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In Austin war in allen drei freien Trainings jeweils ein Ferrari-Fahrer der schnellste Mann auf der Piste: Am Freitag durfte sich Charles Leclerc über die ersten beiden Bestzeiten des 18. Rennwochenendes der Saison freuen. Tags darauf drehte dessen Teamkollege Lewis Hamilton in der letzten freien Trainingsstunde die schnellste Runde .
Im Qualifying war aber im entscheidenden Moment keiner der beiden Stallgefährten in der Lage, um die Pole zu kämpfen. Das Duo reihte sich auf den Plätzen 4 und 5 hinter Polesetter Kimi Antonelli und den beiden Red Bull Racing-Stars Max Verstappen und Isack Hadjar ein, wobei der Monegasse mit 44 Tausendstelsekunden Vorsprung der Schnellere blieb.
Hamilton weiss, welche Schwäche dafür verantwortlich ist. Der siebenfache Champion erklärte nach der Zeitenjagd: «Das Team hat über Nacht einen super Job gemacht, das Auto war im dritten Training wirklich gut und auch die ersten beiden Quali-Segmente fühlten sich super an. Ich hatte das Gefühl, an der Spitze mithalten zu können. Im Q3 war das Auto immer noch gut, und meine Runde war auch wirklich stark. Aber die anderen Jungs haben einen Schritt nach vorne gemacht.»
«Man konnte schon das ganze Wochenende sehen, dass die Gegner auf den Geraden weiter Gas geben konnten, wenn wir ans Limit kamen. Das Power-Defizit gegenüber Red Bull Racing und Mercedes ist offensichtlich. In den Kurven ist unser Auto wahrscheinlich genauso gut wie ihres, aber auf den Geraden verlieren wir viel Zeit», erklärte der Rekord-GP-Sieger.
Die Gegner haben beim Chassis auch Fortschritte erzielt, betonte Hamilton ausserdem. «Man kann sehen, dass der Red Bull Racing-Renner nun mehr Abtrieb generiert. Und Mercedes konnte mit dem Upgrade drei Zehntel gewinnen, sobald sie herausgefunden haben, wie sie das Potenzial nutzen können. Sie sind nun in den Kurven genauso schnell wie wir.»
Auf die Frage, ob ein Sieg auf dem Circuit of the Americas möglich sei, erwiderte der Formel-1-Superstar: «Man muss schon realistisch bleiben. Wir sind auf den Plätzen 4 und 5 und das Überholen ist nicht so einfach, selbst wenn du von Position 2 losfährst, ist es nicht einfach, einen Gegner zu schlagen. Wenn wir gut wegkommen, dann ergeben sich vielleicht Chancen, auch was die Strategie angeht. Wir werden sehen.»