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Er habe lange überlegt, ob er sich überhaupt zu den Berichten der vergangenen Tage äußern solle. Normalerweise lasse er lieber seine Arbeit für sich sprechen. „Diesmal geht es aber nicht um meine Arbeit, sondern um meinen Charakter“, schrieb er. „Im Scouting lernt man früh: Man beurteilt Menschen nicht nach Hörensagen, sondern nach dem, was man selbst gesehen hat.“
Besonders deutlich wurde Schmadtke beim Vorwurf, interne Informationen weitergegeben zu haben:
„Ich habe niemals vertrauliche Informationen an die Medien weitergegeben. Weder in München noch irgendwo anders.“
Auch die Kritik an seinem Umgang mit Mitarbeitern wies er zurück. Er habe niemals Menschen in seinem Verantwortungsbereich herabgewürdigt. Zwar sei er anspruchsvoll und bei Qualitätsfragen mitunter unbequem, respektlos sei er jedoch nicht.
Die Münchner hatten zuletzt offiziell bestätigt, dass Schmadtke den Verein zum 31. Januar 2027 verlassen wird. Sein ursprünglich bis zum Sommer laufender Vertrag wird damit vorzeitig aufgelöst. Beide Seiten hatten sich nach Angaben des Vereins einvernehmlich auf die Trennung verständigt.
Anschließend waren allerdings Berichte aufgetaucht, die ein anderes Licht auf die Hintergründe seines Abschieds warfen. Unter anderem stand der Vorwurf im Raum, Schmadtke habe vertrauliche Informationen aus der Kaderplanung an Medien weitergegeben. Auch sein Führungsstil wurde öffentlich kritisch thematisiert.
Weitere Einzelheiten zu den internen Entscheidungsprozessen wollte Schmadtke nicht preisgeben. Er spreche grundsätzlich nicht öffentlich über vereinsinterne Angelegenheiten und werde daran auch künftig festhalten. Stattdessen blickte der Funktionär auf seine Zeit beim deutschen Rekordmeister zurück.
Die Arbeit bei einem Verein dieser Größenordnung habe ihn sowohl beruflich als auch persönlich weitergebracht. Besonders stolz sei er auf die Veränderungen innerhalb der Scouting-Abteilung.
Nach eigenen Angaben habe man die Strukturen neu organisiert, die Zusammenarbeit zwischen Profibereich und Campus intensiviert und neue Wege bei der Spielerbeobachtung entwickelt. Dabei betonte Schmadtke ausdrücklich, dass diese Fortschritte nur durch die gemeinsame Arbeit seines Teams möglich gewesen seien.
Von Vjekoslav Keskic