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«Ich hatte ein riesen Schwein», gestand Jérôme Kym (ATP 222) kurz vor 01:00 Uhr auf dem Basler Center Court. Gerade hatte er den grössten Erfolg seiner Karriere gefeiert und mit Ben Shelton (ATP 4) erstmals einen Top-10-Spieler geschlagen.
Das erwähnte «Glück» bezog der Aargauer auf den 3. Satz: Da lag er scheinbar vorentscheidend mit 5:2 und Doppelbreak vorne, durfte gegen den US-Amerikaner zum Match servieren. Doch plötzlich schlichen sich Fehler ein bei Kym, wenig später musste er bei 5:6 selber gegen den Verlust des Spiels aufschlagen. Im Tiebreak gelang ihm dann der Coup doch noch.
«Es war wie ein Déjà-vu», so der ausgelaugte 23-Jährige. 2022 hatte er in der Basel-Quali gegen Laslo Djere nämlich gar mit Satz und 5:1 geführt und das Spiel noch verloren.
Verfolgen Sie die Partie zwischen Jérôme Kym und Jiri Lehecka ab ca. 17:50 Uhr auf SRF zwei und in der SRF Sport App.
Für Kym ist der Viertelfinal-Vorstoss vor Heimpublikum Balsam auf die Seele. Das einstige grosse Tennis-Versprechen musste immer wieder verletzungsbedingte Rückschläge einstecken. Vor allem das Knie spielte lange nicht mit, 2023 musste er unters Messer und stellte sich in der Folge gar die Sinnfrage.
Nun läuft es aber – und an den Swiss Indoors soll jetzt am Freitag auch der erste Halbfinal-Einzug auf der ATP-Tour folgen. Mit Jiri Lehecka wartet ein Bekannter auf Kym. Der Mann, der in der 1. Runde die Karriere von Stan Wawrinka beendet hat, trainierte mit dem Schweizer im letzten Jahr in New York zusammen. «Er hat definitiv Potenzial», sagte der Tscheche in einem Interview vor Kyms Sieg gegen Shelton. «Es ist schön, ihn gesund zurück auf der Tour zu sehen.»
Dann schob Lehecka mit einem Lachen nach: »Das ist gut für das Schweizer Tennis – und schlecht für den Rest von uns.»