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Erik ten Hag hat kein gutes Haar an Cristiano Ronaldo gelassen. Der Trainer zog ein enttäuschendes und zugleich knallhartes Fazit über die gemeinsame Zeit bei Manchester United.
"Er hat das Team im Stich gelassen, und er hat mich enttäuscht, weil wir mit ihm geplant haben", sagte der Niederländer im Interview mit The Athletic und kritisierte die Einstellung von CR7 bei den Red Devils unter seiner Leitung.
Allen voran Ronaldos Attitüde im Training stieß ten Hag, der zwischen 2022 und 2024 in Manchester im Amt war, sauer auf. "Oft habe ich gesagt: 'Ronnie, jeder will für dich arbeiten, um dich in die richtige Position zu bringen, aber wenn du dich nicht in den Strafraum bringen kannst, kannst du kein Tor erzielen.' Dazu war er nicht fähig. Er lief weder im Ballbesitz noch ohne Ballbesitz. Der Grund war, dass er sich nicht vorbereitet hatte", betonte er.
Durchaus überraschende Worte. Ronaldo wurde schließlich stets nachgesagt, hart zu arbeiten und häufig auch nach Trainingsende noch Extra-Schichten zu schieben. "Jedes Topteam muss den besten Spieler annehmen, aber der beste Spieler muss für das Team arbeiten. Und United war für manche nicht die oberste Priorität", ergänzte ten Hag.
Ronaldo kehrte ManUnited Ende 2022 schließlich im Streit den Rücken, nachdem er zwischen 2003 und 2009 im Old Trafford einst zum Weltstar avanciert war.
Zuvor hatte der Portugiese seinen Stammplatz unter ten Hag verloren, ehe er in einem explosiven Interview zum Rundumschlag ausgeholt hatte. Letztlich kam es zur vorzeitigen Vertragsauflösung. Kurz darauf heuerte CR7 in Saudi-Arabien bei Al-Nassr an, wo er noch heute unter Vertrag (bis Sommer 2027) steht.
The Athletic gab außerdem an, Ronaldo mit den harschen Worten seines Ex-Trainers konfrontiert zu haben. Eine Reaktion sei jedoch ausgeblieben. Bis zur Eskalation trainierte ten Hag den inzwischen 41-Jährigen insgesamt vier Monate. Insgesamt erzielte er in 346 Einsätzen 145 Tore für den englischen Traditionsklub.
Ähnlich unrühmlich verabschiedete sich Ronaldo in der vergangenen Länderspielpause vorzeitig von der portugiesischen Nationalmannschaft, nachdem Trainer Jorge Jesus seiner Ansicht nach Versprechen über Einsatzminuten gebrochen habe. Am Montag wurde er vom portugiesischen Fußballverband (FPF) dennoch mit einer äußerst milden Strafe belegt.
Wie aus einer Mitteilung des Disziplinarrats des Verbandes am Montag hervorgeht, muss der 41 Jahre alte Rekordnationalspieler für das vorzeitige Verlassen des Trainingscamps lediglich 255 Euro zahlen. Zusätzlich wurde Ronaldo für 30 Tage gesperrt, womit er für Portugals nächste Länderspiele gegen Dänemark (14. November) und in Wales (17. November) in der Nations League bereits wieder zur Verfügung stünde.