von einem überragenden Petric in Szene gesetzt.
Nichtsdestotrotz und auch in Anbetracht der besonderen Schwierigkeit, die Auswärtsspiele in der Ballsporthalle Vilsbiburg mit sich bringen, gehen die Nördlinger als Favorit in das Aufeinandertreffen. Mit US-Guard Patrick Shelley hat der TSV den besten Punktejäger der gesamten Liga im Aufgebot, die beiden erfahrenen Center Josef Eichler und Robin Seeberger dominierten bislang die beiden Zonen und die Auftritte der Aufbauspieler Mauro Gerszke, Kristian Ortelli oder Bene Schwarzenberger zeigten, dass der TSV-Kader in diesem Jahr so tief aufgestellt ist wie schon lange nicht mehr.
„Was wäre, wenn wir gut spielen würden?“, fragte Imreh leicht süffisant nach dem Derby-Coup über Ansbach und attestierte seinen Schützlingen damit noch Luft nach oben. Ist dem wirklich so, könnte es für den TSV mit dem fünften Sieg in Serie klappen. Tip-off ist am Sonntag, 25. Oktober, um 16 Uhr in der Ballsporthalle Vilsbiburg.